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Es geht um Sachbeschädigungen, um eine Rausch-Tour, um Fahren ohne Fahrerlaubnis oder um missglückte Drift-Übungen und einen Rotlicht-Verstoß.

(ty) Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie gelten bekanntlich derzeit nicht nur strenge Kontakt-Beschränkungen; in ganz Bayern ist momentan auch eine nächtliche Ausgangssperre einzuhalten. Bei Zuwiderhandlungen drohen satte Bußgelder. Für etliche Leute aus der Region, die ins Visier der Polizei geraten sind, ist der im Raum stehende Corona-Verstoß allerdings noch das eher kleinere Problem. Wir haben einige aktuelle Fälle zusammengefasst: Da geht es um Sachbeschädigungen, um eine Rausch-Tour, um Fahren ohne Fahrerlaubnis oder um missglückte Drift-Übungen und einen Rotlicht-Verstoß. Nachfolgend die Fälle im Detail.

Vier Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren haben gestern gegen 18.15 Uhr ein Anwesen in Kösching mit Schneebällen beworfen. Sie trafen laut Polizei auch ein Außenrollo, das dabei demoliert wurde. Der Bewohner rief die Polizei, die jungen Leuten wurden von den Beamten in der Nähe gestellt. Da an dem Rollo ein Schaden von etwa 1500 Euro entstanden sei, erwarte den Werfer nun eine Strafanzeige. Zudem werde gegen die Jugendlichen eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Regelungen erstattet, weil sie aus vier unterschiedlichen Haushalten kommen. Bei einem sei zudem Betäubungsmittel gefunden worden: Diesen laut Polizei amtsbekannten jungen Mann erwarte obendrein eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel-Gesetz.

In der Nacht zum heutigen Donnerstag sind gegen 1.30 Uhr in Neutraubling zwei Leute aus dem Landkreis Regensburg einer Verkehrs-Kontrolle unterzogen worden, als sie zusammen mit einem Pkw auf der Süd-Umgehung unterwegs waren. Grund für diese Maßnahme war laut Polizei ein Rotlicht-Verstoß des Autofahrers. Weil die zwei Personen trotz der wegen der Corona-Pandemie geltenden nächtlichen Ausgangssperre unterwegs waren, wurden sie von den Beamten nach einem triftigen Grund befragt. "Da die beiden Herren keine schlüssige und nachvollziehbare Begründung nennen konnten, erwartet sie nun eine Anzeige nach dem Infektions-Schutz-Gesetz", so ein Polizei-Sprecher. Somit droht beiden ein Bußgeld von jeweils 500 Euro.

Ein junger Mann und drei Jugendliche werden laut heutiger Mitteilung der örtlichen Polizeiinspektion verdächtigt, zwischen Montag, 23 Uhr, und Dienstag, 4.30 Uhr an der Talstraße in Nittendorf (Kreis Regensburg) eine Sachbeschädigung verübt zu haben. Wie es heißt, sollen sie ein Mehrfamilienhaus mit rohen Eiern beworfen haben. Dabei seien die Fassade und der Eingangs-Bereich sowie ein abgestelltes Wohnmobil beschädigt beziehungsweise verschmutzt worden. Die mutmaßlichen Täter müssten jetzt mit einer Strafanzeige rechnen. Da sie während der ihnen zur Last gelegten Tat auch gegen die nächtliche Ausgangssperre verstoßen haben sollen, müssen sie außerdem damit rechnen, dass jeweils ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro fällig wird. 

Streifenpolizisten erwarteten gestern gegen 21.45 Uhr einen Autofahrer an dessen Wohnadresse in der Gemeinde Nittendorf, nachdem mitgeteilt worden war, dass der Mann in Schlangenlinien unterwegs sei. Als er schließlich eintraf, stellten die Gesetzeshüter "eine deutliche Alkoholisierung und drogentypische Ausfall-Erscheinungen fest". Ein Test habe dann einen Wert von mehr als 1,2 Promille ergeben. Der Mann musste zur Blutentnahme. Ihm droht nun ein Strafverfahren wegen einer Trunkenheits-Fahrt, mit dem in der Regel der Entzug der Fahrerlaubnis verbunden ist. Ferner könnte ein Corona-Bußgeld fällig werden: "Sollte der Betroffene für seine Fahrt keinen triftigen Grund nachweisen können, muss er auch noch mit einer Anzeige nach dem Infektions-Schutz-Gesetz wegen Verstoßes gegen die Ausgangssperre rechnen", so ein Polizei-Sprecher.

 

Am gestrigen Morgen wurde kurz vor 3 Uhr ein 39-Jähriger, der im Bereich von Obertraubling mit einem Pkw unterwegs war, von Beamten der Polizeiinspektion aus Neutraubling einer Verkehrs-Kontrolle unterzogen. Ein Atem-Test habe den Verdacht bestätigt, dass der Mann unter deutlichem Alkohol-Einfluss gestanden habe. Außerdem habe der Mann, der im Landkreis Regensburg wohnt, keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen können. Er musste zur Blutentnahme und wird sich jetzt wegen der Alkohol-Fahrt sowie wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen. Obendrein habe der 39-Jährige keinen triftigen Grund für seine Tour nennen können, weshalb auch ein Verstoß gegen die nächtliche Ausgangssperre im Raum steht. 

Ein 20-Jähriger aus dem Gemeinde-Bereich von Moosburg an der Isar war laut Polizei am gestrigen Nachmittag mit seinem BMW extra nach Freising gefahren, um in der dortigen Luitpold-Anlage dann Drift-Übungen mit seinem Auto zu absolvieren. Diese endeten jedoch, so berichten die Beamten, nach kurzer Zeit an einem geparkten Lastwagen und verursachten einen Sachschaden in Höhe von insgesamt 10 000 Euro. Gescheppert hatte es gegen 15.20 Uhr. Neben Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, die dem jungen Mann vorgeworfen werden, erwarte ihn eine Anzeige beziehungsweise ein Bußgeld-Verfahren nach dem Infektions-Schutz-Gesetz. "Das Absolvieren von Drift-Übungen stellt keinen triftigen Grund dar, die Wohnung zu verlassen", heißt es von der Polizei.

Die aktuelle bayerische Infektions-Schutz-Maßnahmen-Verordnung in der jüngsten Fassung finden Sie unter diesem Link. Wer gegen die Bestimmungen verstößt, handelt ordnungswidrig und muss mit Bußgeldern rechnen. Der Mindestsatz liegt bei 150 Euro. Die Höhe von etwaigen Bußgeldern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und von der Schwere des Verstoßes. Hierzu haben die bayerischen Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege gemeinsam einen Bußgeld-Katalog "Corona-Pandemie" bekannt gemacht. Dieser-Katalog ist unter diesem Link abrufbar. Bei einem Verstoß gegen die nächtliche Ausgangssperre beträgt der Bußgeld-Regelsatz 500 Euro.

Hier finden Sie alle bisher veröffentlichten Beiträge über die Corona-Virus-Krise in der Region im Überblick


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