"Nächste Phase zur Konkretisierung einer gemeinsamen Medizin-Strategie eingeleitet". Beratungs-Unternehmen begleitet bei Erstellung eines Struktur-Gutachtens und bei weiterer Ausgestaltung der Verbund-Strategie.
(ty) Kliniken in der Region 10 – also in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie in Ingolstadt – "treiben die standortübergreifende Zusammenarbeit weiter voran". Das wurde am heutigen Mittwoch per Presse-Mitteilung aus dem Klinikum von Ingolstadt bekannt gegeben. Unter dem Projekt-Titel "Ausgestaltung Medizin-Verbund Region 10" sei nun "die nächste Phase zur Konkretisierung einer gemeinsamen Medizin-Strategie eingeleitet" worden. Zur Umsetzung sei ein Beratungs-Unternehmen hinzugezogen worden. Der Verbund profitiere dabei auch von einer staatlichen Förderung. Ziel sei es, "zukunftsfähige Strukturen zu entwickeln und die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern". Betroffen ist auch das Krankenhaus in Mainburg, das wie das Krankenhaus in Pfaffenhofen zur Ilmtalklinik-GmbH gehört.
Im Rahmen eines Vergabe-Verfahrens zur Unterstützung bei der Konkretisierung und Umsetzung einer Standort übergreifenden Medizin-Strategie habe das Beratungs-Unternehmen "WMC Healthcare" den Zuschlag erhalten. Dieses begleitet den Angaben zufolge die beteiligten Krankenhäuser bei der Erstellung eines Struktur-Gutachtens sowie bei der weiteren Ausgestaltung der Verbund-Strategie. Ein Kick-off-Termin mit den beteiligten Kliniken, den jeweiligen Beteiligungs-Managements, den Projekt-Beauftragten sowie "WMC Healthcare" habe bereits stattgefunden.
"Aktuell befindet sich das Unternehmen in der Analyse-Phase und erhebt standortspezifische Daten, um bestehende Gutachten-Varianten in einem ersten Schritt zu überprüfen und zu verifizieren", wurde heute weiter erklärt. Das Struktur-Gutachten werde anteilig durch das bayerische Landesamt für Pflege im Rahmen der Förder-Richtlinie zur Unterstützung kleinerer Krankenhäuser und zum Erhalt von Gesundheits-Versorgungs-Strukturen im ländlichen Raum gefördert. Der entsprechende Förder-Antrag sei stellvertretend für alle Kliniken von der Ilmtalklinik-GmbH für die Region 10 gestellt und bewilligt worden. Die Ilmtalklinik-Gesellschaft betreibt die Krankenhäuser in Pfaffenhofen und Mainburg.
"An der Verbund-Bildung Region 10 sind das Klinikum Ingolstadt, die Kliniken im Naturpark Altmühltal mit den Standorten Eichstätt und Kösching, das Krankenhaus Schrobenhausen sowie die Ilmtalklinik-GmbH mit den Standorten in Pfaffenhofen und Mainburg beteiligt", erklärt das Klinikum von Ingolstadt in der aktuellen Presse-Information. "Die Häuser verfolgen gemeinsam das Ziel, medizinische Leistungen künftig stärker zu koordinieren, Doppel-Strukturen zu vermeiden und vorhandene Kompetenzen gezielt zu bündeln." Zum Leiter des Krankenhaus-Standort übergreifenden Projekt-Managements sei Andreas Tiete von den Geschäftsführungen und Vorständen der beteiligten Häuser – mit Zustimmung der jeweiligen Träger – bestimmt worden.
Tiete ist Geschäftsführer sowie ärztlicher Direktor des Klinikums von Ingolstadt. "Die enge Zusammenarbeit der Kliniken in der Region 10 bietet die große Chance, unsere medizinischen Angebote aufeinander abzustimmen und jeden Standort mit einem klaren Profil weiterzuentwickeln", erklärt er und führt weiter aus: "Ein gemeinsamer Verbund schafft eine Win-win-Situation – für die beteiligten Häuser, vor allem aber für die Bürgerinnen und Bürger, die auch künftig von einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen Versorgung profitieren."
"Die medizinische Versorgung in der Region 10 ist bereits heute auf einem hohen Niveau", heißt es aus dem Klinikum von Ingolstadt. "Um diese Qualität auch langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln, wollen die beteiligten Kliniken ihre Zusammenarbeit künftig noch enger abstimmen und ihre Leistungs-Angebote strukturiert aufeinander ausrichten." Die Ergebnisse des laufenden Struktur-Gutachtens werden den Angaben zufolge "die Grundlage für die weiteren Entscheidungen zur konkreten Ausgestaltung des Medizin-Verbunds Region 10 bilden".





