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Zeitgleich gab es weitere Razzien in Gersthofen und Saarbrücken. Vier Beschuldigte sitzen jetzt in U-Haft.

(ty) Zeitgleich sind von Kripo-Beamten gestern mehrere Objekte in Ingolstadt, Gersthofen und Saarbrücken durchsucht worden. Das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord berichtete heute von der konzertierten Aktion. Den Angaben zufolge wurden vier Personen festgenommen, davon drei in Ingolstadt. Sie stehen im Verdacht, junge Frauen aus Südosteuropa zur Prostitution gedrängt und hierfür unter einem Vorwand und der Aussicht auf bessere Lebensbedingungen nach Deutschland gelockt zu haben. Die Polizei spricht von sexueller Ausbeutung und Menschenhandel. Die die vier Beschuldigten sitzen jetzt in U-Haft.

 

Nach intensiven Ermittlungen der Ingolstädter Kriminalpolizei hatte es am gestrigen Vormittag die Razzien in Räumlichkeiten in Ingolstadt, Gersthofen und Saarbrücken gegeben. Grundlage war laut Polizei der Verdacht, dass mehrere Beschuldigte dort illegale Bordelle betreiben. "Über ein Internet-Portal sollen die sexuellen Dienstleistungen mehrerer Damen angeboten worden sein, die zwischen den Standorten wechselten und möglicherweise durch die Täter zur Prostitution gezwungen wurden", erklärte heute das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord.

Bei den genannten Durchsuchungs-Aktionen, so heißt es weiter, "erhärtete sich dieser Verdacht weiter". Neben den vier festgenommenen Personen – zwei Männer und zwei Frauen – seien von der Polizei insgesamt acht junge Frauen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren in den jeweiligen Objekten angetroffen worden. Außerdem seien "umfangreiche Beweis-Materialien" sichergestellt worden. Die weitere Arbeit der Ermittler von der Kriminalpolizei-Inspektion in Ingolstadt konzentriere sich nun auf die "komplexen Tatzusammenhänge" sowie auf "eventuelle weitere Unterstützer der Tatverdächtigen".

Drei Mal klickten die Handschellen in Ingolstadt und einmal in Gersthofen, erklärte ein Polizei-Sprecher am heutigen Abend gegenüber unserer Redaktion. Gegen einen 62 Jahre alten Mann aus Ingolstadt sowie gegen einen 19-jährigen Mann aus Rumänien, gegen eine 35-Jährige aus Rumänien und gegen eine 32-Jährige aus Rumänien sind von der sachleitenden Staatsanwaltschaft aus Ingolstadt jeweils Haftbefehle beantragt worden. Alle vier beschuldigten wurden heute einem Haftrichter vorgeführt und sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.  


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