Experten berichten am 25. Februar im Kelten-Römer-Museum über Befunde an der B16: Intensive Siedlungs-Aktivität und Eisen-Verarbeitung.
(ty) Für Mittwoch, 25. Februar, laden das Kelten-Römer-Museum von Manching und der hiesige keltisch-römische Freundeskreis zur nächsten kostenlosen Veranstaltung aus der beliebten Reihe "Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte" ein. Zu Gast sind der Ankündigung zufolge diesmal Marina Lindemeier und Sebastian Hornung von der "Pro Arch Prospektion und Archäologie GmbH" aus Ingolstadt. Sie referieren ab 18 Uhr im Museum zum Thema "Leben und Arbeiten im Oppidum von Manching – Erste Ergebnisse der Grabung an der B16".
Zum Hintergrund heißt es aus dem Museum: Im Dezember 2024 hatten die Grabungs-Arbeiten an der Bundesstraße B16 in der Kelten-Siedlung von Manching nach rund drei Jahren ihren Abschluss gefunden. Zur Verbesserung der Verkehrs-Sicherheit und zum Schutz der Anwohner waren die Verkehrsführung am westlichen Ortsausgang umstrukturiert sowie zwei Brücken und ein Lärmschutzwall errichtet worden. Diese Arbeiten hatten umfassende archäologische Untersuchungen im Vorfeld des Baus erforderlich gemacht.
"Die insgesamt knapp 7000 Quadratmeter umfassenden Ausgrabungs-Flächen lagen nahe des Zentrums der latènezeitlichen Großsiedlung und schließen eine Lücke zwischen drei Altgrabungen der Römisch-Germanischen-Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts", erklärt Museums-Leiter Tobias Esch. Im Rahmen einer vorläufigen Auswertung der Grabungs-Ergebnisse ergab sich seinen Worten zufolge innerhalb der beiden größten, räumlich voneinander getrennten Flächen ein merklicher Unterschied in der prähistorischen Nutzung der Areale.
Im südlichen Teil lässt sich nach den Worten von Esch eine intensive Siedlungs-Aktivität mit Haus-Grundrissen und einem Kultur-Horizont nachweisen, wohingegen im Norden handwerkliche Tätigkeiten wie beispielsweise Eisen-Verarbeitung dominieren. "Hier fanden sich Werkzeuge, zahlreiche Abfall-Gruben, mehrere Brunnen zur Wasser-Versorgung und große Mengen von Schlacken", erklärt der Museums-Chef. "In ihrem spannenden Vortrag stellen Marina Lindemeier und Sebastian Hornung die Grabungs-Arbeiten sowie ausgewählte Fundstücke, Befunde und erste Ergebnisse der Auswertung vor", heißt es in einer Presse-Information.
Dank einer engen Zusammenarbeit zwischen Grabungs-Firma, Restaurierung, Anthropologie, Archäobotanik und Archäozoologie könne ein differenziertes Bild vom Leben und Arbeiten in diesem Bereich des Oppidums von Manching vor rund 2000 Jahren skizziert werden. Eine Anmeldung zu dem kostenlosen Vortrag ist ausdrücklich nicht erforderlich, erklärt das Kelten-Römer-Museum. Die Dauer-Ausstellung des Hauses sei an diesem Tag bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet. Weitere Infos zu diesem Museum gibt es auf www.museum-manching.de.





