Die Eheleute sollten ihr Bank-Konto auflösen sowie ihr ganzes Geld in einen Topf geben und vor der Haustüre zur Abholung bereitstellen.
(ty) Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am heutigen Montag bekannt gegeben hat, haben Betrüger am vergangenen Donnerstag versucht, ein Ehepaar aus Karlsfeld (Kreis Dachau) um sein Vermögen zu bringen. Doch die potenziellen Opfer erkannten die kriminelle Masche. Ein Tatverdächtiger wurde schließlich festgenommen. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 28 Jahre alten Deutschen. Dieser sei auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt worden. Mittlerweile befindet er sich als Beschuldigter in Untersuchungshaft.
Ein Betrüger, der sich als Beamter der Polizeiinspektion in Dachau ausgegeben habe, habe am späten Donnerstagvormittag die Eheleute telefonisch kontaktiert und sie vor einem angeblich korrupten Bank-Mitarbeiter gewarnt. Die Karlsfelder seien in dem Gespräch außerdem dazu aufgefordert worden, ihr Konto aufzulösen und das gesamte Geld nach Hause zu bringen. Anschließend sollte das Ehepaar das Geld – in Alufolie gewickelt – in einem Topf vor die Haustüre stellen.
"Die Eheleute durchschauten den Betrugs-Versuch und verständigten parallel zum Gespräch, das bis kurz vor 15.30 Uhr aufrecht erhalten wurde, die echte Polizei", heißt es weiter. In der Folge nahmen Beamte der "Zentralen Einsatz-Dienste" und der Polizeiinspektion aus Dachau den Angaben zufolge den Tatverdächtigen fest, der zur Abholung des Geldes vor dem Anwesen der Eheleute erschienen war. Der 28-Jährige sitzt jetzt hinter Gittern. Die weiteren Ermittlungen in dem Fall werden von der Kripo geführt.





