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Zehn Versuche, mit dem Enkeltrick Geld zu ergaunern, sind allein gestern im Raum Dachau bekannt geworden – die Polizei warnt einmal mehr vor dieser Betrugsmasche

(ty) Mindestens zehn Versuche, mit dem so genannten Enkeltrick Geld zu ergaunern, hat die Kripo Fürstenfeldbruck allein am gestrigen Dienstag registriert. Schwerpunkt der Aktivitäten der Betrüger war der Landkreis Dachau. Insgesamt sieben Mal klingelte in Dachau, Karlsfeld und Bergkirchen das Telefon bei älteren Mitbürgern. Gleichartiges spielte sich auch in Fürstenfeldbruck, Puchheim und Gilching ab. Glücklicherweise gelang es den Tätern in keinem Fall, Beute zu machen. 

„Die Anrufer versuchten ihre Opfer mit der Vorspiegelung eines aktuellen Immobilienkaufs, für den man dringend Geld benötige, zu einer Geldübergabe zu bewegen“, berichtet ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord. Wohl auch dank der in der Vergangenheit bereits erfolgten Warnungen vor dieser dreisten Betrugsmasche sei keiner der Senioren auf die Forderungen des angeblichen Enkels eingegangen. Die Polizei nimmt die gestrige Häufung von Fällen aber zum Anlass, um einmal mehr vor der dreisten Betrugsmasche zu Warnen. 

Die Vorgehensweise beim Enkeltrick ist im Grunde immer dieselbe: Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die überregional agierenden Tätern bei meist älteren und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Immobilienkauf. Die Lage wird stets äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt.

Ist das Opfer zahlungswillig, wird ein Bote zur Abholung angekündigt. Hat der Angerufene die geforderte Summe nicht parat, folgt die Aufforderung, den Betrag doch bei der Bank abzuheben.Vereinzelt geben sich Mittäter in einem zusätzlichen Anruf auch als Polizeibeamte aus und fordern die Opfer auf, bei der Geldübergabe im Rahmen einer angeblichen Polizei-Aktion mitzumachen um zur Festnahme der Täter beizutragen. „Eine Verfahrensweise, die von der Polizei sicher nicht angewandt wird“, betont ein Polizeisprecher.

In Zusammenhang mit der Enkeltrick-Masche gibt die Polizei folgende Verhaltenstipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt!
  • Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld fordert!
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen!
  • Bei Anrufen von Polizeibeamten in Zusammenhang mit derartigen Geldforderungen melden, schützt ein Rückruf unter der dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer ihrer örtlichen Polizeidienststelle vor falschen Polizeibeamten!
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus!
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt!     

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