40-Jähriger soll sich gestern in einer "psychischen Ausnahme-Situation" befunden und im eskalierten Streit zwei Frauen (32 und 33) attackiert haben.
(ty) Eine eskalierte Auseinandersetzung hat am gestrigen Abend in Ingolstadt nicht nur drei Verletzte gefordert, sondern für einen größeren Polizei-Einsatz gesorgt und das SEK auf den Plan gerufen. Einem 40-Jährigen wird vorgeworfen, zwei Frauen im Alter von 32 und 33 Jahren körperlich angegangen zu sein und verletzt zu haben. Auch der Mann selbst, gegen den nun strafrechtlich ermittelt wird, trug Verletzungen davon. Angeblich standen alle drei Personen unter Drogen-Einfluss.
Wie die örtliche Polizeiinspektion berichtet, waren in einer Wohnung im Norden von Ingolstadt gegen 22.15 Uhr der Mann sowie die beiden Frauen in einen Streit geraten. "Der Grund der Auseinandersetzung ist bislang nicht bekannt", wurde am heutigen Nachmittag erklärt. Den Erkenntnissen zufolge kam es im Verlaufe des Zoffs zu körperlichen Übergriffen seitens des 40 Jahre alten Mannes auf die 32-Jährige und auf die 33-Jährige. Von einem hinzugekommenen Bekannten und von einem unabhängigen Zeugen sei schließlich die Polizei verständigt worden.
Als die ersten Streifenbeamten vor Ort eingetroffen seien, habe sich der 40-Jährige an einem beschädigten Fenster des Mehrfamilienhauses befunden. Der Mann sei blutüberströmt gewesen und habe sich verbal ausfällig gezeigt. Im Treppenhaus seien die zwei Frauen angetroffen worden. Die beiden waren nach Angaben der Polizei jeweils leicht verletzt. Da nicht auszuschließen gewesen sei, dass der 40-Jährige gefährliche Gegenstände bei sich habe, sowie wegen seiner "psychischen Ausnahme-Situation" sei ein Spezial-Einsatz-Kommando verständigt worden.
Noch vor einem Eingreifen der angerückten SEK-Beamten sei der 40-Jährige schließlich aus der Wohnung gekommen. Er habe daraufhin widerstandslos festgenommen werden können. Zur Versorgung seiner Verletzungen sei er ins örtliche Klinikum gebracht worden. "Da alle Beteiligten den Konsum von Rauschmitteln einräumten, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft bei allen Beteiligten eine Blutentnahme durchgeführt", erklärt die Polizei. Weder der Mann noch die beiden Frauen seien schwerer verletzt gewesen. Die Ermittlungen laufen.