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"Kulturpreis Bayern" für THI-Absolventin Manon Mandel (28). Ihre Master-Arbeit befasst sich mit Digitalisierung in der Pharma-Industrie.

(ty) Für ihre Abschlussarbeit im Master-Studiengang "Marketing, Vertrieb, Medien" hat Manon Mandel (28), Absolventin der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI), am gestrigen Donnerstag den "Kulturpreis Bayern" der Bayernwerk-AG erhalten. Er wird seit über 60 Jahren für kulturelles und wissenschaftliches Engagement verliehen, seit 2005 zusammen mit dem bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Preisverleihung fand in einem Studio in Ismaning statt. THI-Präsident Professor Walter Schober war als Vertreter der Hochschulen zu Gast und stand Pate in der Auszeichnungs-Sparte Wissenschaft. Neben Mandel wurden 32 Absolventinnen und Absolventen bayerischer Hochschulen und Universitäten ausgezeichnet.

Bei der Gesprächsrunde auf die aktuelle Hochschul-Politik angesprochen, erklärte THI-Chef Schober: "Bayern hat den Anspruch, das innovativste Hochschul-Gesetz auf den Weg zu bringen. Dieses Gesetz wird nächstes Jahr verabschiedet werden. Darin spielen Themen wie Transfer und Gründertum eine besondere Rolle." Er sei davon überzeugt, so Schober weiter, "dass wir die Innovationskraft der jungen Leute anspornen müssen, damit sie ihre eigenen Start-Ups gründen". Da habe man hier in Bayern eine breite Aktivität mit den Gründer-Zentren an den Hochschulen. "Wir sind auf einem guten Weg, erfolgreich zu sein. Gibt es denn etwas Schöneres für einen jungen Menschen, als sein eigenes Ding zu machen und damit Erfolg zu haben?"

Erfolg hat auch die preisgekrönte Manon Mandel. In ihrer Masterarbeit mit dem Titel "Vom Produkt-Verkäufer zum digitalen Gesundheits-Dienstleister" ist sie der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Pharma-Industrie ausübt und welche Bedeutung dabei digitalen Service-Angeboten zukommt. Ziel war es, herauszufinden, wie sich Pharma-Unternehmen durch Services wie Apps zu ganzheitlichen digitalen Gesundheits-Dienstleistern entwickeln können und wie sich damit das zukünftige Geschäfts-Modell verändern wird. Dazu führte die 28-Jährige leitfaden-gestützte Interviews mit sieben Experten der deutschen Pharma-Industrie.

Die gebürtige Münchnerin hatte zunächst an der LMU Kommunikations-Wissenschaft, Psychologie und Wirtschafts-Wissenschaften studiert. Dann entschied sich Mandel für den Master-Studiengang "Marketing, Vertrieb, Medien" an der THI, von dem sie in München nur Gutes gehört hatte. Heute fasst sie ihre Erfahrungen in Ingolstadt so zusammen: "Das Studium an der THI ist tatsächlich sehr praxisorientiert. Es herrscht eine kollegiale, ja familiäre Atmosphäre zwischen Professoren und Studenten. Da ist man als Student keine Nummer. Und die Lehrenden geben sich wirklich Mühe, sie machen sich viele Gedanken für mögliche Projekte und Abschluss-Arbeiten."

Nach ihrem Master-Abschluss 2019 hat Mandel in der Pharma-Industrie beruflich Fuß gefasst. Als "Marketing & Sales"-Trainee bei "Bristol-Myers Squibb", einem weltweit tätigen Biopharma-Unternehmen, ist sie im Bereich der Immunonkologie tätig. Das Unternehmen "entwickelt innovative Medikamente, mit deren Wirkstoffen sich Krebs ohne Strahlen- oder Chemotherapie dadurch bekämpfen lässt, dass das körpereigene Immunsystem stimuliert wird und so vielen Patienten erstmals die Chance auf Langzeit-Überleben bei guter Lebensqualität eröffnet wird", erklärt Mandel. "Das empfinde ich als sehr sinnstiftend."


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