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64-Jähriger wollte in einem Supermarkt keine FFP2-Maske tragen. Zudem weigerte er sich, den Laden wieder zu verlassen.

(ty) Ein 64-Jähriger aus der Gemeinde Reichertshausen sieht nach seinem gestrigen Auftritt in einem Supermarkt in Allershausen nicht nur einen Corona-Bußgeld-Bescheid, sondern auch ein Strafverfahren auf sich zukommen. Aber der Reihe nach. Wie die Polizei heute berichtete, wollte der Mann gegen 13.50 Uhr in dem Geschäft an der Mühlenstraße einkaufen, obwohl er keine Schutzmaske trug. Auch, als er deshalb von einer Mitarbeiterin auf sein Fehlverhalten angesprochen worden sei, habe er sich geweigert, eine Maske aufzusetzen. "Da ihm aber ein Einkauf ohne Maske verwehrt wurde, fing er an, die Mitarbeiter des Marktes und andere Kunden anzupöbeln", so ein Polizei-Sprecher. Damit aber nicht genug.

Obendrein hat sich der Mann den Angaben zufolge geweigert, den Verbrauchermarkt wieder zu verlassen. Erst, als der Reichertshausener mitgekommen habe, dass die Polizei informiert worden sei, habe er sich davongemacht und sei mit seinem Auto weggefahren. Allerdings hatten sich Zeugen des Vorfalls das Kfz-Kennzeichen notiert. Beamte von der Freisinger Polizeiinspektion machten den Mann schließlich ausfindig. Der Polizei-Sprecher fasst zusammen: "Den 64-Jährigen erwartet nun nicht nur ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs, sondern auch wegen eines Verstoßes gegen das Infektions-Schutz-Gesetz, da er für sich keine Ausnahme vom Tragen einer FFP2-Maske geltend machen konnte."

Die aktuelle bayerische Infektions-Schutz-Maßnahmen-Verordnung in der jüngsten Fassung finden Sie unter diesem Link. Wer gegen die Bestimmungen verstößt, handelt ordnungswidrig und muss mit Bußgeldern rechnen. Der Mindestsatz liegt bei 150 Euro. Die Höhe von etwaigen Bußgeldern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und von der Schwere des Verstoßes. Hierzu haben die bayerischen Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege gemeinsam einen Bußgeld-Katalog "Corona-Pandemie" bekannt gemacht. Dieser-Katalog ist unter diesem Link abrufbar. 

Hier finden Sie die wichtigsten bisher veröffentlichten Beiträge über die Corona-Virus-Krise in der Region im Überblick


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