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Minister fordert klares Signal der "Ständigen Impf-Kommission". Impf-Zentren im Freistaat bleiben "auf jeden Fall bis zum Ende des Jahres".

(ty) Der bayerische Gesundheits-Minister Klaus Holetschek hat die "Ständige Impf-Kommission" (Stiko) dazu aufgefordert, möglichst rasch ihre bislang nur für bestimmte Personen-Gruppen geltende Empfehlung für die zweite Corona-Auffrischungs-Impfung im Hinblick auf den kommenden Herbst zu überprüfen. "Wir müssen uns rechtzeitig für eine mögliche neue Pandemie-Welle im Herbst wappnen", erklärte er heute. "Deshalb bereitet sich Bayern auch darauf vor, im Herbst allen Bürgerinnen und Bürgern eine zweite Auffrischungs-Impfung anzubieten. Noch fehlt aber ein klares Signal der Stiko für ein solches Vorgehen."

"Bayern wird die Impf-Zentren auf jeden Fall bis zum Ende des Jahres beibehalten", so Holetschek heute. "Aktuell haben sie zwar ihre Kapazitäten und Öffnungszeiten an die leider geringe Nachfrage angepasst. Aber unsere Impfzentren können rasch wieder hochgefahren werden." Auch die Dokumentation über das offizielle bayerische Impf-Portal "BayIMCO" ist nach den Worten des Ministers "schon startklar". Das Online-Portal "BayIMCO" ist unter https://impfzentren.bayern erreichbar. Aktuell werde die zweite Corona-Auffrischungs-Impfung von der "Ständigen Impf-Kommission" nur bestimmten Personen-Gruppen empfohlen.

Dabei handele es sich zum Beispiel um Bürgerinnen und Bürger ab 70 Jahren und Menschen mit Immun-Defizienz. Außerdem gelte die Empfehlung für Bewohnerinnen und Bewohner in Pflege-Einrichtungen sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheits-Verlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe sowie für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und Pflege-Einrichtungen. "Bis eine allgemeine Impf-Empfehlung zu weiteren Auffrischungs-Impfungen veröffentlicht wird, kann Personen, die bereits eine Auffrischungs-Impfung erhalten haben und eine weitere Auffrischungs-Impfung wünschen, nach Entscheidung der jeweiligen Ärztin oder des jeweiligen Arztes im Rahmen der ärztlichen Therapie-Freiheit eine vierte Impfung verabreicht werden", erklärt das bayerische Gesundheits-Ministerium.

"Bis Spätsommer sollte klargestellt sein, ob die breite Bevölkerung eine vierte Impfung benötigt, um gut durch den Herbst und Winter zu kommen", fordert Holetschek. Klar sei bereits: "Wer seine erste Auffrischungs-Impfung noch nicht erhalten hat, sollte das jetzt schnell nachholen. Nicht nur, weil die dritte Impfung den Schutz vor einer schweren Erkrankung deutlich erhöht, sondern auch, weil laut Infektions-Schutz-Gesetz des Bundes ab dem 1. Oktober 2022 für einen vollständigen Impfschutz grundsätzlich drei Einzel-Impfungen erforderlich sind." Ab dem genannten Stichtag liege ein vollständiger Impfschutz bei zwei Einzel-Impfungen nur dann vor, wenn die betroffene Person zusätzlich eine Infektion mit dem Corona-Virus Sars-CoV-2 nachweisen könne. "Die Impfung ist unsere stärkste Waffe gegen die Pandemie", so Holetschek.

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