Logo
Anzeige
Anzeige

Schau in der Spitalkirche zeichnet die Geschichte der dortigen Sammlung nach und beleuchtet die Kreativität hinter den zwölf Szenen.

(ty) Bei den Restaurierungs-Arbeiten an der Weihnachts-Krippe in der Spitalkirche von Pfaffenhofen an der Ilm ist laut aktueller Mitteilung aus dem Rathaus "ein wichtiger Meilenstein erreicht." Aus diesem Anlass zeige die von der Stadt verwaltete Heilig-Geist- und Gritsch'sche Fundations-Stiftung die restaurierten Figuren und beleuchte deren historischen Hintergrund in einer Ausstellung. Von 31. Oktober bis 15. November lade die Schau unter dem Titel "Heiliges Puppen-Theater" im Anbau des Gotteshauses am oberen Hauptplatz dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und dieses besondere Stück lokaler Kulturgeschichte neu kennenzulernen.

Die Ausstellung zeige, mit welcher Kreativität die Heilige Familie und ihre Begleitfiguren immer wieder neu in Szene gesetzt worden seien. Darüber hinaus zeichne sie die Geschichte der Sammlung nach und präsentiere eine der zwölf Krippen-Szenen. Die Vernissage finde am kommenden Freitag, 30. Oktober, um 19.30 Uhr im Hofberg-Saal (hinter dem Landratsamt) statt. Eröffnet werde die Ausstellung vom Dritten Bürgermeister Roland Dörfler (Grüne). Ursula Beyer, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises, übernehme die Begrüßung. Frieder Leipold, der die Ausstellung kuratiert habe, führe in die Ausstellung ein. Der Heimat- und Kulturkreis kümmert sich seit rund zehn Jahren um die Pflege und den Erhalt dieser Krippe. 

Am letzten Ausstellungstag spricht der Ankündigung zufolge Hans Rath vom Heimat- und Kulturkreis über die Geschichte und Restaurierung der Krippe. Begleitend zur Ausstellung erscheine ein neuer Band in der Reihe "Stadtgeschichte(n)". Diese Neuerscheinung sei ab 30. Oktober im Rathaus und bei der Stadtverwaltung sowie im Kultur- und Tourismus-Büro im "Haus der Begegnung" erhältlich. In jeder Saison wird die Krippe in der Spitalkirche zwölf Mal umgebaut und zeigt dabei verschiedene biblische Szenen. Für den Auf- und Umbau zeichnen Schreiner der Stadtwerke verantwortlich. Wie genau die Krippe seinerzeit entstanden ist, lässt sich laut Stadtverwaltung bis heute lediglich teilweise nachvollziehen. 

Fest stehe jedoch, dass sie über Generationen von Bürgern gepflegt, auf- und abgebaut, repariert und immer wieder erweitert worden sei – und dass die Figuren immer wieder neu in Szene gesetzt worden seien. So sei die Krippe auch Ausdruck eines besonderen Gemeinschafts-Gefühls – "ein Stück Stadtgeschichte, das die Menschen gemeinsam geprägt haben". Somit erzähle die Krippe mit ihren 143 Menschen- und Engelsfiguren, den Tieren und zahlreichen Ausstattungsstücken weit mehr als die Weihnachts-Geschichte: "Sie ist ein lebendiges Stück Kulturerbe unserer Stadt. Selbst der ehemalige Teppichboden aus dem Büro des Bürgermeisters fand irgendwann Verwendung in der Tempelkulisse."


Anzeige
RSS feed