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"Die derzeitige Lage ist sicher sehr ernst zu nehmen", heißt es aus der Behörde. Zugleich wird auf Hygiene-Regeln hingewiesen.

(ty) Nachdem sich in Nachbar-Landkreisen bereits Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus bestätigt haben, rät das Pfaffenhofener Gesundheitsamt zum umsichtigen Handeln. "Die derzeitige Lage ist sicher sehr ernst zu nehmen", erklärte heute Martina Kudernatsch, die Leiterin der Behörde. Grund für eine überzogene Panik bestehe für den Normalbürger allerdings nicht, heißt es weiter. Es werde daher grundsätzlich auf die bereits bekannten Hygiene-Regeln hingewiesen.

Das Gesundheitsamt von Pfaffenhofen weist zudem darauf hin, dass das Händewaschen mit Wasser und Seife völlig ausreiche. "Ein Hände-Desinfektionsmittel bringt für Normalpersonen keine Vorteile", erklärt die Behörde. "Zudem gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert."

"In der derzeitigen Situation befinden wir uns noch in der Phase der Eindämmung", teilt das Gesundheitsamt in Sachen Corona-Virus mit. "Dabei wird das Ziel verfolgt, einzelne Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verzögern."

Um dies zu bewältigen, bittet das Gesundheitsamt die Bevölkerung im Landkreis Pfaffenhofen in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung dringend darum, Folgendes zu beachten:

  • "Kinder mit Erkältungs-Symptomen sollen keine Kinderkrippe, Kindergarten oder Schule besuchen, sondern sich zu Hause auskurieren."
  • "Außerdem sollten Personen mit Erkältungs-Symptomen keinesfalls Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser betreten."
  • "Bitte unterlassen Sie derzeit nicht notwendige Besuche im Krankenhaus, um keine Krankheitserreger einzutragen."

Das bayerische Gesundheits-Ministerium hatte die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich bei begründetem Verdacht auf eine Corona-Virus-Infektion zunächst telefonisch an den Hausarzt zu wenden. Keinesfalls solle solch eine Person ohne Vorankündigung den Hausarzt oder die Bereitschafts-Praxis in der Ilmtalklinik aufsuchen.

Zur Entlastung der Praxen können Patienten über die Rufnummer 116117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. Für Bürger mit einschlägigen Symptomen sei die 116 117 rund um die Uhr erreichbar. Bei Notwendigkeit werde ein Arzt den Patienten in seinem häuslichen Umfeld aufsuchen und den entsprechenden Test durchführen.

Patienten können sich – so heißt es weiter – zunächst selbst fragen, ob bei ihnen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus besteht: "Wenn Symptome wie Husten, Schnupfen, Durchfall, Halskratzen und Fieber bestehen und es in den letzten 14 Tagen einen Aufenthalt in einem Risikogebiet gemäß dem Robert-Koch-Institut gab oder es zu einem Kontakt mit einem bestätigten Corona-Erkrankten kam, ist eine genaue ärztliche Abklärung erforderlich." Weiter heißt es: "Personen, die einen wissentlichen Kontakt zu einem Corona-Virus-Erkrankten hatten, sollen sich zudem umgehend an das Gesundheitsamt wenden." Zusätzlich fänden kontinuierlich interdisziplinäre Treffen der notwendigen Akteure auf Landkreis-Ebene statt.

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