Sie könnten sich besonders schnell ausbreiten, heimische Arten verdrängen, die Vielfalt beeinträchtigen sowie gesundheitliche Probleme verursachen.
(ty) "In Pfaffenhofen wurden vermehrt Pflanzen entdeckt, die nach der EU-Verordnung als invasive Arten eingestuft sind", erklärt die Stadtverwaltung. "Sie können sich besonders schnell ausbreiten, heimische Pflanzen verdrängen und damit die Artenvielfalt beeinträchtigen sowie gesundheitliche Probleme verursachen." Mit Blick auf eventuell geplante Stauden-Pflanzungen im Oktober möchte die Stadtverwaltung deshalb nach eigenem Bekunden "für das Thema sensibilisieren und dazu beitragen, invasive Pflanzen frühzeitig zu erkennen".
"Als invasiv gelten Pflanzen, die ursprünglich nicht heimisch sind und sich in neuen Lebensräumen stark ausbreiten können", heißt es aus dem Rathaus. Zu den in der Europäischen Union (EU) als invasiv eingestuften Pflanzen zählen den Angaben zufolge unter anderem der Götterbaum, der Kreuzstrauch, verschiedene Akazien-Arten, die Ballonrebe, der Japanische Hopfen, die Seidenpflanze, der Riesenbärenklau, Pampasgras, die Gelbe Scheinkalla und der Japanische Staudenknöterich. Letzterer bilde besonders kräftige Wurzeln und Rhizome und könne dadurch auch Mauerwerk und Kanalisations-Anlagen beeinträchtigen. "Es empfiehlt sich ebenfalls, auf Pflanzen der Schweizer Liste wie zum Beispiel Kirschlorbeer und Sommerflieder zu verzichten."
Die Stadtverwaltung bitte Grundstücks-Eigentümer darum, entsprechende Pflanzen-Bestände im eigenen Garten "möglichst frühzeitig zu erkennen und zu entfernen". Kleinere Bestände ließen sich häufig durch Ausgraben beseitigen. Bei größeren oder bereits etablierten Beständen seien dagegen wiederholte Maßnahmen über mehrere Jahre erforderlich. Bei der Entsorgung sei darauf zu achten, "dass Pflanzenreste weder in der freien Natur noch auf dem eigenen Kompost oder in der Biotonne landen". Dazu wird erklärt: "Sie gehören in den Restmüll beziehungsweise zu den dafür vorgesehenen Grüngut-Sammelstellen am Wertstoffhof."
Auch bei der Auswahl neuer Pflanzen könnten Garten-Besitzer einen Beitrag leisten. Die Stadtverwaltung von Pfaffenhofen rät dazu, möglichst heimische Arten zu verwenden, und führt dazu aus: "Als Alternativen zum Kirschlorbeer eignen sich beispielsweise immergrüner Liguster, Eiben-Arten, Hainbuche oder Kornelkirsche. Heimische Wildstauden wie Schafgarbe, Fetthenne, Flockenblume, Lungenkraut, Margerite, Malve, Thymian oder Wiesen-Salbei bieten zudem wertvolle Lebensräume und Nahrung für heimische Tiere." Weitere Infos zu den invasiven Pflanzen der EU-Liste bietet der "Nabu" unter diesem Link.





