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Die arbeitslose, vorbestrafte Frau hat umfangreiche Ermittlungen ausgelöst, die sogar zur vorläufigen Festnahme eines vermeintlichen Verdächtigen führten – nun sitzt sie selbst in Haft

(ty) Eine 24-Jährige hat ihre Großmutter in Angst und Schrecken versetzt sowie umfangreiche Ermittlungen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München und des in Ingolstadt ansässigen Präsidiums Oberbayern-Nord ausgelöst, indem sie ihre eigene Entführung vorgetäuscht hat. Das Motiv der berufs- und arbeitslosen Frau ist nach Angaben der Polizei noch unklar, die Ermittlungen laufen. Gegen die 24-Jährige wurde Haftbefehl erlassen.

Zugetragen hat sich der Fall bereits am Dienstag, er wurde aber erst heute von der Polizei öffentlich gemacht. Am frühen Morgen des 27. Mai teilte demnach die besorgte Großmutter der 24-Jährigen über den polizeilichen Notruf mit, dass ihre Enkelin scheinbar gefangen gehalten und misshandelt werde. Einer ihrer Bekannten hätte 5000 Euro gefordert.

Aufgrund dieser Mitteilung wurden umfangreiche Ermittlungen getätigt und eine Vielzahl polizeilicher Maßnahmen durchgeführt, „die unter anderem zur vorläufigen Festnahme eines vermeintlichen Tatverdächtigen führten“, wie die Münchner Polizei berichtet. Letztlich stellte sich allerdings heraus, dass die 24-jährige Enkelin ihre Entführung nur vorgetäuscht hatte. 

„Wegen falscher Verdächtigung und mittelbarer Freiheitsberaubung wurde die angeblich Entführte, die einschlägig vorbestraft ist, selbst festgenommen“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums München. Die Staatsanwaltschaft stellte  Antrag auf einen Haftbefehl, der vom Ermittlungsrichter dann auch erlassen wurde.


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