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Mit insgesamt knapp 83.000 Euro gefördert werden Vorhaben in den Gemeinden Reichertshofen, Gerolsbach, Pörnbach, Wolnzach und Pfaffenhofen.

(ty) Der Kultur-Ausschuss des oberbayerischen Bezirkstags hat heute beschlossen, rund 1,52 Millionen Euro für die Denkmalpflege bereitzustellen. "Insgesamt profitieren 144 kommunale, kirchliche und private Projekte von der Förderung", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Bezirks-Verwaltung. Ein Teil des freigegebenen Geldes fließt den Angaben zufolge in den Landkreis Pfaffenhofen: Gefördert werden hier acht Vorhaben in verschiedenen Gemeinden mit unterm Strich 82 900 Euro. Nachfolgend die Details und die mit einem Zuschuss bedachten Denkmäler im Überblick.

"Mit unserer Förderung tragen wir dazu bei, dass Oberbayerns Kultur-Landschaft auch für kommende Generationen lebendig und attraktiv bleibt", erklärt Bezirkstags-Präsident Thomas Schwarzenberger. Dabei gehe es nicht nur um den Erhalt historischer Bauwerke, sondern auch darum, ihnen neue Nutzungs-Möglichkeiten zu eröffnen. Zudem sei die Förderung, für die der Bezirk jährlich mehr als zwei Millionen Euro bereitstelle, ein wichtiger Rückfluss der Bezirks-Umlage in die Landkreise und kreisfreien Städte. Eine zweite Vergabe-Runde sei für den Herbst geplant.

Die höchste Fördersumme, die in der aktuellen Runde in den Landkreis Pfaffenhofen fließe, erhalte mit 50 000 Euro der Markt Reichertshofen – und zwar für die Generalsanierung des Rathauses. "Im Zuge der Maßnahmen soll auch die Barrierefreiheit verbessert werden", heißt es dazu.

Auch mehrere katholische Kirchen-Stiftungen profitieren laut Bezirks-Mitteilung von Zuschüssen zur Erhaltung ihrer Gotteshäuser: Für die Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" im Gerolsbacher Ortsteil Singenbach werden den Angaben zufolge 1800 Euro für die statische Ertüchtigung der Empore und des Westgiebels bereitgestellt.

Die Expositur-Kirche "St. Martin" in Pörnbach erhalte 6400 Euro für den Ersatz-Neubau der Kirchen-Stützmauer sowie Arbeiten am Gründungs-Mauerwerk.

Die Wallfahrtskirche "Mariä Geburt" im Wolnzacher Ortsteil Lohwinden werde mit 17 950 Euro gefördert, insbesondere die Innen-Renovierung einschließlich Elektro-Installation und Beleuchtung.

Weitere Mittel gehen an kirchliche Einrichtungen im Kreis Pfaffenhofen: Die Pfarrei "St. Martin" im Wolnzacher Ortsteil Geroldshausen erhalte 1400 Euro für die Reinigung der Orgel in der Pfarrkirche.

Die evangelisch-lutherische Kirchen-Gemeinde in Pfaffenhofen an der Ilm bekomme 3900 Euro für die Innen-Renovierung der Kreuzkirche.

Auch private und gewerbliche Denkmäler werden unterstützt: Für die Restaurierung der Wandmalerei im so genannten Blauen Zimmer des ehemaligen Pfarrhauses im Reichertshofener Ortsteil Hög erhalte die private Eigentümerin 1150 Euro. Zudem werden den Angaben zufolge 300 Euro für die Erneuerung der Laden-Eingangstür eines Wohn- und Geschäftshauses in Wolnzach bereitgestellt.

Der Bezirk Oberbayern fördert nach eigenem Bekunden den Erhalt von Bau- und Bodendenkmälern sowie von Einzel-Objekten, die wegen ihrer künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen  oder volkskundlichen Bedeutung von allgemeinem Interesse sind. Dafür stelle er jährlich rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. "Mit der Förderung sollen die höheren Kosten, die bei der Renovierung oder Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude entstehen, kompensiert werden", wird dazu erklärt. Der Bezirk übernehme zehn bis 20 Prozent dieser Mehrkosten, jedoch nur bis zu einer Höhe von maximal 50 000 Euro.


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