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Dafür sind 600 000 Euro im Etat eingeplant: Bisherige Schritte werden weitergeführt, intensiviert, erweitert. 

(ty) Die Stadt Pfaffenhofen bündelt all ihre Maßnahmen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in einem Paket. Das hat der Ferien-Ausschuss des Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend einstimmig beschlossen. Die Zusammenstellung der einzelnen Punkte hatten alle Fraktionen in mehreren Online-Terminen im Vorfeld gemeinsam mit der Stadtverwaltung abgestimmt. "Das Paket sieht vor, dass bereits begonnene Schritte weitergeführt, verbessert, intensiviert und nötigenfalls erweitert werden", fasst ein Sprecher der Stadtverwaltung zusammen. Das Paket umfasse im Etat insgesamt 600 000 Euro.

 

Das Corona-Paket umfasst mehrere Themenbereiche, darunter Wirtschafts-Förderung, Einzelhandel und Gastronomie, Marketing und Kultur. Es geht ferner um die Einsetzung von Gremien, darunter eine städtische Arbeitsgruppe und eine Corona-Task-Force. "Auch die bereits laufende werbliche Unterstützung der heimischen Einzelhändler sowie der Gastronomen, sobald diese öffnen dürfen, ist darin verankert", heißt es aus dem Rathaus. 

Im Sachen Wirtschaft, Einzelhandel und Gastronomie seien neben umfangreichen Beratungs-Angeboten der städtischen Wirtschafts- und Service-Gesellschaft (WSP) auch Online-Tools der Plattform "Besser daheim" mit Online-Shop, "Click & Collect" oder Lieferservice erfasst. Darüber hinaus gebe es zahlreiche städtische finanzielle Hilfen – wie verlängerte Stundung der Gewerbesteuer und den Verzicht auf Gebühren für Freischank-Flächen, gekoppelt an die Teilnahme der Gastronomen an die Aktion "Nette Toilette".

 

Sobald es die Corona-Beschränkungen zulassen sind etliche Aktionen geplant, mit denen die Innenstadt wieder belebt werden soll – etwa verkaufsoffene Sonntage oder andere Veranstaltungen, in die Händler und Gastronomen eingebunden werden. Die Stadtverwaltung unterstützt die Läden und Gaststätten auch bei der Erarbeitung und bei der Umsetzung von Hygiene-Konzepten. "Das reicht vom Vermitteln von Ausstattungs-Gegenständen und Hinweis-Schildern bis hin zu eigenen Desinfektionsmittel-Spendern, die die Verwaltung im Innenstadt-Bereich aufgestellt hat", teilte die Stadtverwaltung dazu mit.

Das kulturelle Leben solle sobald wie möglich wieder belebt werden. Dazu laufen – wie berichtet – die Planungen des Kultur-Sommers unter Einhaltung der dann gültigen Beschränkungen. Ferner gibt es Pläne für größere Events, die stattfinden sollen, wenn es die Corona-Lage wieder zulässt.

Ferner hat sich die Kreisstadt nach eigenem Bekunden in einem Schreiben an das Landratsamt dafür ausgesprochen, die Öffnungszeiten des in Kooperation zwischen Stadt und Landkreis betriebenen Corona-Schnelltest-Zentrums im Haus der Begegnung am Hauptplatz auszuweiten. Bereits jetzt würden sich dort lange Warteschlangen bilden. Diese Situation werde sich durch die steigende Notwendigkeit von Schhnelltests noch verschärfen. Die Stadt habe dazu beim Betrieb des Schnelltest-Zentrums erneut ihre Unterstützung angeboten. 

In einem zweiten Schreiben bewirbt sich Pfaffenhofen laut eigenen Angaben beim bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als "Corona-Modellstadt" nach den Oster-Feiertagen. In dem Schreiben an die Staatskanzlei werde Pfaffenhofen als in jeder Hinsicht repräsentatives Mittelzentrum empfohlen. Als Begründung würden nicht nur die zahlreichen Maßnahmen angeführt, die Pfaffenhofen teilweise schon unmittelbar zu Beginn beziehungsweise während der Pandemie ergriffen habe, ehe sie Pflicht geworden seien. Auch die Strategie für ein "sicheres Einkaufen vor Ort" werde hervorgehoben.

Hier finden Sie alle wichtigen bisher veröffentlichten Beiträge über die Corona-Virus-Krise in der Region im Überblick


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