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Im Kreis Pfaffenhofen brüten die Tiere noch, doch Rücksicht ist geboten: Werden die Störungen zu stark, geben sie ihre Gelege oder Nachkommen auf.

(ty) Der Brachvogel ist in Deutschland vom Aussterben bedroht, auch der Kiebitz ist stark bedroht und wird immer seltener. Darauf weist das Pfaffenhofener Landratsamt heute hin. "In unserem Landkreis gibt es noch Brutvorkommen beider Arten, womit Pfaffenhofen eine Mitverantwortung für deren Erhalt trägt", heißt es weiter. Die Tiere seien sehr scheu und legten ihre Nester am Boden auf Wiesen und Äckern an. Dort brüten sie zwischen März und Mai innerhalb von zirka vier Wochen meist vier Eier aus. "Da sich die Nester am Boden befinden, sind die Tiere starken Störungen und Gefährdungen durch Fressfeinde und die Bewirtschaftung ausgesetzt."

Außerdem können die geschlüpften Jungvögel nach Angaben der Experten ungefähr vier Wochen lang noch nicht fliegen und sind auf die Aufsicht durch die Elterntiere angewiesen. "Bei sehr häufigen Störungen durch den Freizeitbetrieb verbrauchen die erwachsenen Tiere sehr viel Energie, da sie jedes Mal auffliegen müssen, um ihre Nester und Jungen zu verteidigen", erklärt das Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung. Das Problem: "Werden die Störungen zu stark, geben die Tiere ihre Gelege oder Nachkommen sogar ganz auf."

 

Deswegen arbeiten die zuständige Gebiets-Betreuerin Jana Jokisch und ihr Wiesenbrüter-Team jede Brutsaison daran, diese Störungen zu minimieren und die seltenen Vögel zu schützen. In diesem Zusammenhang werden zu Beginn der Brutsaison in den wichtigen Gebieten entsprechende Schilder aufgestellt, die Hundebesitzer und Erholungs-Suchende an die sensiblen Tiere erinnern. In den beschilderten Wiesenbrüter-Gebieten werde darum gebeten, die Wege nicht zu verlassen, auf keinen Fall Wiesen oder Äcker zu betreten oder zu befahren sowie unbedingt die Hunde an einer kurzen Leine – ein bis zwei Meter – zu führen.

"Denn Wiesenbrüter nehmen Hunde als Fressfeind wahr und fühlen sich schon bei einer Annäherung auf 200 bis 300 Meter stark gestört", erklären Jokisch & Co. – "gerade die Jungtiere können am Anfang noch nicht schnell laufen oder fliehen". Alle Anwohner und Spaziergänger im Landkreis Pfaffenhofen werden ausdrücklich darum gebeten, sich an die Regelungen zu halten, "um so unsere Wiesenbrüter wie Brachvogel und Kiebitz zu unterstützen". Bei Fragen zu diesem Themenfeld ist Jana Jokisch per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen.

Eines der Hinweis-Schilder, die zu Beginn der Brutsaison in den wichtigen Gebieten aufgestellt werden. (Quelle: Landratsamt)


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