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Zunächst werden mobile Teams im Einsatz sein. Wer die ersten Impfungen erhält, legen die hiesigen Behörden verbindlich fest.

(ty) Im Kreis Pfaffenhofen wird am kommenden Sonntag, 27. Dezember, mit Impfungen gegen Corona begonnen. Das wurde am heutigen Mittwoch aus dem Landratsamt gemeldet. Die beiden hiesigen Impf-Zentren in Geisenfeld und Hettenshausen werden vom BRK betrieben; außerdem sollen mobile Impf-Teams im Einsatz sein. Wer in den Genuss der ersten Impfungen kommt, legen das Landratsamt und das Gesundheitsamt verbindlich fest, wie aus einer aktuellen Pressemitteilung hervorgeht. Um Verständnis werde dafür gebeten, "dass aktuell noch keine Termine in den beiden Impf-Zentren angeboten werden können". Man gehe davon aus, dass dies erst ab etwa Mitte Januar möglich sei.

 

"Die Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen bayernweit am 27. Dezember", erklärt das Pfaffenhofener Landratsamt: Das habe die bayerische Staatsregierung in Abstimmung mit der Bundesregierung und den anderen Ländern beschlossen. Der Kreis Pfaffenhofen hat, wie berichtet, zwei Impf-Zentren in Hettenshausen-Reisgang und in Geisenfeld eingerichtet. Beide werden vom Pfaffenhofener BRK-Kreisverband betrieben. "Zudem werden mobile Impf-Teams vor allem in den Alten- und Pflegeheimen den Impfstoff verabreichen", so die Landkreis-Behörde. "Es freut mich, dass wir jetzt mit den Impfungen beginnen können", kommentierte Landrat Albert Gürtner (Freie Wähler) die Entwicklung.

"Die Impfungen bedeuten Licht am Ende eines langen Tunnels", so Gürtner weiter. "Der Impfstart weckt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern berechtigte Hoffnung und Zuversicht." Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden hiesigen Impf-Zentren und der mobilen Impf-Teams seien einsatzbereit und freuten sich ebenfalls, dass es nun am kommenden Sonntag endlich losgehen könne.

"Wir haben in den letzten Wochen hart gearbeitet und alles dafür getan, dass die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für den Impfstart gegeben sind", sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Herbert Werner heute. Die Impf-Zentren wurden laut BRK-Angaben bereits darüber unterrichtet, dass mit dem Eintreffen der ersten Impf-Dosen am Sonntag zu rechnen ist. Pfaffenhofen werde dabei über das Verteil-Zentrum in München beliefert.

Bayernweit seien – Stand 21. Dezember – insgesamt 99 Impf-Zentren einsatzbereit. Der Impfstoff werde in der Anfangsphase nur in kleinen Mengen zur Verfügung stehen. Deswegen habe die Bundesregierung, die den Impfstoff zentral beschaffe, eine klare Priorisierung beschlossen, wer zuerst geimpft werden dürfe. Die bayerische Staatsregierung habe entschieden, diese Empfehlung umzusetzen.

"Bei der Festlegung und Priorisierung des Impf-Zugangs geht es nicht um Wertschätzung bestimmter Bevölkerungs- oder Berufsgruppen, sondern um den Schutz jener Gruppen, deren hohe Gefährdung und Verwundbarkeit durch das Corona-Virus sich die letzten Monate immer wieder gezeigt hat", betont Dr. Peter Korzinek, der ärztlicher Leiter der beiden Impf-Zentren im Kreis Pfaffenhofen.

 

Zur Reihenfolge der Impfungen, zumindest in den ersten Wochen, hat das Landratsamt nach eigener Darstellung in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt "eine Liste entworfen, an die sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Impfzentrum halten müssen". Demnach werden zunächst mit mobilen Impf-Teams stationäre Einrichtungen wie etwa Seniorenheime und Pflegeheime angefahren.

"Abhängig von der Anzahl der angelieferten Dosen wird in den ersten Tagen jeweils mit zwei Einrichtungen begonnen", erläutert Herbert Werner vom BRK. "Sollten dort nicht alle Dosen verbraucht werden können, stehen Reservegruppen zur Verfügung – wie die Beschäftigten im Impf-Zentrum, Beschäftige des Rettungsdienstes sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ilmtalklinik." So ist seinen Worten zufolge sichergestellt, dass keine Dose verworfen werden muss.

Das Landratsamt bittet in der heute Veröffentlichten Pressemitteilung um Verständnis dafür, "dass aktuell noch keine Termine in den beiden Impf-Zentren angeboten werden können". Man gehe in der Behörde davon aus, dass dies erst "ab zirka Mitte Januar" der Fall sein werde. Auch Dr. Stefan Skoruppa, Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbands von Pfaffenhofen und koordinierender Arzt in Sachen Corona-Bewältigung für den Landkreis Pfaffenhofen freut sich ebenfalls über den Start der Impfungen. "Ich freue mich, dass sich so viele freiwillige Ärzte aus dem Landkreis gemeldet haben, um in den Impf-Zentren und den mobilen Impf-Teams zu unterstützen", sagte er. "Mein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Kräften des BRK für ihren wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie." 

Das Impf-Zentrum-Süd in Hettenshausen-Reisgang befindet sich am Sperlring 4. In Geisenfeld wurde bekanntlich die ehemalige Fieber-Ambulanz in der Königstraße 13 in ein Impf-Zentrum umgebaut und umfunktioniert.

"Die Vorbereitung der Impf-Kampagne war ein logistischer Kraftakt", erklärte die bayerische Gesundheits-Ministerin Melanie Huml. Sie danke den Landkreisen und Städten von Herzen für die effiziente und schnelle Unterstützung. "Nun treten wir in die entscheidende Phase des Impfens ein", so die Ministerin. Auch hier sei klar: "Nur gemeinsam werden wir diesen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie erreichen." Sie versichert: Die Staatsregierung unterstütze die örtlichen Behörden, wo immer es nötig sei.

Zur aktuellen Lage:

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Zum Hintergrund:

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