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Aufsehen erregende Fälle aus den aktuellen bayerischen Polizeiberichten

Kleines Wunder: Horror-Crash endet glimpflich

(ty) Am Montagmorgen hatte eine Autofahrerin bei einem ebenso heftigen wie spektakulären Unfall auf der A3 nahe Kitzingen viel Glück im Unglück, als sich ihr Mini-SUV mehrfach überschlug und auf die Gegenfahrbahn geriet (Foto oben). Die 28-Jährige wurde lediglich leicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 26 000 Euro.

Gegen 8.40 Uhr war die 28-jährige Frau in Richtung Nürnberg unterwegs. Etwa zwei Kilometer nach der Anschlussstelle Kitzingen übermannte sie nach Ermittlungen der Beamten offenbar ein Sekundenschlaf. Beim Überholen geriet sie nach einer ruckartigen Lenkbewegung zu weit nach rechts und touchierte einen Tanklaster. Dadurch geriet der Ford völlig außer Kontrolle.

Der Wagen wurde nach links abgewiesen, drehte sich und überschlug sich. Der nachfolgende 27-jährige Fahrer eines VW-Multivan versuchte noch mit einer Vollbremsung eine Kollision zu vermeiden. Doch sein Fahrzeug prallte gegen den Pkw der Frau, während dieser sich quer vor ihm in der Luft befand. Die Frau wurde dadurch mit ihrem Wagen auf die Mittelschutzplanke geschleudert. Anschließend landete der Ford auf dem Überholstreifen der Gegenfahrbahn und kam total beschädigt auf der Seite zum Liegen.

Wie durch ein Wunder konnten alle dort fahrenden Verkehrsteilnehmer dem havarierten Fahrzeug rechtzeitig ausweichen. Nur leicht verletzt, gelang es der SUV-Fahrerin ohne fremde Hilfe aus ihrem Wrack zu steigen. Sie wurde in eine Klinik gebracht. Ihr Wagen musste abgeschleppt werden. Sowohl der VW-Fahrer als auch der 54 Jahre alte Fahrer des Lkw kamen mit dem Schrecken davon. Der Tank des Lasters, der Heizöl geladen hatte, wurde nicht beschädigt. Der VW und der Lkw blieben fahrbereit.

 

Führerscheinloser Pkw-Lenker verursacht schweren Unfall

(ty) Zwei Verletzte, zwei demolierte Autos sowie ein beschädigtes Fahrrad sind die Bilanz eines Unfalls am gestrigen Nachmittag auf der Kreisstraße zwischen Heilgersdorf und Rothenberg im Kreis Coburg. Der Verursacher hatte keinen Führerschein. Um 17.45 Uhr überholte ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Coburg mit seinem Ford auf der Kreisstraße eine 62-jährige Radfahrerin. Dabei kam ihm der Opel einer 20-Jährigen entgegen. Er musste daraufhin eine Vollbremsung einleiten, um nicht mit hoher Geschwindigkeit frontal in den entgegenkommenden Opel zu fahren.

Dabei geriet der junge Mann ins Schleudern und stieß zunächst gegen die am Fahrbahnrand radelnde Radlerin. Diese stürzte auf die Fahrbahn und verletzte sich schwer. Im Anschluss stieß der Ford des Unfallverursachers frontal gegen den entgegenkommenden Opel. Dessen Fahrerin kam ebenfalls in ein Krankenhaus. Während die Radfahrerin stationär bleiben musste, konnte die Autofahrerin die Klinik nach kurzer Behandlung wieder verlassen.

An den beiden Autos, die abgeschleppt werden mussten, und am Fahrrad entstand insgesamt ein Sachschaden im niedrigen fünfstelligen Bereich. Während der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der 20-jährige Unfallverursacher gar keinen Führerschein hat. Er wird sich nun wegen verschiedener Verkehrsstraftaten verantworten müssen.

 

Rasender Holzlaster verliert Stämme auf der Bundesstraße

(ty) Heute gegen 5.30 Uhr war ein 29-jähriger Lkw-Fahrer mit einem vollbeladenen Holztransporter auf der B17 unterwegs, als es zu einem ungewöhnlichen Unfall kam. Auf Höhe der Anschlussstelle Königsbrunn-Süd (Kreis Augsburg) sind die Spuren der autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße aufgrund einer Baustelle verengt und leicht seitlich versetzt. In diese Engstelle steuerte der Lkw-Fahrer sein Gespann mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit, so dass sich die Holzstämme vom aufschaukelnden Anhänger lösten und über die Fahrbahn verteilten.

Ein zeitgleich von der Einfädelspur auf die B17 einfahrender VW wurde von zwei Stämmen erfasst und beschädigt. Die Fahrbahn in Richtung Norden war wegen der querliegenden Holzstämme und der damit verbunden Verunreinigung bis etwa 8.30 Uhr gesperrt, so dass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam. Der Anhänger des Holztransporters und der beschädigte Pkw mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf etwa 8500 Euro geschätzt. Der Lkw-Fahrer muss sich wegen diverser Verstöße verantworten.

 

Beziehungsdrama mit zwei Toten

(ty) Nach dem Tötungsdelikt an einer 26-Jährigen sowie dem anschließenden Suizid des Tatverdächtigen im April im Kreis Main-Spessart liefen die Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg in Absprache mit der Staatsanwaltschaft auf Hochtouren. Inzwischen konnte der wahrscheinliche Tatablauf rekonstruiert werden. Wie berichtet, verständigten Zeugen am 9. April die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken und teilten ein vermeintliches Unfallfahrzeug auf der Haseltalbrücke, Autobahn A3, mit. Der 31-jährige Fahrer dieses Pkw stieg aus und stürzte sich nach einem kurzen Wortgefecht mit den Zeugen von der Brücke in den Tod. Im Auto selbst fanden die Zeugen und die mittlerweile eingetroffenen Beamten der Verkehrspolizei eine leblose weibliche Person, die durch äußere Gewalteinwirkung zu Tode gekommen war.

Die in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft geführten Ermittlungen der Kriminalpolizei wurden nun abgeschlossen. Auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse wird folgender Geschehensablauf als am wahrscheinlichsten angesehen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der 31-Jährige gezielt mit seinem Fahrzeug zur Haseltalbrücke gefahren ist, um dort das Brückengeländer mit dem Pkw zu durchbrechen und sich mit seiner Beifahrerin in den Tod zu stürzen.  Nachdem dies offensichtlich gescheitert war, fügte er seiner 26-jährigen Ex-Lebensgefährtin im Auto tödliche Stichverletzungen zu. Anschließend brachte er sich selbst – in suizidaler Absicht – Messerschnitte bei. Während der Erstversorgung durch Ersthelfer stürzte er sich dann von der Brücke in die Tiefe.

Die genauen Tatumstände des Fahrt-Antritts konnten nicht mehr ermittelt werden. Das Motiv liegt vermutlich in der wenige Wochen vor der Tat erfolgten Trennung der Frau von dem Mann. Die Ermittlungen haben zudem keine Hinweise darauf erbracht, dass sich die Tat für Dritte nach außen erkennbar angedeutet hätte.

 

Grenzüberschreitende Razzia

(ty) Ermittler der Kriminalpolizei Niederbayern und des Landeskriminalamts Oberösterreich durchsuchten am Montag mehrere Wohn- und Geschäftsräume im Raum Passau und Oberösterreich. Einem 42-jährigen Österreicher wird nämlich Handel mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge vorgeworfen. Bei der Razzia wurden neben einem größeren Bargeldbetrag und Marihuana auch nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände – wie Wurfsterne, Einhand- und Faustmesser – sowie diverse Datenträger sichergestellt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau wurden in den frühen Morgenstunden mehrere Durchsuchungsbeschlüsse in Österreich vollzogen. Auch die Wohnung und das Geschäft der 32-jährigen Lebensgefährtin des Österreichers in Passau wurden durchsucht. Gegen den 42-jährigen Österreicher erging Haftbefehl; er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an.

 

Nach Axt-Attacke und Schuss: Zum Stand der Ermittlungen

(ty) Wie berichtet, hatte gestern gegen 11.30 Uhr ein 53-jähriger Mann in Frauenstetten (Kreis Dillingen) in einer psychischen Ausnahmesituation sowohl seinen Betreuer als auch polizeiliche Einsatzkräfte mit einer Axt massiv bedroht. Zudem hielt er einen Gegenstand in seiner anderen Hand, den die Polizisten als Schusswaffe einstuften. Daher machte einer der Beamten von seiner Schusswaffe Gebrauch. Danach verschanzte sich der 53-Jährige allein in seinem Anwesen. Inzwischen sind weitere Details bekannt.

Gegen 17 Uhr konnte der Mann demnach von Spezialkräften überwältigt werden. Er wies eine Bein- und eine Kopfverletzung auf, wurde zunächst vor Ort durch den anwesenden Notarzt behandelt und kurz darauf mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Augsburg gebracht. Die Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich. Zur Art der Verletzungen und deren Herkunft können derzeit keine Angaben gemacht werden, das ist Gegenstand der Ermittlungen. 

Die Spurensicherungs- und Durchsuchungsmaßnahmen im Anwesen des 53-Jähigen laufen und dauern noch weitere Tage an. Bislang konnte keine Waffe gefunden werden. Die von dem Mann verwendete Axt wurde inzwischen sichergestellt. Gegen der 53-Jährigen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt, von der Staatsanwaltschaft wurde ein entsprechender Haftbefehl beantragt. Außerdem wird, wie in solchen Fällen üblich, die Rechtmäßigkeit der Schussabgabe durch den Polizeibeamten vom Landeskriminalamt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft geprüft.

 

Sattelzug kippt auf Autobahn um

(ty) Ein umgekippter Sattelzug hat am heutigen Vormittag zu erheblichen Stauungen auf der A7 in Fahrtrichtung Süden gesorgt sowie Polizei, Feuerwehr, Autobahnmeisterei und Rettungsdienst auf den Plan gerufen. Es bildete sich ein etwa sechs Kilometer langer Rückstau. Der Sachschaden dürfte nach erster Einschätzung der Autobahnpolizei Günzburg nicht unter 150 000 Euro betragen.

Kurz nach 9 Uhr war es zu dem Unfall gekommen, als ein 47-Jähriger etwa zwei Kilometer vor dem Hittistetter Dreieck mit seinem Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn abkam, entlang der Leitplanke schrammte, diese niederdrückte und anschließend über die Böschung kippte. Die Zugmaschine und der Sattelanhänger blieben auf der Seite liegen. Der Silobehälter des Anhängers wurde beschädigt, platzte jedoch nicht auf. Die Ladung bestand aus rund 22 Tonnen Kunststoffgranulat; dabei handelte es sich um kein Gefahrgut.

Der Fahrer, der alleine unterwegs war, verletzte sich und wurde mit dem Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert. Da bei ihm Anhaltspunkte auf eine Alkoholbeeinflussung festzustellen waren, wurden eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein sichergestellt. Da Kraftstoff ausgelaufen war, war ein Vertreter des Neu-Ulmer Landratsamts vor Ort und entschied hinsichtlich geplanter Maßnahmen zum Gewässerschutz. Ab 11.30 Uhr konnten beide Spuren in Richtung Kempten wieder freigegeben werden, der Seitenstreifen blieb für Bergungs- und Aufräumungsarbeiten gesperrt.

 

Fünf Kilo Drogen im Gepäck

(ty) Wie heute erst bekanntgegeben wurde, hatte Mitte August eine Streife der Verkehrspolizei auf der A9 im Bereich des Autobahnkreuzes Nürnberg einen Mercedes mit österreichischem Kennzeichen kontrolliert. Der 31-jährige ungarische Fahrer mit Wohnsitz in Österreich war auf der Rückreise zu seinem Wohnort. Er machte einen äußerst nervösen Eindruck. Im Rahmen einer Kontrolle fanden die Beamten im Auto einen Rucksack mit fünf Kilo Amphetamin. Gegen den Drogenkurier hat die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Nordbayern (des Landeskriminalamts und des Zollfahndungsamts München unter Leitung der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth) die Ermittlungen übernommen. Der Ermittlungsrichter ordnete die Untersuchungshaft gegen den 31-Jährigen an.

 

Fremde Nackte im Gartenpool

(ty) Nicht schlecht staunte ein Hauseigentümer in Pforzen im Allgäu, als er in der vergangenen Nacht nach Hause kam. In seinem Gartenpool tummelten sich mehrere männliche Jugendliche. Bei seinem Eintreffen flüchteten sie, wobei sie sogar ihre Kleidung zurückließen. Einen der Jugendlichen konnte der Hausherr bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, die anderen machten sich wohl nackt auf den Heimweg. Inzwischen konnte die Polizei einen 13- und einen 17-Jährigen ermitteln.

 

Bayerische Fahnder in Spanien: Acht geklaute Fahrzeuge sichergestellt

(ty) Auf Anforderung von Interpol unterstützten die beiden bayerischen Schleierfahnder Manuel Rosenmüller aus Waidhaus und Martin Emig aus Traunstein die spanischen Exekutivbehörden bei der Fahndung nach gestohlenen Kraftfahrzeugen in den Fährhäfen von Algeciras und der südlichsten europäischen Stadt Tarifa. Zusammen gelang es, innerhalb einer Woche sieben gestohlene Autos und ein entwendetes Motorrad sicherzustellen.

Über Interpol Lyon hatte die spanische Polizei um internationale Unterstützung gebeten. Zum einen, um die Fahndungsmaßnahmen zu intensivieren, und zum anderen, um die spanischen Fahnder zu schulen. Aus Deutschland reisten die beiden bayerischen Kfz-Fahnder für neun Tage nach Andalusien. Das internationale Team aus Spezialisten setzte sich noch aus zwei österreichischen Polizeibeamten, einem finnischen Grenzpolizisten, einem italienischen Interpol-Beamten und seinem australischen Assistenten sowie fünf Mann des schwedischen und des französischen Versicherungsverbands zusammen. Die spanische Polizei selbst stellte acht Beamte der Zentrale aus Madrid für die Fahndungsaktion ab, die unter dem Decknamen „Operacion Paso del Estrecho“ lief.

In einer Woche überprüften die Kfz-Fahnder 1800 Fahrzeuge, wobei das Hauptaugenmerk auf der Kontrolle von aus Europa ausreisenden Kraftfahrzeugen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten lag. An den sieben Einsatztagen Ende Juli und Anfang August gelang es, sieben Autos und ein Motocross-Motorrad sicherzustellen. Alle waren in europäischen Fahndungsregistern vermerkt. Rosenmüller und Emig hatten ihre bayerischen Fahndungslaptops dabei und konnten damit sechs gestohlene Pkw identifizieren.

Die Verschiebung eines BMW X4M einer deutschen Mietwagenfirma konnten Rosenmüller und ein österreichischer Kollege des Landeskriminalamts Wien im Hafen von Tarifa vereiteln. Der Fahrer marokkanischer Herkunft legte für die Überfahrt in sein Heimatland eine angebliche Ermächtigung des Autovermieters vor. Diese konnten die beiden Fahnder schnell als Fälschung erkennen. Die telefonisch in Kenntnis gesetzte Zentrale des Autovermieters in Deutschland reagierte überrascht. Eine solche Ermächtigung war dort nämlich nicht bekannt. Nach entsprechender Anzeigen-Erstattung in Deutschland stellten die spanischen Behörden das Premiumfahrzeug im Wert von rund 100 000 Euro sicher. Gegen den Marokkaner wurden internationale Ermittlungen eingeleitet.

Am 26. April war ein schwarzer Porsche Cayenne in Deutschland entwendet worden. Der sollte nun durch einen marokkanischen Kurier über den Fährhafen Algeciras nach Nordafrika verschoben werden. Vor der Fahrt auf die Fähre erweckte das Fahrzeug aber das Interesse von Rosenmüller. Die am Wagen angebrachten deutschen Ausfuhrkennzeichen konnten schnell als Totalfälschungen erkannt werden. Bei der näheren Untersuchung stellte sich heraus, dass die Täter eine neue Fahrgestellnummer im Auto eingebracht hatten. Die Zulassungsbescheinigungen waren ebenfalls gefälscht. Sie waren in jüngerer Vergangenheit aus einer deutschen Zulassungsstelle gestohlen und nun mit den Daten des Porsche ausgefüllt worden. Die weitere Sachbearbeitung übernahm die spanische Polizei. Der SUV wurde sichergestellt und dürfte voraussichtlich bald nach Deutschland zurück überführt werden. Auch gegen diesen Fahrer wurde ein internationales Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Außerdem konnten die bayerischen Fahnder einen Audi Q7, einen Citroen C5, einen Mercedes ML 320 sowie einen Mercedes C200 identifizieren, welche im Laufe der vergangenen Monate oder Jahre gestohlen und anschließend mit veränderter Fahrgestellnummer über den Schwarzmarkt wieder in den Verkehr gelangt sind.


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