Gegen ihn – selbst einer der vier Verletzten – wird nun strafrechtlich wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittel-Gesetz ermittelt.
(ty) Ein 23-Jähriger, der im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm wohnt, ist am Dienstagabend in der bayerischen Landeshauptstadt in eine Auseinandersetzung verwickelt gewesen, die mehrere Verletzte gefordert hat. Wie aus einer Mitteilung des Polizeipräsidiums von München hervorgeht, wird gegen den jungen Mann, der türkischer Staatsbürger ist, nun strafrechtlich wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittel-Gesetz ermittelt. Auch er selbst hatte Verletzungen davongetragen. Gegen weitere Beteiligte wird ebenfalls von der Kripo ermittelt.
Laut Polizei hatten gegen 21.35 Uhr Passanten einen Notruf abgesetzt und gemeldet, dass es im Bereich des U-Bahnhofs Messestadt-Ost zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Leuten gekommen sei, bei der ein Messer eingesetzt worden sei. Sofort seien zahlreiche Streifenwagen dorthin beordert worden. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sei es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen zwischen einem 19-jährigen Afghanen mit Wohnsitz in München, einem 33-jährigen Türken mit Wohnsitz im Kreis München, dem 23-jährigen Türken mit Wohnsitz im Kreis Pfaffenhofen, einer 16-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München sowie einer 18-Jährigen mit italienischer und türkischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München.
"Im Verlauf dieser Auseinandersetzung soll der 19-Jährige schließlich versucht haben, auf die 16-Jährige und die 18-Jährige mit einem Messer einzuwirken", erklärt das Polizeipräsidium von München. Der 33-Jährige und der 23-Jährige seien daraufhin dazwischengegangen. In der Folge sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den Beteiligten gekommen. Dabei seien der 19-Jährige, der 23-Jährige, der 33-Jährige und die 16-Jährige verletzt worden. "Vor Ort konnten zunächst keine Beteiligten der Auseinandersetzung angetroffen werden", heißt es weiter. Im Zuge einer unmittelbar eingeleiteten Fahndung seien jedoch alle fünf beteiligten Personen im Nahbereich ausfindig gemacht worden.
Der 33-Jährige habe aufgrund seiner erlittenen Verletzungen vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden müssen. Im Rahmen der weiteren polizeilichen Maßnahmen seien Betäubungsmittel bei dem 23-Jährigen aufgefunden worden. "Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse wurden der 19-Jährige, der 23-Jährige und der 33-Jährige jeweils wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt", fassen die Gesetzeshüter zusammen. "Zudem wird gegen den 23-Jährigen wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittel-Gesetz ermittelt." Alle Beteiligten seien nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden.
Die Ermittlungen wurden vom zuständigen Kommissariat der Münchner Kriminalpolizei übernommen. In diesem Zusammenhang gibt es den folgenden Zeugen-Aufruf der Kripo: "Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des U-Bahnhofs Messestadt-Ost (Riem) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?" Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden darum gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, unter der Rufnummer (0 89) 29 10 - 0 in Verbindung zu setzen oder sich bei einer anderen Polizei-Dienststelle zu melden.





