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Bei der offiziellen Eröffnung der Unterführung an der Kreuzung Ettinger Straße in Ingolstadt wetterte er auf die Schaltzeiten der Ampeln 

(ty) Seit heute 10.45 Uhr ist er offen, der Tunnel der Richard-Wagner-Straße, der die Kreuzung Ettinger Straße spürbar entlasten soll. Bis dahin müssen sich die Autofahrer aber noch ein wenig gedulden. Denn die Kreuzung selbst ist wegen der Anbindung des Tunnels und der Erneuerung der Fahrbahndecke erst einmal bis 18. November gesperrt. Auch der Tunnel muss wegen Restarbeiten noch einmal kurzfristig gesperrt werden. Den  indes hat Oberbürgermeister Christian Lösel heute erst einmal offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Fünf Millionen Euro hat das Bauwerk gekostet, das erste seiner Art in Ingolstadt und somit ein Pilotprojekt für eventuell folgende Untertunnelungen wie beispielsweise an der Münchner Straße. „Ich kenne das Viertel wie kein anderes in Ingolstadt“, meinte der OB. Er habe den Eindruck, dass diese Kreuzung täglich mehr Autos passieren als die zuletzt gezählten 45 000 pro Tag. „Es ist einer der am stärksten befahrenen Kreuzungsbereiche der gesamten Stadt. Um die Leistungsfähigkeit dieses Knotenpunkten zu verbessern, wird der Kreuzungsbereich umgestaltet.“ Und der habe mit den Tiefbaumaßnahmen begonnen, gehe aber noch eine ganze Zeit lang weiter. Der Tunnel entlaste nicht nur die Ost-West-Beziehung, sondern auch die Nord-Süd-Achse. Das soll unter anderem durch andere Ampelschaltzeiten erreich werden.

Und Ampelschaltzeiten war denn auch das Stichwort für Pfarrer Martin Geistbeck , dem Don Camillo von St. Pius. Denn er beließ es mitseiner evangelischen Kollegin nicht bei der Segnung des Tunnels, sondern wettere gerade gegen die Schaltzeiten der Ampeln für Fußgänger und Radfahrer im Piusviertel. Und als Gott nach der Segnung quasi nicht mehr zuhörte, bekannte er, während er genüsslich an seinem Zigarillo nuckelte, dass er auch selbst gerne mal bei Rot über die Fußgängerampel gehe, weil die Schaltzeiten so absurd seien.

Mal sehen, ob das beim OB und den Stadträten auch so angekommen ist. Denn Lösel war doch mehr mit den Vorzügen und den geplanten Verbesserungen des Verkehrs beschäftigt in seiner Rede, von dieser Kreuzung üner die Nordumgehung Gaimersheim bis zum Audi-Bahnhalt. „es ist uns ein großes Anliegen, den Verkehr in Ingolstadt flüssig zu halten und das Straßennetz noch leistungsfähiger zu machen. Die Unterführung hier an der Nordtangente ist nur einer der vielen Bausteine, die wir haben.“

 

 

Die kommenden Wochen werden dann, wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, den Beweis antreten müssen, dass diese fünf Millionen Euro wirklich gut angelegt sind und die staugeplagte Kreuzung in der Tat wie erhofft entlasten.

 


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