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Der Bau für das zukünftige Museum für Konkrete Kunst und Design in der Ingolstädter Gießereihalle beginnt

(ty) Am kommenden Dienstag ist es soweit. Die ehemalige Gießereihalle wird um zukünftigen Museums für Konkrete Kunst und Design (MKKD) umgebaut. Damit bekommt nicht nur das Kunst- und Designmuseum eine neue Heimat. Mit der Sanierung der ehemaligen Gießereihalle wird eines der wichtigsten Zeugnisse der Ingolstädter Industriegeschichte bewahrt. Das neue Kunstmuseum soll 2019 fertig gestellt werden.

„Der Umbau der ehemaligen Königlich Bayerischen Geschützgießerei bedeutet damit gleichzeitig eine bewusste Entscheidung der Stadt für ihre Historie“, so die Stadt, „das Museum an diesem Standort heißt auch, dass eines der letzten Bauwerke der frühen Industrialisierung Ingolstadts bestehen bleibt.“

Die Ausführungsplanung sei mittlerweile abgeschlossen. Den sensiblen Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes verantwortet seit 2013 das Wiener Büro querkraft. Der Stadtrat hart das Büro nach einem internationalen Architekturwettbewerb beauftragt. In die kulturelle Umnutzung des denkmalgeschützten Baus investiert die Stadt Ingolstadt 25,3  Millionen Euro.

Der Entwurf sieht vor, dass die 2000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche samt den notwendigen Technikräumen unterhalb der Halle entsteht. Dadurch gewinnt das Museum eine doppelt so große Präsentationsfläche wie am bisherigen Standort in der Tränktorstraße und erhält vor allem erstmals Räumlichkeiten, die den musealen Standards entsprechen. Ebenerdig entsteht eine öffentlich zugängliche Halle, die neben Kasse und Shop eine weitere Ausstellungsfläche im Nordflügel bereithält. Im Westen wird ein großer Gastronomiebereich mit Bar, Lounge und Außenterrasse auch nach den Museumsschließzeiten zugänglich sein.

„Das sogenannte Forum, das für das Erdgeschoss geplant wird, steht in unmittelbarer Wechselwirkung zur Umgebung des neu entstandenen Stadtviertels am Eingang zur Altstadt. Das MKKD wird zukünftig das städtische und öffentliche Herzstück zwischen Technischer Hochschule, Audi Akademie und Kongresszentrum bilden. Zusammen mit dem Armee- und dem Lechner-Museum eröffnet sich ein kultureller und damit auch touristischer Anziehungspunkt“, heißt es von Seiten der Stadtplanung.

Das Museum für Konkrete Kunst ist ein städtisches Museum, das 1992 in der ehemaligen Donaukaserne in der Tränktorstraße eröffnet wurde. Bereits kurze Zeit danach zeigte sich, dass das Museum für die stetig wachsende Sammlung und vor allem auch für die zahlreichen Wechselausstellungen zu klein ist und nicht mehr den Anforderungen des nationalen Ausstellungsbetriebs entspricht. Hinzu kam die inhaltliche Ausweitung des Museums auf das Sammlungsgebiet Design und seit 2007 die Stiftung für Konkrete Kunst und Design, die dem Museum angegliedert ist.

Das MKKD ist das einzige deutsche Museum für konkret-konstruktive Kunst, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand und bis heute eine große Tendenz der Gegenwartskunst darstellt. Kinetische Kunst, Op Art, Computerkunst ebenso wie Lichtkunst und Konzeptkunst entwickelten sich aus dieser Kunstrichtung.

Um den Umbau zu begleiten und zu dokumentieren, fotografiert die Münchner Künstlerin Katharina Gaenssler regelmäßig seit Herbst 2014 die Baustelle immer von einem festen Standpunkt im Innenraum aus. Mehrere tausende Bilder entstehen dabei. Am Computer montiert sie die Fotos zu einer neuen Gesamtaufnahme. Zur Museumseröffnung wird sich daraus eine große Wandarbeit ergeben. Zum Baubeginn hat sie sich eine fotografische Präsentation für den Bauzaun überlegt. Der Passant bekommt den Blick aus der Nordhalle nach draußen vorgeführt. Dieses temporäre Kunstwerk ist dank der Unterstützung der Freunde des Museums für Konkrete Kunst und Design möglich. 


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