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Daten vom Deutschen Wetterdienst und Foto-Impressionen aus der Region von Ludwig Schrätzenstaller.

(ty) Die Protagonisten Iackl, Jannis, Konrad, Max und Norbert haben das Wetter-Geschehen in Deutschland im soeben zu Ende gegangenen Monat maßgeblich geprägt: Die Hochdruck-Gebiete sorgten flächendeckend für einen sonnenscheinreichen, niederschlagsarmen und sehr milden März. Das Monats-Ende hingegen fiel spätwinterlich aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Mess-Stationen. Nachfolgend die Details sowie die Zahlen für Bayern.

Der diesjährige März verzeichnete deutschlandweit ein Temperatur-Mittel von 6,3 Grad Celsius. Damit lag der Wert um 2,8 Grad über dem Wert der international gültigen Referenz-Periode von 1961 bis 1990, für die 3,5 Grad zu Buche stehen. Gegenüber der Vergleichs-Periode von 1991 bis 2020 mit immerhin 4,6 Grad betrug die Abweichung nach DWD-Angaben immer noch 1,7 Grad. "Insbesondere in der ersten Monats-Hälfte war es so mild wie typischerweise Mitte April", verdeutlichen die Fachleute.

Der Monats-Höchstwert von 19,9 Grad wurde laut DWD bereits am 7. März im südhessischen Michelstadt im Odenwald gemessen. In der ersten Dekade purzelten in Bezug auf die Höchst-Temperatur an den Wetter-Stationen reihenweise die Tagesrekorde. Zum Monats-Ende sorgten Winde aus nordwestlicher Richtung für spätwinterliche Verhältnisse. Besonders kalt war es am 28. März in Oberstdorf (Bayern) mit minus 15,5 Grad über frisch gefallenem Schnee.

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Aufgrund der ausgeprägten und länger andauernden Hochdruck-Lagen waren Niederschläge im März rar und konzentrierten sich auf den Beginn der zweiten Dekade und auf das Monats-Ende. Insgesamt landeten laut Deutschem Wetterdienst 37 Liter pro Quadratmeter in den Messbechern. Das entspricht einem Minus von gut 35 Prozent gegenüber den Referenz-Perioden von 1961 bis 1990 sowie von 1991 bis 2020 mit jeweils 57 Litern pro Quadratmeter.

Besonders trocken fiel der Monat im Osten des Landes aus, wo gebietsweise lediglich um zehn Liter pro Quadratmeter fielen. Infolgedessen erreichte die Waldbrand-Gefahr bereits früh im Jahr die Stufe vier von fünf. Nasser präsentierten sich mit 80 bis 120 Litern pro Quadratmeter der Schwarzwald und der Alpenrand, aber auch dort blieben die Werte unterhalb jener des langfristigen Mittels. Die höchste Tages-Niederschlags-Summe datiert vom 25. März mit 35,2 Litern pro Quadratmeter in Utzenfeld (Baden-Württemberg) im Südschwarzwald. Eine Kaltfront sorgte dort für kräftige Niederschläge.

Der erste meteorologische Frühlings-Monat wartete nach Erkenntnissen des Deutschen Wetterdienstes mit besonders viel Sonnenschein auf: "Rund 195 Stunden wurden registriert", melden die Fachleute und verdeutlichen: Nur im März des Jahres 2022 und im März vergangenen Jahres habe die Sonne noch länger geschienen. Das langjährige Mittel von 111 Stunden aus der Referenz-Periode von 1961 bis 1990 wurde nach DWD-Angaben um satte 75 Prozent überboten.

Und auch im Vergleich mit der jüngeren Vergleichs-Periode von 1991 bis 2020, für die 127 Stunden in den Büchern stehen, ergab sich ein sattes Plus von über 50 Prozent. "Größere regionale Unterschiede kristallisierten sich nicht heraus", fasst der DWD diesbezüglich zusammen. "Lediglich ganz im Norden und im äußersten Süden lag die Monats-Summe gebietsweise unter 150 Stunden."

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Die Durchschnitts-Temperatur lag in Bayern im März bei 5,3 Grad (Referenz-Periode 1961 bis 1990: 2,9 Grad). Damit war der Freistaat das kälteste aller Bundesländer. Besonders kalt fiel die Nacht auf den 28. März aus, als es am Alpenrand über frisch gefallenem Schnee örtlich strengen, vereinzelt sehr strengen Frost gab. In Oberstdorf wurde an diesem Tag – wie bereits erwähnt – mit minus 15,5 Grad der deutschlandweite Tiefstwert im März registriert.  Der Niederschlag belief sich auf 35 Liter pro Quadratmeter, womit nur etwas mehr als die Hälfte des langjährigen Mittels (Referenz-Periode 1961 bis 1990: 62 Liter pro Quadratmeter) gemessen wurde.

Dabei waren die Niederschläge laut DWD-Mitteilung im Freistaat sehr inhomogen verteilt. Während es am Alpenrand für 80 bis 120 Liter pro Quadratmeter reichte, fielen in Ostbayern und in Bayerisch-Schwaben teilweise nur zehn bis 20 Liter pro Quadratmeter. Die Sonne ließ sich auch im Südosten ausgiebig blicken und schien mit 190 Stunden (Referenz-Periode 1961 bis 1990: 119 Stunden) außergewöhnlich lange. Die erste Dekade und der Beginn der zweiten Monats-Hälfte trugen maßgeblich zu diesem Überschuss bei. 


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