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Eigens angebrachte Wildtier-Kameras und Reiterstaffel-Einsatz brachten keine entscheidenden Hinweise. Erneute Hubschrauber-Aktion nach weiterer verdächtiger Wahrnehmung.

(ty) Nach einer möglichen Puma- beziehungsweise Raubkatzen-Sichtung am späten Abend des vergangenen Dienstags, 6. Oktober, im "Notzinger Moos" im Gemeinde-Bereich von Oberding (Kreis Erding) – in der Nähe des Münchner Flughafens – hat die Polizei am heutigen Montag über den aktuellen Stand informiert. Demnach wurden am vergangenen Wochenende "weitere Ermittlungs-Ergebnisse ausgewertet". Das teilt die örtlich zuständige Polizeiinspektion aus Erding in einer Presse-Information mit. Darin ist die Rede von einer "bislang unbekannten Katzenart" beziehungsweise "ungeklärten Katzenart".

Am Donnerstagabend seien von der Polizei mehrere Wildtier-Kameras im "Notzinger Moos" angebracht worden. Deren Speicher-Medien seien am heutigen Vormittag ausgewertet worden. "Darauf wurden verschiedene heimische Wildtierarten erkannt, jedoch keine Katzenarten", heißt es dazu. Die Kameras bleiben den Angaben zufolge bis auf weiteres in Betrieb. Auch über die Erkenntnisse der örtlichen Jagdpächter informiert sich die Polizei nach eigenem Bekunden weiter. In der Nacht zum vergangenen Samstag habe ein Verkehrsteilnehmer gegen 2.30 Uhr "ein verdächtiges Tier in den nördlichen Ausläufern des Notzinger Mooses" gemeldet.

Mehrere Streifenwagen seien daraufhin dorthin verlegt worden. Außerdem habe ein Polizei-Hubschrauber mit Wärmebild-Kamera den Such-Bereich für etwa 60 Minuten aus der Luft überwacht. "Im genannten Zeitraum konnten über die Wärmebilder unzählige Rehe festgestellt werden, jedoch keine Katzentiere", erklärt die Polizei. Die Reiterstaffel des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd aus Rosenheim habe das "Notzinger Moos" am gestrigen Sonntag bestreift. "Hier wurden keine besonderen Beobachtungen getätigt und vor allem keinerlei tote Beutetiere oder Beutetier-Reste gefunden", erklärt die Polizei-Dienststelle aus Erding.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am vergangenen Mittwoch gemeldet hatte, hatte am späten Dienstagabend, 6. Oktober, im Naturschutz-Gebiet "Notzinger Moos" ein Jäger auf seinem Nachtsicht-Gerät eine Großkatze erkannt und die Gesetzeshüter informiert. "Die gefertigten Bild-Aufnahmen wurden noch in der Nacht einem Experten vorgelegt, der davon ausging, dass es sich bei dem Tier um einen Puma handeln könnte", hieß es weiter. Spaziergänger waren von der Polizei darum gebeten worden, Hunde vorsorglich an die Leine zu nehmen sowie auffällige Beobachtungen unmittelbar an die Polizei unter der Notruf-Nummer 110 zu melden.

Erstmeldung zum Thema:

Mögliche Puma-Sichtung nahe Müncher Flughafen: Umfangreicher Einsatz läuft


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