Logo
Anzeige
Anzeige

26-Jähriger aus Gambia wurde "aufgrund seines psychischen Zustands" im Bezirks-Klinikum Haar untergebracht. Rund 200.000 Euro Schaden.

(ty) Nach dem Brand in einer Asylbewerber-Unterkunft in Vierkirchen (Kreis Dachau), zu dem es – wie bereits berichtet – gestern Vormittag gekommen war, ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Laut heutiger Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord klickten für den 26 Jahre alten Mann aus Gambia noch am gestrigen Tag die Handschellen. Er sei heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II einem Richter vorgeführt worden. Anschließend sei er "aufgrund seines psychischen Zustands" im Bezirks-Klinikum Haar untergebracht worden.

Gegen 10.15 Uhr war laut heutiger Schilderung der Polizei bei der Rettungs-Leitstelle eine starke Rauch-Entwicklung in einem Wohn-Container der Asylbewerber-Unterkunft an der Glonntalstraße gemeldet worden. Das Feuer sei nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen im Zimmer des besagten 26-Jährigen ausgebrochen. Der Mann habe eine Rauchgas-Intoxikation erlitten und deshalb medizinisch versorgt werden müssen. "Alle übrigen Bewohner, die sich zum Zeitpunkt des Brand-Ausbruchs im Gebäude-Komplex befanden, blieben unverletzt", erklärt das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord.

Der durch das Feuer entstandene Sachschaden belaufe sich auf etwa 200 000 Euro, heißt es weiter. Im Rahmen der Brandort-Untersuchung, die durch Beamte von der Kriminalpolizei-Inspektion aus Fürstenfeldbruck erfolgte, seien "größere Mengen" von Brand-Beschleuniger im Zimmer des 26-Jährigen entdeckt worden. Dem Gambier sei noch vor Ort wegen des Verdachts auf vorsätzliche schwere Brandstiftung die vorläufige Festnahme erklärt worden. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall werden von Kriminalbeamten unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II geführt.

  • 01-vierkirchen
  • 12
  • 13
  • 15
  • 17
  • 21
  • 23
  • 44

"Aufgrund der starken Rauch-Entwicklung und gesundheitsschädlicher Brandgase ist der gesamte betroffene Container-Strang mit insgesamt 25 Zimmern vorerst nicht bewohnbar", war schon gestern vom Landratsamt gemeldet worden. "Auch alle persönlichen Gegenstände wie Kleidung und Einrichtung sind nicht mehr nutzbar." Die betroffenen Bewohner wurden laut Behörden-Angaben in einer anderen Unterkunft untergebracht. Für die notwendige Grundausstattung mit Kleidung und weiteren Bedarfs-Gegenständen würden die Betroffenen über die Kleiderkammer des bayerischen Roten Kreuzes (BRK) unterstützt. 

Laut Mitteilung der Kreisbrandinspektion von Dachau brannte ein Zimmer vollständig aus. "Die Einsatzkräfte konnten verhindern, dass die Flammen auf weitere Container übergriffen", so die Floriansjünger. Vor Ort gewesen seien neben Polizei, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk (THW) die Feuerwehren aus Vierkirchen, Asbach, Biberbach, Dachau, Markt Indersdorf, Pasenbach, Petershausen, Röhrmoos und Schönbrunn sowie die Kreisbrandinspektion.

Erstmeldung zum Thema:

Flüchtlings-Unterkunft in Vierkirchen nach heutigem Feuer vorerst unbewohnbar


Anzeige
RSS feed