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Der 29-Jährige hatte sich zunächst Bedenkzeit erbeten, außerdem musste sich der Ortsverband erst neu sortieren.

(ty) Wenn es nach dem Vorstand des CSU-Ortsverbands geht, dann soll Christian Moser für die Christsozialen ins Rennen um den Bürgermeister-Posten von Pfaffenhofen gehen. Wie heute offiziell mitgeteilt wurde, hat das Gremium am gestrigen Abend bei einer Sitzung diesbezüglich einen einstimmigen Empfehlungs-Beschluss gefasst. Offiziell nominiert werden soll der 29-jährige Jurist, der auch Vorsitzender der örtlichen CSU ist, nach eigenen Angaben bei einer Versammlung am 7. November. Am 23. November soll dann die Stadtrats-Liste beschlossen werden.

Moser hatte sich nach eigenem Bekunden wegen der Ende November für ihn anstehenden schriftlichen Staatsexamen-Prüfungen zunächst Bedenkzeit erbeten. "Eine Kandidatur kam ursprünglich für mich wegen meines Examens nicht in Frage, auch wenn ich in den letzten Jahren als Ortsvorsitzender sehr viel Spaß daran hatte, Dinge für die Stadt Pfaffenhofen voranzubringen", erklärt er.

Die CSU habe sich bei der Frage nach dem Bürgermeister-Kandidaten zunächst auf den Fraktionschef im hiesigen Stadtrat, Martin Rohrmann, konzentriert. Der soll aber bekanntlich nun für die Christsozialen als Landrats-Kandidat antreten. Deshalb habe man sich im Pfaffenhofener CSU-Ortsverband, "neu sortieren müssen", räumt Moser ein.

"Als Ortsvorsitzender bin ich der natürliche Bürgermeister-Kandidat, mir macht Politik Spaß und wir haben die CSU in den vergangen Jahren neu aufgestellt", sagt Moser. "Deshalb steige ich in den Ring, auch wenn es zeitlich für mich ungelegen kommt."

Er wisse, dass es schwierig sei, einen amtierenden Bürgermeister – im konkreten Fall: Thomas Herker (SPD) – vom Stuhl zu hieven. "Ich möchte den Menschen in Pfaffenhofen eine Alternative bieten, ohne die guten Entwicklungen der letzten Jahre zurückzutreten", sagt der designierte Herausforderer und stellt klar: Er trete an, um zu gewinnen.

"Ich möchte vor allem einen neuen Stil im Rathaus", so der 29-jährige Moser. Herker, seit 2008 auf dem Chefsessel im Rathaus, habe in den vergangenen Jahren "einen gegenüber den Bürgern einen herablassenden Stil" geprägt, kritisiert er. "Ich möchte dagegen ein Bürgermeister sein, zu dem jeder Bürger kommen kann, egal welches Problem er hat. Die Politik muss den Bürgern auf Augenhöhe begegnen, sonst geht Vertrauen verloren." Er wolle, so Moser weiter, "dass sich jeder Pfaffenhofener wohl und mitgenommen fühlt in dieser Stadt, egal ob er gerne Rad fährt oder auf das Auto angewiesen ist".

Hat sich von einer möglichen Kandidatur für das Bürgermeister-Amt in Pfaffenhofen verabschiedet: Martin Rohrmann soll bekanntlich für die CSU als Landrats-Bewerber in den Wahlkampf ziehen. Unser Bild zeigt ihn beim diesjährigen Volksfest-Auftakt in der Kreisstadt (Foto: Zell) 

Mit welchen Themen Christian Moser für die CSU im anstehenden Wahlkampf punkten möchte, dazu lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht: Mit diesen Themen will Moser den Pfaffenhofener Bürgermeister-Posten erobern


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