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Bernd Dominik (43) hat den Posten von Alfred Grob übernommen, der seit Herbst für die CSU im Landtag sitzt.

(ty) Der neue Leiter der Ingolstädter Kriminalpolizeiinspektion, Bernd Dominik, hatte – wie berichtet – bereits im Dezember seinen Posten angetreten. Heute wurde er nun offiziell von Polizeipräsident Günther Gietl in sein Amt eingeführt. Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung zu dem Festakt in den Barocksaal des Stadtmuseums von Ingolstadt gefolgt. Zugleich wurde im Rahmen dieser Veranstaltung auch der ehemalige Kripo-Chef verabschiedet: Alfred Grob war bekanntlich im Herbst vergangenen Jahres für die CSU in den bayerischen Landtag gewählt worden. 

 

Die Kripo Ingolstadt, die auch für den Landkreis Pfaffenhofen zuständig ist, bearbeitet rund 3000 Straftaten im Jahr und gliedert sich in neun Kommissariate. Die Aufklärungsquote lag zuletzt bei fast 84 Prozent. In Anwesenheit zahlreicher hochrangiger Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und von Behörden dankte Gietl, der Chef des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord, dem scheidenden Kripo-Leiter Grob für dessen neunjährige Amtszeit. Unter seiner Regie sei es gelungen, die Organisations-Struktur der Kripo Ingolstadt zu optimieren sowie zur so genannten großen Kriminalpolizeiinspektion auszubauen. Damit verbunden sind organisatorische und personelle Vorteile. 

Der Zuständigkeits-Bereich der KPI Ingolstadt umfasst die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen sowie die Stadt Ingolstadt – insgesamt rund 490 000 Menschen. Mit einer Sollstärke von mehr als 100 Beamten ist die Ingolstädter Kripo die größte im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord. Gemäß Aufgabenkatalog ist die Kripo bei allen Straftaten der mittleren und schweren Kriminalität zuständig. Hierzu zählen Tötungs- und Sexualdelikte, Brandstiftungen, Raub, Erpressung, schwere Wirtschaftsdelikte, Milieu- und Rauchgift-Kriminalität sowie Staatsschutz-Delikte.

Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU) dankte Grob für sein erfolgreiches Wirken im Interesse der Sicherheit der Bürger. Er gratulierte seinem Parteifreund außerdem zur Wahl als Mandatsträger und verknüpfte damit die Hoffnung, nun die Interessen der Stadt auch auf Landesebene noch wirksamer vertreten zu können. Dem neuen Kripo-Leiter Bernd Dominik bot Lösel eine weiter reibungslose und unkomplizierte Kooperation an, er wünschte ihm alles Gute sowie das notwendige Glück bei künftigen Entscheidungen.

Polizei-Vizepräsident Roland Kerscher (von links), Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel, Michaela Grob, Alfred Grob, Bernd Dominik, Tina Dominik, Polizei-Präsident Günther Gietl.

Zur Person: Alfred Grob

Seit Anfang März 2010 wurde die Kripo Ingolstadt von Alfred Grob geleitet. Die Absicht, das Amt einem in der Region verwurzelten und bereits erfahrenen Beamten zu übergeben, der schon fast 20 Jahre Kripo-Kenntnisse mitbrachte, ging aus polizeilicher Sicht voll auf, hieß es heute aus dem Polizeipräsidium. Nach dem Abitur am Willibald-Gymnasium in Eichstätt entschied sich Grob einst für den Polizeiberuf, begann 1985 seine Laufbahn bei der Bereitschaftspolizei in Eichstätt. Zwei Jahre später wechselte er von der mittleren in die gehobene Laufbahn und absolvierte sein Studium an der Beamten-Fachhochschule in Fürstenfeldbruck.

  

Als junger Kommissar verrichtete Grob als Dienstgruppenleiter bei der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck seinen Dienst. 1991 wechselte er zur Kripo, arbeitete unter anderem als Sachbearbeiter von Tötungs- und Sexualdelikten sowie Leiter von Ermittlungsgruppen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität. 1997 wurde er für zwei Jahre zum bayerischen Innenministerium ins "Einsatzsachgebiet der Polizei" abgeordnet, begann nach seiner so genannten Führungsbewährung für den höheren Polizeivollzugsdienst ein zweijähriges Studium an der Polizeiführungsakademie in Münster, das er im Jahr 2002 erfolgreich abschloss.

Als junger Kriminalrat trat Grob 2002 die Stelle als Leiter der Kripo Fürstenfeldbruck an, bis er 2004 die Leitung der oberbayerischen Dienststelle zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (OK) übernahm. In dieser Amtszeit richtete er eine Vielzahl von Ermittlungs- und Sonderkommissionen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität, internationaler Bandenkriminalität und zur Aufklärung krimineller islamistischer Strukturen ein. Im Zuge der Polizeireform, die 2009 umgesetzt wurde, erarbeitete Grob in Projektarbeit die strategischen Voraussetzungen für den Aufbau des Kriminaldauerdienstes bei allen Kriminalpolizeiinspektionen.

 

Zur Person: Bernd Dominik

Der neue Kripo-Chef Bernd Dominik ist 43 Jahre alt und wohnt in Ingolstadt. Seine Karriere begann 1993 als Kommissar-Anwärter bei der Bereitschaftspolizei in Eichstätt. Erste Führungserfahrung sammelte er als Dienstgruppenleiter bei der Polizeiinspektion in Neuburg an der Donau. Von dort wechselte er nach München ins bayerische Landeskriminalamt (LKA), war sechs Jahre im Sachgebiet zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität tätig. Es folgte eine dreijährige Tätigkeit als Fachlehrer bei der Bereitschaftspolizei und anschließend der erfolgreiche Master-Abschluss an der Polizei-Hochschule in Münster.

Als frisch ernannter Polizeirat wurde Dominik zunächst ins bayerische Innenministerium berufen. Von der obersten Dienstbehörde folgte dann die Versetzung zum Polizeipräsidium Oberbayern-Nord mit einer temporären Abordnung zum Vorbereitungsstab des G7-Gipfels in Elmau. In den vergangenen acht Jahren war Bernd Dominik im Führungsstab des Polizeipräsidiums als stellvertretender Sachgebiet-Leiter für Verbrechensbekämpfung und als Leiter des Sachgebiets E1 (Organisation, Fortbildung und Dienstbetrieb) in Verantwortung. 


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