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Während die Zahl der Stellen leicht gestiegen ist, nahm die Zahl der gemeldeten Bewerber laut IHK deutlich ab.

(ty) Für die vielen ausbildungswilligen Betriebe im Landkreis Pfaffenhofen bleibt es auch heuer eine große Herausforderung, alle Ausbildungsplätze mit Azubis zu besetzen. Darauf weist die IHK in einer aktuellen Pressemitteilung hin. Wenige Wochen vor Start des neuen Ausbildungsjahrs seien laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit noch 379 Lehrstellen offen. Ihnen stehen den Angaben zufolge 142 unversorgte Schulabgänger gegenüber. "Rein rechnerisch stehen damit jedem Bewerber weit über zwei Stellen zur Auswahl", verdeutlicht die IHK.

Während die Anzahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen sogar leicht auf 844 gestiegen ist (plus 2,1 Prozent), nahm die Anzahl an gemeldeten Bewerbern nach IHK-Angaben um 6,6 Prozent auf 522 ab. Für ausbildungsbereite Betriebe bleibe die Situation daher – zumal der Corona-Stillstand die Suche nach geeignetem Fachkräfte-Nachwuchs massiv erschwert habe – sehr schwierig, sagt Eduard Kastner, der Vorsitzende des IHK-Regional-Ausschusses Pfaffenhofen. 

Nachdem die Mehrzahl der Betriebe schrittweise wieder zur Normalität zurückkehre, lohne es sich umso mehr für alle, die an einer Berufsausbildung interessiert seien, mit dem Bewerben nicht nachzulassen. "Die Chancen sind optimal, dass jeder, der einen Ausbildungsplatz will, auch einen findet", so Kastner. Der Unternehmer aus Wolnzach ermutigt die jungen Erwachsenen: "Lassen Sie sich bei Ihrer Suche von der Corona-Krise und ihren Auswirkungen nicht verunsichern. Unsere Betriebe schauen nach vorn. Für sie sind Azubis die beste Zukunfts-Investition."

 

Kastner verweist außerdem auf eine aktuelle Umfrage der bayerischen IHKs, wonach drei Viertel der befragten Betriebe angegeben haben, dass die Ausbildung trotz Corona normal weiterlaufe. "Jeden Azubi erwartet nach erfolgreichem Ausbildungs-Abschluss eine spannende und erfüllende berufliche Zukunft, die alle Wege offen lässt", betont der Vorsitzende des IHK-Regional-Ausschusses. Kastner geht nach eigenen Worten zudem davon aus, dass es über den Sommer bei den Vertrags-Abschlüssen auch zu einem "Aufhol-Effekt" kommen wird.

"Es bestätigt sich zwar auch im Landkreis Pfaffenhofen der oberbayernweite Trend, dass Stand heute bei Betrieben in Industrie, Handel und Dienstleistungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 fast zehn Prozent weniger Verträge abgeschlossen wurden", sagt Kastner. "Doch durch Corona haben sich alle Abläufe verzögert." Schnupper-Praktika, Ausbildungs-Messen wie die jährliche "IHK Jobfit" in Ingolstadt und Bewerbungs-Gespräche konnten nicht stattfinden. "Deshalb dürften so manche Ausbildungs-Verträge mit zwei oder drei Monaten Verspätung abgeschlossen werden."

Die Ende des vergangenen Monats veröffentlichten Zahlen der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche der beruflichen Bildung. Davon sei der IHK-Bereich im Landkreis Pfaffenhofen mit fast 1200 Azubis in über 200 Ausbildungs-Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen der größte. Er stehe für knapp 60 Prozent aller Ausbildungs-Verhältnisse. Danach folgen Handwerk und freie Berufe.


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