Logo
Anzeige
Anzeige

Die Frau fing sich in dieser Nacht anderweitigen strafrechtlichen Ärger ein. Zwei Verletzte durch Feuer, Sachschaden nicht unerheblich.

(ty) In der Nacht zum gestrigen Samstag ist am Krankenhaus "St. Elisabeth" in Neuburg an der Donau offenbar an zwei verschiedenen Stellen absichtlich ein Feuer gelegt worden. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord heute mitteilte, brannte vor der Notaufnahme ein Mülleimer. Einen weiteren Brand gab es vor dem Lieferanten-Eingang, dieser griff auf die Fassade über. Zwei Personen wurden verletzt; der Sachschaden wird derzeit im fünfstelligen Euro-Bereich angesiedelt. Die Kripo hat die Ermittlungen bereits übernommen. Im Visier der Polizei steht aktuell eine 21-Jährige, die sich in dieser Nacht – wie berichtet – strafrechtlichen Ärger eingefangen hat. Wir fassen zusammen.

Laut heutiger Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord war gestern Morgen gegen 3.30 Uhr bei der Einsatz-Zentrale gemeldet worden, dass vor der Notaufnahme des Krankenhauses ein Mülleimer brennt. Außerdem brannten laut Polizei mehrere Gegenstände, die vor dem Lieferanten-Eingang gelagert waren – hier griffen die Flammen auf die Außen-Fassade des Klinik-Gebäudes über.

Bei dem Versuch, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen, seien zwei Personen jeweils leicht verletzt worden. Beide seien ambulant in dem Krankenhaus behandelt worden, wurde auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt. Den alarmierten Feuerwehrleuten sei es rasch gelungen, den Brand zu löschen. "Für die Patienten der Klinik bestand keine Gefahr", erklärte heute das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord. 

Der entstandene Sachschaden wurde nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich angesiedelt. Die Beamten von der Kriminalpolizei-Inspektion aus Ingolstadt haben die Ermittlungen zur Ursache der Brände aufgenommen. "Aufgrund der Gesamtumstände muss davon ausgegangen werden, dass die Brände vorsätzlich gelegt wurden", hieß es am heutigen Nachmittag.

"Ein Tatverdacht richtet sich gegen eine junge Frau, die bereits vor dem Ausbruch der Feuer im Umfeld des Krankenhauses polizeilich auffällig wurde." Sie sei in Gewahrsam genommen worden, hieß es heute. Ein Polizei-Sprecher bestätigte jetzt gegenüber unserer Zeitung, dass es sich bei dieser Frau um die 21-Jährige aus dem Gemeinde-Bereich von Rennertshofen handelt, von der gestern bereits berichtet worden war.

Wie aus der gestrigen Presse-Information der örtlichen Polizeiinspektion hervorgegangen war, hatte die Aufregung am Samstagmorgen an dem Krankenhaus schon gegen 1.30 Uhr begonnen. Eine Gruppe von jungen Leuten habe sich vor der Notaufnahme der Klinik in Neuburg befunden und dort auf eine Freundin gewartet, die gerade behandelt worden sei. Die Protagonisten konsumierten laut Polizei dabei Alkohol und lärmten herum.

Nachdem es dem Krankenhaus-Personal nicht gelungen sei, für Ruhe zu sorgen, seien die Gesetzeshüter hinzugezogen worden. Ein deutlich alkoholisierter 18-Jähriger aus Oberhausen bei Neuburg habe sich jedoch auch von der Polizei nicht beruhigen lassen und sei zudem dem ihm erteilten Platzverweis nicht nachgekommen.

"Daraufhin wurde er bis zum Morgen in Gewahrsam genommen", erklärte ein Polizei-Sprecher. Der Rest der Gruppe habe sich schließlich von dem Krankenhaus entfernt. Später seien allerdings einige junge Leute aus eben dieser Gruppe erneut im Stadtgebiet von Neuburg an der Donau aufgefallen – und zwar diesmal im Bereich der Bahnhofstraße.

Wie es im Bericht der Gesetzeshüter vom Samstag hieß, war die 21 Jahre alte Frau, die aus dem Gemeinde-Bereich von Rennertshofen stammt, mit einem Drahtesel auf der Bahnhofsstraße unterwegs. Da sie mutmaßlich stark alkoholisiert gewesen sei, einen Test aber verweigert habe, sei bei ihr eine Blutentnahme durchgeführt worden.

Im Zuge der weiteren polizeilichen Maßnahmen habe sich außerdem herausgestellt, dass die 21-Jährige den besagten Drahtesel am Bahnhof in Neuburg geklaut hatte. Das Bike sei jedenfalls von den Streifenbeamten sichergestellt worden. Die junge Frau habe außerdem gegenüber den Polizisten zugegeben, zusammen mit einem Begleiter die Windschutzscheibe eines im Bereich der Bahnhofstraße abgestellten Pkw demoliert zu haben. "Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest", meldete die Polizei dazu und ergänzte: Die Ermittlungen zu den Geschehnissen dauern an. Mehrere Straftaten stehen im Raum. Nun steht diese junge Frau auch noch im Verdacht, die Brände an dem Krankenhaus gelegt zu haben.

Erstmeldung zum Thema:

Ruhestörung vor der Notaufnahme endet für 18-Jährigen in einer Polizei-Zelle


Anzeige
RSS feed