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Der Mann trug in der Münchner S-Bahn keine Mund-Nasen-Bedeckung, damit begann die ganze Aufregung.

(ty) Am gestrigen Nachmittag ist in München ein 25-Jähriger ohne eine wegen der Corona-Krise vorgeschriebene Mund- und Nasen-Bedeckung in einer S-Bahn unterwegs gewesen. Nach Verlassen des Zugs mit Deutsche-Bahn-Bediensteten am Hauptbahnhof versuchte er zu flüchten und legte sich schließlich in den Gleisbereich. Eine Nothalt-Auslösung sowie eine Schnellbremsung konnten Schlimmeres verhindern, wie die Bundespolizei berichtet. Gegen den jungen Mann wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt, außerdem droht ihm angesichts des Verstoßes gegen die Masken-Pflicht ein Bußgeld.

Laut Schilderung der Münchner Bundespolizei hat sich Folgendes abgespielt. Gegen 15.30 Uhr fuhr der 25-jährige Deutsche ohne vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung in einer S-Bahn in Richtung Hauptbahnhof. Ein in der S-Bahn in zivil fahrender Polizist sprach den jungen Mann auf dessen fehlende Maske an, woraufhin der unbeeindruckt reagiert habe. Der Beamte informierte in der Bahn anwesende Mitarbeiter der Deutsche-Bahn-Sicherheit. Nach dem Halt am Hauptbahnhof stiegen alle aus und zwecks Personalien-Feststellung und Ticket-Nachweis des 25-Jährigen wurde die Bundespolizei informiert.

 

"Als der Mann dies mitbekam, versuchte er zu flüchten", berichtet ein Polizei-Sprecher. Dies verhinderten die Mitarbeiter der Bahn-Sicherheit zunächst, woraufhin es zu einem Gerangel auf dem Bahnsteig gekommen sei. "In dessen Verlauf ragten die Beine des gebürtigen Münchners in den Gefahrenbereich des S-Bahn-Gleises." Geistesgegenwärtig habe das Bahnsteig-Aufsichts-Personal den Nothalt für einfahrende S-Bahnen betätigt. "Eine bereits hinter dem Signal befindliche und unmittelbar einfahrende S-Bahn wurde manuell schnellgebremst und kam zirka 40 Meter vor den Beinen des Mannes zum Stehen."

 

Nachdem der Sicherheits-Mitarbeiter den Wohnsitzlosen losgelassen habe, sei dieser in den Gleisbereich geflüchtet, wo er sich auf die Schienen gelegt habe. "Von dort brachten ihn die alarmierten Bundespolizisten auf die Wache am Hauptbahnhof", heißt es weiter. "Suizid-Absichten konnten nach eingehender Befragung nicht festgestellt werden." Wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr werde nun gegen den 25-Jährigen ermittelt. Zudem erhalte er eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Pflicht, in ÖPNV-Einrichtungen Mund- und Nasen-Bedeckung zu tragen.

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