Auf Initiative des Fördervereins rückten mehr als 100 Helfer an, um die Umgestaltung des Geländes voranzutreiben und den Garten weiterzuentwickeln.
(ty) Zahlreiche Kinder, Eltern, Unterstützer sowie Mitarbeiter von Kindergarten und Schule sind kürzlich zu einem größeren Arbeits-Einsatz auf dem Gelände der Montessori-Einrichtung in Pfaffenhofen angerückt. Organisiert worden war dieser zweite "Garten-Tag" nach eigenem Bekunden vom örtlichen Montessori-Förderverein. Schon im vergangenen Jahr war – wie berichtet – mit viel Engagement der Startschuss für die Neugestaltung des Areals gefallen. "Nun wurde die Idee eines naturnahen Lern- und Begegnungsortes konsequent weitergeführt", erklärt der Förderverein und spricht von einem erneut vollen Erfolg.
"Die Kinder konnten es kaum erwarten, auch am Wochenende in ihre Schule beziehungsweise ihren Kindergarten zu kommen und selbst mit anzupacken", wird betont. Gemeinsam schaufelten, bauten und pflanzten die mehr als 100 Helferinnen und Helfer, berichtet der Förderverein und lobt: Was dabei entstanden sei, könne sich sehen lassen.
Den Angaben zufolge wurden rund 200 Quadratmeter neuer Rasen verlegt, ein Tipi-Zelt aus Weiden gepflanzt und neue Sitzmöglichkeiten wie ein Gartentisch mit Bänken sowie eine so genannte Freundesbank geschaffen – "Orte, die künftig zum Spielen, Ausruhen und Miteinander einladen".
Auch ökologisch sei der Garten weiterentwickelt worden: "Johannisbeer- und Himbeer-Sträucher fanden ihren Platz, ein Komposter wurde aufgestellt und ein Blumenbeet vor der Bärenklasse neu gestaltet." Für Bewegung und Freude im Alltag sorgen – so heißt es weiter – künftig aufgemalte Hüpfkästchen-Spiele.
Parallel dazu sei intensiv an der allgemeinen Gartenpflege gearbeitet worden. Ein besonderer Fokus habe auf der Vorbereitung eines neuen Bildungs-Projekts gelegen: Dazu seien ein Hochbeet instandgesetzt und wichtige Grundlagen geschaffen worden, damit die Einrichtung für die Teilnahme am bundesweiten Förder-Programm "Gemüse-Ackerdemie" gut gerüstet sei.
Die "Gemüse-Ackerdemie" ist laut Mitteilung des hiesigen Montessori-Fördervereins ein auf fünf Jahre angelegtes Bildungs-Programm, das Kinder praxisnah an Themen wie Natur, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung heranführt: "Die Schülerinnen und Schüler bauen dabei gemeinsam mit ihren Lehrkräften eigenes Gemüse an – vom Säen über die Pflege bis hin zur Ernte und Verarbeitung. So erleben die Kinder unmittelbar, wie Lebensmittel entstehen, was ein gesunder Boden braucht und welchen Wert Nahrung hat." Der Garten werde damit nicht nur zum "grünen Klassenzimmer", sondern zu einem zentralen Bestandteil ganzheitlichen Lernens.
Dass ein Projekt dieser Größenordnung an einem einzigen Tag habe umgesetzt werden können, sei vor allem dem großen Engagement der Montessori-Gemeinschaft zu verdanken. Organisiert vom Förderverein und ermöglicht durch Spenden, sei der Garten-Tag zu einem eindrucksvollen Beispiel dafür geworden, was gemeinschaftliches Handeln bewirken könne. "Hier wird Lernen im Sinne der Montessori-Pädagogik ganz konkret erfahrbar", sagt Kristin Zacher, Schul-Leiterin und pädagogische Gesamt-Leiterin der Einrichtung.
"Die Kinder arbeiten selbstständig, mit Kopf, Herz und Hand – und erleben dabei unmittelbar, wie aus eigener Tätigkeit etwas entsteht", so Zacher weiter. "So entwickeln sie ein tiefes Verständnis für Natur, Lebensmittel und ihre eigene Verantwortung." Laut Förderverein soll der Garten weiter wachsen – "als grüner Lernort, Begegnungsraum und Ort, an dem Kinder Verantwortung übernehmen und Natur unmittelbar erfahren können".





