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Wegen Corona werden diesmal keine Blumen verteilt. Mit den Spenden sollen zwei Projekte in Brasilien gefördert werden.

(ty) Üblicherweise findet am vierten Fasten-Wochenende die Rosen-Aktion der katholischen Landjugend-Bewegung Neuburg-Schrobenhausen (KLJB) statt. Dabei werden durch die Vergabe von Rosen in mehr als 50 Orten in den Kreisen Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Aichach-Friedberg und in Ingolstadt sowie durch mehrere Benefiz-Konzerte jeweils Spenden für zwei Projekte in Brasilien gesammelt. Allein im Landkreis Pfaffenhofen wurden nach Angaben der Organisatoren in Euernbach, Hohenwart, Reichertshofen, Langenbruck, Rohrbach, Tegernbach und Steinerskirchen alljährlich rund 1000 Rosen gegen eine Spende vergeben. Corona-bedingt findet die Aktion heuer in einem anderen Format statt: Rosen-Aktion ohne Rosen.

Im vergangenen Jahr hätte die Aktion am ersten Tag des ersten Corona-Lock-Downs stattgefunden, erinnert die Landjugend. "Die 6440 bestellten Fairtrade-Rosen konnten nur sehr kurzfristig storniert werden", berichtet Organisatorin Franziska Hofmann. "Es wäre die größte Bestellung seit Jahren gewesen." Vor diesem Hintergrund habe sich die KLJB, auch mit Blick auf die "weiterhin unbestimmte Lage", dazu entschlossen, heuer auf das Ordern von Rosen zu verzichten. Doch die mit den Spenden unterstützten Projekte bräuchten das Geld mehr denn je. Deshalb wolle man auch in diesem Jahr sammeln. Ohne die Vergabe von Rosen sei das Ganze diesmal auch nicht ortsgebunden. Laut Landjugend soll das Geld zu gleichen Teilen an "Abrigo Brasil" und an die "Herz-Jesu-Missionare" fließen.

 

Die Organisation "Abrigo Brasil" habe in den Favelas von Sao Paulo Gemeinschafts-Einrichtungen wie Kindergärten, Jugend-Zentren und ein Krankenhaus sowie Lehrstätten aufgebaut, um den Jugendlichen einen Weg heraus aus den Favelas zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr seien die Spenden vorrangig zur Versorgung der Favela-Bewohner mit Medizin, Nahrung und Hygiene-Artikeln verwendet worden, wovon fast 14 000 Leute profitierten. "Die Elendsviertel wurden von der Verwaltung des Staates Sao Paulo aus vollständig isoliert, um die Ansteckung mit Covid-19 unter Kontrolle zu behalten. Durch die Abriegelung konnten viele Favela-Bewohner ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Ihr Verdienst fiel komplett weg, so dass sie vollständig von der Unterstützung unserer Partner vor Ort abhängig wurden", zitiert die KLJB aus dem Jahresbericht der Organisation.

Die Brüder der "Herz-Jesu-Missionare" fördern den Angaben der Landjugend zufolge in Brasilien zum Beispiel Brunnen- und Garten-Projekte, um Menschen in trockenen Regionen beim Überleben zu helfen. Sie haben auch eine Seelsorge-Station an einer Tankstelle für Überland-Lkw-Fahrer aufgebaut, Bildungs- und Nachhaltigkeits-Projekte für Kinder und Jugendliche realisiert sowie Suchtberatungen eingeführt. "Um die Projekte auch mit den aktuellen Auflagen der Covid-19-Pandemie durchführen zu können, bedarf es finanzieller Mittel, die durch das Ausbleiben zahlreicher Spenden-Sammlungen teilweise nicht gegeben sind", berichtet die katholische Landjugend-Bewegung von Neuburg-Schrobenhausen.

Die beiden Projekte, die man unterstütze, seien seit Beginn der Pandemie in noch größerer Not als zuvor – "und Spendengelder bleiben aus, obwohl sie nun noch dringender benötigt werden". Deshalb wolle die Landjugend auch heuer – wenn auch auf andere Weise – Geld für diese Projekte sammeln. Sei es durch Jugend-Gottesdienste, Nachbarschaftshilfe gegen Spenden oder das Weiterleiten der Spenden-Information.

Wer die Rosen-Aktion der KLJB unterstützen wolle, der könne eine Spende auf folgendes Konto überweisen: KLJB Neuburg-Schrobenhausen, IBAN: DE37 7215 2070 0000 8350 66, BIC: BYLADEM1NEB. Wer weitere Informationen wünsche, könne sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit den Organisatoren der Spenden-Aktion in Verbindung setzen.


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