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Der Amtsinhaber von den Freien Wählern holte heute in der Stichwahl 53,7 Prozent. Dem CSU-Mann, der auch für die JFL/JU im Rennen war, fehlten am Ende fast 4000 Stimmen.

(ty) Für Kontinuität an der Spitze des Landratsamts haben sich die meisten politik-interessierten Bewohner des Kreises Pfaffenhofen ausgesprochen, die am heutigen Sonntag ihr Kreuzchen bei der Stichwahl um den Landrats-Posten gemacht haben. Albert Gürtner (Freie Wähler) aus Pfaffenhofen, 2020 erstmals gewählt, wird den Posten auch die nächsten sechs Jahre bekleiden. Mit 53,7 Prozent der abgegebenen Stimmen konnte der 65-Jährige laut dem vorliegenden Ergebnis nach der Auszählung in allen Gebieten seinen CSU-Herausforderer Andreas Aichele aus Geisenfeld, der auf 46,3 Prozent kam, in Schach halten.

Die Christsozialen, die ambitioniert und entschlossen angetreten waren, einen Richtungs-Wechsel in der Kreis-Politik herbeizuführen, mussten damit am heutigen Sonntag eine bittere Niederlage einstecken. Vor zwei Wochen war Aichele, der auch von der neu gebildeten "Junge- und Familienliste Landkreis Pfaffenhofen" (JFL/JU) zum Landrats-Kandidaten nominiert worden war, lediglich 1,6 Prozentpunkte hinter Gürtner gelegen. Doch in der heutigen Stichwahl war der Abstand deutlich größer. Auf den Amtsinhaber entfielen an diesem Sonntag 28 571 Stimmen, auf den CSU-Mann lediglich 24 626. Die Wahlbeteiligung lag heute bei mäßigen 52,5 Prozent.

Wenig überraschend war vor zwei Wochen noch keine endgültige Entscheidung darüber gefallen, wer in den nächsten sechs Jahren an der Spitze des Kreises Pfaffenhofen steht. Keiner der sieben Kandidaten erreichte bei der ersten Runde der Landrats-Wahl die absolute Mehrheit. Auf Rang eins landete mit 34,0 Prozent der Amtsinhaber Albert Gürtner (FW). Mit nur geringem Abstand folgte als Zweitplatzierter Andreas Aichele (CSU), der auf 32,4 Prozent kam und damit die Hoffnung seiner Partei auf einen Wechsel an der Spitze des Landratsamts aufrecht erhielt. Das hatte zur Folge, dass am heutigen Sonntag eine Stichwahl zwischen diesen beiden Männern anstand.

Mit deutlichem Abstand jeweils nicht gereicht für den Einzug in diese Stichwahl um den Landrats-Posten hatte es vor zwei Wochen für die weiteren fünf Bewerber. Thomas Schwarz aus Vohburg erhielt als Kandidat der "Alternative für Deutschland" (AfD) immerhin 12,0 Prozent der Stimmen und schnitt als Drittbester ab. Er war bekanntlich vor zwei Wochen zugleich als Bürgermeister-Bewerber der AfD in der Stadt Vohburg angetreten, hatte aber auch diesbezüglich keine Chance (Vohburg: Andreas Amann holt sich im ersten Wahlgang den Bürgermeister-Posten).

Im Rennen um den Chef-Posten im Landratsamt von Pfaffenhofen war Bettina Markl (Grüne) aus Baar-Ebenhausen im ersten Wahlgang auf 7,8 Prozent gekommen, der SPD-Frontmann Markus Käser aus Pfaffenhofen hatte 10,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Sowohl Markl als auch Käser sind bekanntlich auch Kreis-Vorsitzende ihrer Partei. Robert Scharbach, den die FDP als Landrats-Kandidaten aufgeboten hatte, musste sich mit niederschmetternden 1,4 Prozent begnügen, für Diana Fuchs-Schlamp (Linke) aus Scheyern votierten 2,4 Prozent der Stimmberechtigten. Die Wahlbeteiligung hatte im ersten Wahlgang bei 65,9 Prozent gelegen.

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