Kurznachrichten, Termine und Notizen für den Landkreis Pfaffenhofen und Umgebung
Konzert für Vielfalt und Toleranz
(ty) Mit einem besonderen Konzert im Rahmen der "Wochen gegen Rassismus" hat die städtische Musikschule von Pfaffenhofen am Montag im Theater-Saal im "Haus der Begegnung" am oberen Hauptplatz ein Zeichen gesetzt. Unter dem Motto "Musik verbindet – Konzert für Vielfalt und Toleranz" präsentierten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte ein abwechslungsreiches Programm mit Stücken aus unterschiedlichen Epochen, Ländern und Stilrichtungen. Zu hören waren traditionelle Tänze, klassische Werke und moderne Beiträge, die auf unterschiedliche Weise deutlich machen sollen, dass Musik Menschen zusammenführen und Brücken zwischen unterschiedlichen kulturellen Hintergründen schlagen kann.

"Gerade die Mischung aus jungen Musikerinnen und Musikern sowie Lehrkräften verlieh dem Konzert eine besondere Ausstrahlung", heißt es aus der Stadtverwaltung. Das Publikum habe bei freiem Eintritt einen abwechslungsreichen Abend erlebt, der nicht nur musikalische Vielfalt gezeigt, sondern auch den Gedanken der "Wochen gegen Rassismus" aufgegriffen habe: Menschenwürde, Offenheit und gegenseitiger Respekt. Das Motto der Aktions-Wochen lautet in diesem Jahr: "100 Prozent Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus". Lesen Sie dazu auch: "Wochen gegen Rassismus": Zahlreiche Veranstaltungen in Pfaffenhofen
Geisenfeld sucht potenzielle Ortssprecher
(ty) Im Zuge der Kommunalwahl hat sich laut Mitteilung aus dem Rathaus von Geisenfeld ergeben, dass die Ortsteile Gaden, Schillwitzried, Unterpindhart, Engelbrechtsmünster und Nötting nicht durch ein gewähltes Mitglied im künftigen Stadtrat vertreten sind. Nach den geltenden kommunalrechtlichen Vorschriften bestehe in diesem Fall die Möglichkeit, für den jeweiligen Ortsteil eine Ortssprecherin beziehungsweise einen Ortssprecher zu wählen. Diese Person vertrete die Anliegen des Ortsteils gegenüber dem Stadtrat sowie der Verwaltung und könne an den Sitzungen des Stadtrats beratend teilnehmen.
Bevor eine entsprechende Ortsversammlung zur Wahl einberufen wird, möchte die Stadtverwaltung von Geisenfeld nach eigenem Bekunden aber zunächst ermitteln, ob Interesse an der Übernahme dieses Ehrenamtes besteht. Daher werden engagierte Bürgerinnen und Bürger aus den genannten Ortsteilen, die sich eine Kandidatur vorstellen können, den Angaben zufolge darum gebeten, sich bis spätestens 7. April bei der Stadtverwaltung von Geisenfeld zu melden. Möglich sei das zum Beispiel telefonisch unter der Rufnummer (0 84 52) 98 - 1 04 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Haushalts-Sitzung in Pfaffenhofen
(ty) Der Stadtrat von Pfaffenhofen tritt am morgigen Donnerstag, 26. März, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung des um 17 Uhr beginnenden öffentlichen Teils stehen die diesjährige Haushalts-Satzung der von der Stadt verwalteten Hl.-Geist- und Gritsch'schen Fundations-Stiftung sowie die Verabschiedung des städtischen Etats für heuer. Darüber hinaus befasst sich das Gremium unter anderem mit den Ergebnissen der Stadtbus-Testphase zur Linie 4, die künftig das Ostviertel mit der Ilmtalklinik verbinden könnte. Ferner gehts um das im Mai steigende Landjugend-Trachtenfest und den diesjährigen Kultur-Sommer.
Davor findet ab 16.15 Uhr eine Sitzung des Bauausschusses statt. Auf dessen Tagesordnung stehen unter anderem Bebauungspläne und Bauanträge. Beide Gremien tagen im Fest-Saal des Rathauses. Die öffentlichen Teile werden ab 16.15 Uhr beziehungsweise 17 Uhr wieder live im Internet auf www.pfaffenhofen.de/livestream übertragen. Die Aufzeichnung ist anschließend auf www.pfaffenhofen.de/archivplayer zu sehen. Wer den Live-Stream verfolgt, findet die Tagesordnung und die gezeigten Präsentationen direkt mit eingeblendet. Beim Archiv-Player kann mit einem Klick auf den gewünschten Tagesordnungspunkt gezielt die Diskussion zu diesem Thema aufgerufen werden.
Krankheitsbedingt geschlossen
(ty) Das städtische Kultur- und Tourismus-Büro im "Haus der Begegnung" am oberen Hauptplatz in Pfaffenhofen ist "krankheitsbedingt" sowohl am morgigen Donnerstag, 26. März, als auch am Freitag, 27. März, geschlossen. Das wurde heute aus dem Rathaus mitgeteilt. "Somit können in dieser Zeit keine Karten für Veranstaltungen gekauft werden", wird klargestellt. Die städtische Galerie, die städtische Musikschule und auch die Stadtbücherei haben den Angaben zufolge sowohl am Donnerstag als auch am Freitag wie gewohnt geöffnet.
Spannender Vortrag über Schamanin
(ty) "Die Schamanin von Bad Dürrenberg ist einer der bedeutendsten Funde der europäischen Mittelsteinzeit", heißt es aus dem Landratsamt von Freising mit Blick auf einen Vortrag, der an diesem Freitag ansteht. Vor rund 9000 Jahren sei die im Alter von 30 bis 40 Jahren gestorbene Frau mit einem Säugling auf einem Plateau oberhalb der Saale, der späteren Saline, beigesetzt worden. Im Jahre 1934 sei das Grab zufällig beim Bau einer Wasser-Leitung entdeckt und nicht in Gänze geborgen worden.
Die noch erhaltenen Reste der Bestattung seien 2019 im Block entnommen und in der Folge interdisziplinär von international führenden Spezialisten untersucht worden. Zahlreiche Beigaben zeugten von der herausragenden Stellung der Frau, auch im spirituellen Bereich. Es gelang, ihr Schamanen-Kostüm und eine Vielzahl an Beigaben und Werkzeugen zu decodieren. Die genetischen und forensischen Analysen brachten weitere spektakuläre Details ans Licht.

Lebensbild der Schamanin von Bad Dürrenberg im Ornat .
Im Rahmen der Vortrags-Reihe des archäologischen Vereins von Freising und der Landkreis-Archäologie von Freising gibt es am kommenden Freitag, 27. März, einen Vortrag mit dem Titel "Die Schamanin von Bad Dürrenberg – eine mächtige Frau und ihr Kosmos". Er findet in der Kloster-Bibliothek am Landratsamt in Freising statt und beginnt um 19 Uhr. Professor Harald Meller, Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt, nimmt der Ankündigung zufolge seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine spannende Forschungsreise in die Welt der letzten Jäger und Sammler.
Der Archäologe ist bekannt seit seinem Krimi um die so genannte Himmelsscheibe von Nebra und deren Erforschung, die in zahlreichen Publikationen und internationalen Ausstellungs-Projekten mündete. Die neuesten Ergebnisse zur "Schamanin von Bad Dürrenberg" präsentiert auch die Sonder-Ausstellung zur Schamanin und zum Schamanismus im Landesmuseum von Halle/Saale, die von 27. März bis 1. November zu sehen ist. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Karol Schauer, Birte Janzen).
Mehr Geld für Bäckerei-Azubis
(ty) Auch, wer in einer Bäckerei im Kreis Pfaffenhofen seine Ausbildung macht, hat künftig deutlich mehr im Portemonnaie. Darauf weist die die Gewerkschaft "Nahrung, Genuss, Gaststätten" (NGG) hin. Die Ausbildungs-Vergütung werde ab März um 50 Euro pro Monat erhöht. Das gelte für angehende Bäcker genauso wie für die Azubis im Verkauf am Bäckerei-Tresen. "Wer seine Ausbildung anfängt, geht mit 1070 Euro im Monat nach Hause. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 1140 Euro. Und im dritten bekommt der Bäckerei-Nachwuchs sogar 1280 Euro", sagt Rainer Reißfelder, der als NGG-Geschäftsführer für die Oberpfalz auch das nördliche Oberbayern mitbetreut.
Aus Sicht der Gewerkschaft sei die neue Ausbildungs-Vergütung ein "Lockruf der Bäckereien" und biete dem Handwerk eine wichtige Perspektive. Junge Menschen würden so motiviert, sich auch in Zukunft für das Lebensmittel-Handwerk zu entscheiden: "Die Ausbildung in Bäckereien wird damit deutlich attraktiver – für die, die Brot und Brötchen backen, Kuchen und süße Teilchen machen. Und genauso für die, die in den 40 Bäckereien und deren Filialen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm an der Laden-Theke beraten und für einen guten Umsatz verantwortlich sind", so Reißfelder.
Der Tarif-Vertrag sei allgemeinverbindlich – er gelte damit auch für alle Auszubildenden im Bäcker-Handwerk im Kreis Pfaffenhofen. Insgesamt gebe es in den Bäckereien im Landkreis Pfaffenhofen 31 Azubis, erklärt die NGG unter Berufung auf Zahlen der Agentur für Arbeit.





