Logo
Anzeige
Anzeige

Unglaublicher Fall auf der B13: Die bedrohten Frauen folgen dem Audi, halten dabei Kontakt mit der Polizei. Drei Streifenwagen rücken an. Die Waffe war tatsächlich geladen.

(ty) Ebenso beklemmende wie filmreife Szenen sollen sich gestern Abend auf der B 13 abgespielt haben. Angeblich zielte der Beifahrer eines angehupten Audi mit einer Pistole auf zwei junge Frauen, die in einem Fiat unterwegs waren. Die beiden Bedrohten nahmen daraufhin die Verfolgung des Audi auf, wobei es laut Polizei zu weiteren Straftaten kam, bis schließlich drei Streifenwagen in der Gemeinde Hohenwart den Spuk beendeten. In der sichergestellten Waffe befanden sich sechs Schuss.

Wie die Pfaffenhofener Inspektion mitteilte, war gestern gegen 21 Uhr zunächst eine 22-jährige Pkw-Lenkerin aus Nassenfels gemeinsam mit ihrer 19-jährigen Bekannten aus Eichstätt in einem Fiat auf der B13 im Bereich Ingolstadt in südlicher Richtung unterwegs. Wegen einer Baustelle wollte sie dann im Reißverschluss-Verfahren auf die linke Spur wechseln. Da ein Audi-A6-Fahrer sie angeblich nicht ordnungsgemäß nach links einscheren ließ, hupte die 22-Jährige. Darauf soll der Audi-Beifahrer eine Pistole aus dem Fenster gehalten und damit auf das Auto der jungen Frauen gezielt haben.

Die beiden Fiat-Insassinnen ließen sich allerdings – so heißt es weiter – dadurch aber offenbar nicht allzu sehr einschüchtern, sondern fuhren dem Audi schnurstracks hinterher. „Zeitgleich setzten sie einen Notruf ab und blieben in telefonischem Kontakt mit der Polizei-Einsatzzentrale“, wie im Polizeibericht steht.

Im Zuge der Verfolgung, soll der Audi-Fahrer dann auf der B13 bei Reichertshofen plötzlich eine Vollbremsung hingelegt und damit die Fiat-Lenkerin ebenfalls zum starken Abbremsen genötigt haben. 

„In Freinhausen, einem Ortsteil von Hohenwart, hielten beide Fahrzeuge schließlich an“, berichtet ein Polizei-Sprecher. „In der Folge stiegen drei junge Männer aus dem Audi und stellten sich um das Fahrzeug der beiden Frauen.“ Der Fahrer des Audi – ein 19-Jähriger aus Roding – habe die Frauen verbal bedroht. Wenig später sollte es sozusagen zum Showdown mit der Polizei kommen.

Denn kurz darauf trafen dem Bericht zufolge zwei Streifenwagen der Inspektion Pfaffenhofen sowie ein weiterer von der Inspektion Geisenfeld ein.

Im Rahmen der Durchsuchung des Audi fanden die Gesetzeshüter im Handschuhfach eine Neun-Millimeter-Schreckschusspistole. In deren Magazin befanden sich sechs Schuss. Es habe sich dabei um Pfefferreizgas-Patronen  gehandelt. Waffe und Munition wurden beschlagnahmt.

„Die Waffe gehörte dem Beifahrer, einem 23-jährigen aus Titting, welcher dafür einen so genannten kleinen Waffenschein hatte und die Schreckschusspistole somit führen durfte“, teilte die Pfaffenhofener Polizei heute mit. Dennoch müssen der Audi-Lenker und sein Beifahrer jetzt mit Anzeigen wegen Bedrohung bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt rechnen. Den 19-jährigen Audi-Fahrer erwarte zudem eine Anzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr. 


Anzeige
RSS feed