Bürgermeister Neumayr, MdB Moser und MdL Straub fordern unter anderem erneute Prüfung der Sicherungs-Technik und Installation einer Schranken-Anlage.
(ty) "Die Verbindungsstraße zwischen Lindach und der Staatsstraße 2335 in Richtung Großmehring sowie der Straße nach Westenhausen bleibt bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt." Das wurde aus dem Rathaus von Manching bekannt gegeben. Diese Entscheidung habe die Gemeinde-Verwaltung getroffen, "obwohl die Deutsche Bahn ihre Untersuchungen am Bahn-Übergang inzwischen abgeschlossen hat und nach eigenen Angaben keinen Anlass für kurzfristige Änderungen an der bestehenden Sicherungs-Technik sieht". Wie berichtet, war es hier kürzlich zu einem tödlichen Unfall gekommen: Das Auto eines 33-Jährigen wurde von einer Güterlok erfasst und mehrere hundert Meter mitgeschleift; der Pkw-Fahrer starb noch an der Unglücksstelle. Im August vergangenen Jahres war an diesem unbeschrankten Bahn-Übergang ein Auto von einem Regionalzug erfasst worden; dabei kamen der Pkw-Lenker (23) und dessen Beifahrer (22) ums Leben.
Wie berichtet, hatte die Gemeinde-Verwaltung am 10. Juni erklärt, dass die Verbindungsstraße im genannten Abschnitt vorerst für den gesamten Verkehr gesperrt wird. Nun wurde erklärt, dass diese Maßnahme auch weiterhin gilt. "Ausschlaggebend für die Entscheidung sind die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung, wonach die Lichtzeichen-Anlage am unbeschrankten Bahnübergang in einzelnen Fällen erst bei der Querung des Bahn-Übergangs durch einen Zug oder unmittelbar zuvor aktiviert worden sein soll", heißt es in einer Presse-Mitteilung aus dem Rathaus. "Auch wenn die Deutsche Bahn erklärt, dass die Anlage ordnungsgemäß funktioniere, nehmen die Marktgemeinde und der Bürgermeister Klaus Neumayr die geäußerten Bedenken sowie die Ereignisse der vergangenen Monate sehr ernst."
Für Gemeinde-Oberhaupt Neumayr (CSU) stehe fest: Nach zwei tragischen Unglücken innerhalb nur eines Jahres dürfe es kein einfaches "Weiter so" geben. "Drei Menschen haben an diesem Bahn-Übergang ihr Leben verloren. Hinter jedem dieser Schicksale stehen Familien, Freunde und Angehörige, deren Leben sich von einem Moment auf den anderen für immer verändert hat", so der Bürgermeister. "Unabhängig von den Ergebnissen der bisherigen Untersuchungen steht für den Markt Manching der Schutz der Verkehrsteilnehmer an erster Stelle."
Unterstützung erhält der Rathaus-Chef laut aktueller Mitteilung der Gemeinde Manching vom hiesigen Landtags-Abgeordneten Karl Straub (CSU) sowie vom hiesigen Bundestags-Abgeordneten Christian Moser (CSU). Für beide sei klar, dass sich die Situation grundlegend ändern müssen. "Sie wenden sich deshalb an den Konzern-Bevollmächtigten der Deutschen Bahn für Bayern und fordern dringend eine erneute Überprüfung der Sicherheit am Bahn-Übergang", kündigt die Gemeinde-Verwaltung an. Moser werde zusätzlich das Bundesverkehrsministerium in dieser Sache einschalten, um den Druck in der Sache zu erhöhen.
"Wenn sich innerhalb kurzer Zeit zwei tödliche Unfälle an derselben Stelle ereignen, darf man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", erklärt Moser. "Die Menschen in unserer Region müssen darauf vertrauen können, dass bekannte Gefahrenstellen konsequent überprüft und beseitigt werden." Er fordert: "Deshalb braucht es jetzt eine umfassende Neubewertung der Situation und am Ende eine Schranken-Lösung für diesen Bahn-Übergang."
Auch Straub unterstütze dieses Anliegen ausdrücklich: "Es muss alles daran gesetzt werden, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern und verlorenes Vertrauen wieder herzustellen", so der Landtags-Abgeordnete, der auch Integrations-Beauftragter der bayerischen Staatsregierung ist. "Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, dass die Menschen den Bahn-Übergang künftig wieder mit dem guten Gefühl passieren können, dass alles Menschenmögliche für ihre Sicherheit getan wurde."
Die Verantwortlichen fordern deshalb laut Gemeinde-Verwaltung neben einer erneuten, unabhängigen Überprüfung der Sicherungs-Technik "insbesondere eine umfassende Neubewertung der Verkehrs-Sicherheit am Bahn-Übergang, die zügige Prüfung und Umsetzung einer Schranken-Anlage, größtmögliche Transparenz bei den Untersuchungs-Ergebnissen sowie eine enge Abstimmung zwischen Deutscher Bahn, den zuständigen Behörden und der Marktgemeinde Manching".
Für Bürgermeister Klaus Neumayr, den Landtags-Abgeordneten Karl Straub und den Bundestags-Abgeordneten Christian Moser steht laut Presse-Mitteilung aus dem Rathaus von Manching fest: "Sicherheit muss Vorrang vor allen anderen Erwägungen haben. Solange berechtigte Zweifel bestehen und keine dauerhaft tragfähige Lösung geschaffen wurde, ist die Sperrung der Verbindungsstraße eine notwendige Vorsichts-Maßnahme." Die Gemeinde-Verwaltung bitte alle Verkehrsteilnehmer weiterhin um Verständnis für diese Maßnahme, "da die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger oberste Priorität hat".
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