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Mitarbeiter des Veterinäramts und weiterer Behörden trainierten die Bergung und Beprobung von Wildschwein-Kadavern.

(ty) Der Kreis Pfaffenhofen will nach Angaben des Landratsamts für einen möglichen Ausbruch der "Afrikanischen Schweinepest" (ASP) gut vorbereitet sein. Im Rahmen einer Tierseuchen-Übung trainierten deshalb das hiesige Veterinäramt, weitere beteiligte Stellen der Kreis-Behörde sowie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel-Sicherheit (LGL) kürzlich die Bergung und Beprobung von Wildschwein-Kadavern. "Bei einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest müssen viele Beteiligte gut zusammenarbeiten und die Abläufe müssen funktionieren", betont Landrat Albert Gürtner (FW).

Deshalb ist es laut Gürtner "wichtig, dass wir entsprechende Maßnahmen nicht nur planen, sondern auch regelmäßig praktisch üben". Er danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Unterstützung bei der diesjährigen Übung. Seit einigen Jahren verfolge das bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ein Konzept zur Vorbereitung auf mögliche Tierseuchen-Geschehen, heißt es aus dem Landratsamt. Ein besonderer Fokus liege dabei auf der ASP. Auch im Kreis Pfaffenhofen würden Maßnahmen getroffen, "um im Falle eines Ausbruchs vorbereitet zu sein und die erforderlichen Schritte koordiniert umsetzen zu können". Bei der diesjährigen Übung habe die Bergung von Wildschwein-Kadavern im Mittelpunkt gestanden.

Die Afrikanische Schweinepest sei eine virale Infektions-Krankheit, die ausschließlich Haus- und Wildschweine betreffe. Die Übertragung erfolge in der Regel durch den direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Blut stelle dabei einen besonders effizienten Übertragungsweg dar. Eine Weiterverbreitung sei außerdem möglich über tierische Produkte, Speise-Abfälle sowie unzureichend gereinigte Fahrzeuge, Kleidung oder Futtermittel. "Für den Menschen ist das ASP-Virus ungefährlich", stellt die Kreis-Behörde klar. Und: "Auch der Verzehr von Fleisch und Wurstwaren von infizierten Tieren führt nicht zu einer Infektion des Menschen."

Im Falle eines ASP-Ausbruchs sei die "Fallwild-Suche" mit anschließender Bergung der Kadaver ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung der Tierseuche. Durch die Entfernung infektiöser Kadaver solle verhindert werden, dass sich weitere Wildschweine durch direkten Kontakt ansteckten. "Die Fallwild-Suche soll sich dabei auf die Suche und Markierung gefundener Wildschwein-Kadaver beschränken", erklärt das Landratsamt. "Die Fundorte müssen möglichst präzise mittels Geo-Koordinaten erfasst werden. Die anschließende Bergung und Beprobung der Kadaver erfolgt durch geschulte Berge-Teams der Veterinärämter."

Mit Unterstützung der Jagdberater sowie Teams aus verschiedenen Abteilungen des Landratsamtes von Pfaffenhofen und des LGL sei bei der genannten Übung anhand eines vorab festgelegten Ablauf-szenarios die Bergung eines "Dummie-Kadavers" trainiert worden. "Dabei konnten praktische und technische Abläufe trainiert und die Kenntnisse im Bereich der ASP-Bekämpfung vertieft werden", heißt es aus dem Landratsamt. Gleichzeitig habe die Übung die Gelegenheit geboten, die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen weiter zu festigen.


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