Logo
Anzeige
Anzeige

Sieben Krankenhaus-Mitarbeiter wurden positiv getestet. Gesamtzahl der Infizierten stieg auf 500, zwei weitere Todesfälle.

(ty) Bis zum heutigen Nachmittag, 17 Uhr, sind weitere 47 Personen aus dem Kreis Dachau positiv auf den neuartigen Corona-Virus getestet worden. Das wurde aus dem Landratsamt gemeldet. Insgesamt erhöht sich damit die Anzahl der hier Infizierten auf jetzt 500. "Leider sind seit Freitagabend weitere zwei Personen aus dem Landkreis am Corona-Virus verstorben", heißt es weiter. Das am Freitag "wegen nicht nachvollziehbarer Infektionsketten" geschlossene Dachauer Klinikum kann seinen Betrieb offenbar wieder aufnehmen.

 

Das Krankenhaus inklusive Notaufnahme und Kreißsaal sowie die KVB-Bereitschafts-Praxis am Klinikum waren – wie berichtet – vom Landratsamt beziehungsweise Gesundheitsamt dicht gemacht worden. "Wegen nicht nachvollziehbarer Infektionsketten innerhalb des Klinikums war die sofortige Schließung des Krankenhauses notwendig", war dazu erklärt worden: "Das gesamte Gebäude sowie alle Patienten und das Klinik-Personal stehen unter Quarantäne." Die Corona-Testung aller zirka 200 Patienten sowie der rund 1000 Klinik-Beschäftigten sei eingeleitet worden.

 

Heute teilte das Landratsamt mit: Die komplette Testung der Patienten und Beschäftigten am Helios-Amper-Klinikum in Dachau habe bis heute Abend ergeben, dass bei den knapp 200 Patienten bisher keine weitere Infektion festgestellt worden seien – die Testergebnisse von 40 Patienten seien jedoch noch offen. Für die mehr als 1000 Beschäftigten lägen bereits bei gut der Hälfte die Ergebnisse vor – hier seien "tatsächlich sieben Personen positiv getestet und nun vom Gesundheitsamt unter häusliche Quarantäne gestellt worden". Die noch ausstehenden Ergebnisse sollten bis spätestens morgen Mittag vorliegen.

Vom Klinikum sei heute mit dem Gesundheitsamt, der "Führungsgruppe Katastrophenschutz" (FüGK) am Landratsamt sowie dem stellvertretenden ärztlichen Leiter FüGK das weitere Vorgehen abgestimmt worden. Alle Beschäftigten der Amper-Kliniken werden demnach "ab sofort in engen, risikogruppen-spezifischen Test-Zyklen überprüft". Dazu müssten die Testkapazitäten deutlich erhöht werden. Weiter heißt es: "Außerdem werden sämtliche Klinik-Bereiche intern kohortiert (= strukturell/organisatorisch möglichst getrennt), die Kantinen und die Cafeteria werden auch für die Beschäftigten geschlossen beziehungsweise auf "Take-away" umgestellt und die regelmäßigen Übergabe-Gespräche bei Schichtwechsel neu strukturiert."

Durch weitere, zum Teil auch bauliche Veränderungen, können nach Angaben der Landkreis-Verwaltung die verschiedenen Bereiche im Amper-Klinikum wieder in Betrieb genommen werden. Die Geburtshilfe soll demnach bereits im Laufe des morgigen Tages wieder eröffnet werden. Auch die Bereitschafts-Praxis der kassenärztlichen Vereinigung sowie die ambulante Nothilfe stünden ab sofort wieder für alle Patienten offen. Eine stationäre Aufnahme, auch von Nicht-Corona-Patienten – Corona-Patienten seien ja weiterhin möglich – sei ab Mitte kommender Woche voraussichtlich auch wieder möglich.

"Ich bin froh, dass sich die anfänglichen Befürchtungen nicht bestätigt haben, und danke allen Akteuren im Gesundheitsamt, Landratsamt und bei den Kliniken für die konstruktive, aber auch engagierte Zusammenarbeit", erklärte Landrat Stefan Löwl am Ende der Krisensitzung. "Unser Klinikum ist eine wichtige Einrichtung, nicht nur für die Menschen im Landkreis, sondern für den ganzen Münchner Nordwesten bis weit in die Nachbar-Landkreise Aichach, Schrobenhausen, Donauwörth und Pfaffenhofen, insbesondere mit unserem zertifizierten Cancer-Center und unserer Stroke-Unit für Schlaganfall-Patienten."

Hier finden Sie alle bisher veröffentlichten Beiträge über die Corona-Virus-Krise in der Region im Überblick


Anzeige
zell
RSS feed