Das teilt der Geisenfelder Rathaus-Chef Paul Weber als Sprecher der Bürgermeister im Kreis Pfaffenhofen nach einer Klausur-Tagung der Gemeinde-Oberhäupter mit.
(ty) Im Rahmen einer mehrtägigen Klausur-Tagung haben sich die Bürgermeister der Gemeinden im Kreis Pfaffenhofen kürzlich intensiv mit aktuellen kommunalpolitischen Herausforderungen sowie Möglichkeiten einer verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit beschäftigt. "Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage des Finanz-Bedarfs des Landkreises vor dem Hintergrund des Kreis-Haushalts 2027 sowie den Fragen eines möglichen gemeinsamen Gewerbeflächen-Managements", heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus von Geisenfeld. Paul Weber, der Rathaus-Chef von Geisenfeld, ist Sprecher der Bürgermeister im Landkreis.
Als Vorsitzender des hiesigen Kreisverbands des bayerischen Gemeindetags freute sich Weber nach eigenem Bekunden darüber, dass neben den Gemeinde-Oberhäuptern auch Landrat Albert Gürtner und Regional-Manager Maximilian Vogl sowie Johannes Hofner, der Vorsitzende des Kommunal-Unternehmens für Struktur-Entwicklung im Landkreis Pfaffenhofen (KUS), an der Klausur teilnahmen. Gemeinsam seien Möglichkeiten erörtert worden, wie Kommunen bei der Entwicklung und Vermarktung von Gewerbeflächen enger zusammenarbeiten und dabei wirtschaftliche Interessen mit einer nachhaltigen Flächennutzung verbinden könnten.

Einen Schwerpunkt der Klausur-Tagung habe der Austausch mit Landrat Gürtner über aktuelle Entwicklungen im Kreis Pfaffenhofen gebildet. Diskutiert worden seien insbesondere die Zukunft der Ilmtalklinik-GmbH – unter deren Dach die Krankenhäuser in Pfaffenhofen und Mainburg firmieren – mit ihren medizinischen, wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen. Mit Spannung warte man auf das neue Klinik-Gutachten, von dem man sich Erkenntnisse für die künftige Struktur des Gesundheitswesen in der Region erhoffte. Breiten Raum habe außerdem die finanzielle Entwicklung des Kreises Pfaffenhofen mit Blick auf den Landkreis-Haushalt fürs nächste Jahr eingenommen.
Angesichts zum Teil erheblich gestiegener Ausgaben sei die vom Landrat vorgebrachte Notwendigkeit einer Erhöhung der Kreis-Umlage intensiv erörtert worden. Dabei sei es auch um die Auswirkungen auf die Etats der 19 Kommunen gegangen, die teilweise selbst vor sehr großen finanziellen Belastungen stünden und defizitäre Kommunal-Haushalte hätten. "Großes Verständnis und Solidarität zeigten die Bürgermeister für die Bürgermeister-Kollegen, die ihren Gemeinde-Haushalt nicht mehr ausgleichen können", so Weber. Gleichzeitig habe auch der Landkreis einen erhöhten Finanz-Bedarf fürs nächste Jahr angemeldet, "was die Lage für einzelnen Gemeinde durchaus brisant macht". Ziel müsse sein, eine fairen Ausgleich zwischen dem Bedarf des Landkreises und den engen finanziellen Spielräumen einiger Gemeinden zu finden.
Die Klausur-Tagung verdeutlichte laut Weber, dass die Kommunen bei wichtigen Zukunfts-Fragen zunehmend auf gemeinsame Lösungen angewiesen sind. Dies gelte sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung und die Bereitstellung attraktiver Gewerbeflächen als auch für die Bewältigung der wachsenden finanziellen Belastungen. "Die Herausforderungen für unsere Städte, Märkte und Gemeinden werden nicht kleiner. Umso wichtiger ist es, dass wir enger zusammenarbeiten, Erfahrungen austauschen und gemeinsame Lösungen entwickeln", betont Weber. "Gerade angesichts der angespannten Finanzlage ist es unabdingbar, dass die kommunale Handlungsfähigkeit erhalten bleibt."
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