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Arbeitslosen-Quote bei 2,7 Prozent; vor einem Jahr waren es 2,5 Prozent. Für Ingolstadt werden 4,8 Prozent gemeldet, für die gesamte Region 3,4 Prozent.

(ty) "Die Zahl der in unserer Region von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen ist auch im zu Ende gehenden Monat deutlich angestiegen und hat leider die 10 000er-Grenze überschritten. In keinem August seit 2006 war dies der Fall", erklärt heute Johannes Kolb, der Leiter der Agentur für Arbeit in Ingolstadt zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Region 10 – also in den Landkreisen Pfafffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie in der Stadt Ingolstadt. "Neben der anhaltenden konjunkturellen Schwächephase, den vor allem in unserem Bezirk hemmenden Struktur-Problemen, ist der Anstieg im Berichtsmonat auch saisonal erklärbar", so Kolb.

"Jugendliche, die ihre Schul- oder Berufs-Ausbildung beendeten, münden häufig nicht sofort wieder in Beschäftigung ein", sagt der Behörden-Chef. Dieser Anteil werde sich nach den Sommer-Ferien relativieren. "Insgesamt jedoch ist eine durchgreifende Besserung nicht in Sicht", sagt er. Zum Stichtag im zu Ende gehenden August waren laut heutiger Mitteilung in der Region 10 insgesamt 10 216 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen – 502 mehr als im Juli.

"Hiervon entfallen auf die Jüngeren unter 25 Jahre 1428 Arbeitslose, was gegenüber dem Vormonat eine Zunahme um 293 bedeutet", heißt es weiter. "Ebenso deutlich fällt der Vergleich mit dem Vorjahr aus: 931 Bürgerinnen und Bürger waren im August 2024 weniger arbeitslos gemeldet." Die aktuelle Arbeitslosen-Quote für die Region pendele sich bei 3,4 Prozent ein – vor Jahresfrist habe sie noch bei 2,9 Prozent gelegen.

"Insbesondere auf dem Arbeitsmarkt der Stadt Ingolstadt hinterlässt die wirtschaftliche Krise deutliche Spuren", erläutert die Agentur für Arbeit in einer heute veröffentlichten Presse-Mitteilung. "Waren im August 2021 innerhalb der Stadtmauern 2941 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, sind es vier Jahre später, trotz des Bemühens um sozialverträglichen Beschäftigungs-Abbau, 4022."

Auch der Nimbus der Großstadt mit der niedrigsten Arbeitslosen-Quote in Deutschland gehöre der Vergangenheit an: "Der aktuelle Wert von 4,8 Prozent stieg gegenüber dem Vorjahres-Monat um 0,6 Punkte." Zudem habe sich der über Jahrzehnte zu beobachtende Trend des Anstiegs der sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigten umgekehrt: Von Februar vergangenen Jahres bis Februar dieses Jahres sank hier die Zahl laut heutiger Mitteilung um knapp 1100. 

Zum Start in das neue Ausbildungsjahr stünden noch viele interessante Lehrstellen zur Auswahl. "Aktuell sind uns 986 unbesetzte Berufs-Ausbildungsstellen gemeldet", so Kolb. "Demgegenüber stehen 419 unversorgte Ausbildungs-Suchende." Der Behörden-Leiter versichert: "Unserer Berufsberaterinnen und Berufsberater bieten den Jugendlichen gerne eine umfassende Unterstützung an." Er empfehle allen Ausbildungs-Suchenden die Kontakt-Aufnahme mit der Berufsberatung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Am Samstag, 13. September, laden die Berufs-Beratung der Agentur für Arbeit und die Jugend-Berufs-Agentur Ingolstadt alle ausbildungsinteressierten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern in die Ingolstädter Fußgängerzone ein, um in zwangloser Atmosphäre, ohne Anmeldung und direkt vor Ort Gespräche zu beruflicher Orientierung, Berufswünschen und Ausbildungsplatz-Suche zu führen. Der Info-Stand sei von 11 bis 14 Uhr auf Höhe der Ludwigstraße 15 zu finden.

Die Lage im Kreis Pfaffenhofen  

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Pfaffenhofen ist im zu Ende gehenden August gestiegen: 2155 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind 63 Personen oder drei Prozent mehr als im Juli beziehungsweise 243 Personen oder 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt derzeit 2,7 Prozent und bleibt damit identisch zum Vormonat. Vor einem Jahr lag sie bei 2,5 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit im Kreis Pfaffenhofen zum Stichtag im August bei 1439 Personen – das sind 72 mehr als im Vormonat und 224 Personen mehr als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II (Job-Center) waren 716 Arbeitslose registriert – neun weniger als im Vormonat, aber 19 mehr als im Vorjahr. Durch die Träger der Grundsicherung (Job-Center) wurden zum Stichtag 33 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im zu Ende gehenden Monat meldeten sich im Kreis Pfaffenhofen insgesamt 658 Personen arbeitslos. Davon kamen laut Behörden-Angaben 275 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 584 Menschen beendeten dagegen ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 178 eine Erwerbstätigkeit auf. "Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende", wird betont: 140 Stellen wurden im August neu gemeldet; das sind neun weniger als im Vormonat, aber drei mehr als vor einem Jahr. Aktuell befänden sich 1135 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

In der Grundsicherung (Job-Center) stieg die Zahl der so genannten Bedarfs-Gemeinschaften im Vorjahres-Vergleich im Landkreis Pfaffenhofen um 26 auf nunmehr insgesamt 1235 – ein Plus um zwei Prozent. 1615 Personen aus dem Landkreis Pfaffenhofen bezogen im August heuer Bürgergeld – das sind 48 Personen oder drei Prozent mehr als vor einem Jahr.

Blick in die Region 

In Ingolstadt ist die Arbeitslosigkeit im August gestiegen. 4022 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet; das sind 198 Personen oder fünf Prozent mehr als im Juli beziehungsweise 573 Personen oder 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt aktuell 4,8 Prozent und liegt um 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,2 Prozent.

Auch die Arbeitslosigkeit im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ist im August gestiegen. 1841 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet: 114 Personen oder sieben Prozent mehr als im Juli beziehungsweise 38 Personen oder zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt hier derzeit 3,1 Prozent und liegt um 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 3,1 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichstätt ist im August ebenfalls gestiegen. 2198 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet: 127 Personen oder sechs Prozent als im Juli beziehungsweise 77 Personen oder vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt 2,8 Prozent und liegt um 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent.


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