Agentur für Arbeit informiert über die Situation: Rechnerisch kommen auf 100 Stellen gerade einmal 85 Bewerberinnen und Bewerber.
(ty) Am 1. September startet das neue Ausbildungsjahr in Bayern. "Die Zahl der Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung interessieren, liegt heuer wieder über der des Vorjahres", teilte die Agentur für Arbeit in Ingolstadt am heutigen Montag mit. Auf der anderen Seite böten viele Firmen "trotz der wirtschaftlich unsicheren Lage" noch freie Ausbildungsplätze an. "Der Ausbildungsmarkt bleibt ein Bewerbermarkt mit vielen Möglichkeiten und Chancen", fasst die Behörde zusammen und liefert zugleich konkrete Zahlen der derzeitigen Situation in der Region 10 – also in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie in der Stadt Ingolstadt.
Bis Juli waren bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit nach eigenem Bekunden in der Region 10 insgesamt insgesamt 2579 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium gemeldet – darunter 714 Jugendliche mit Migrations-Hintergrund. Aktuell suchen nach Angaben der Behörde 810 junge Menschen aus der Region 10 noch aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Von den Unternehmen in der Region 10 seien bislang insgesamt 3070 Ausbildungsplätze und duale Studienplätze gemeldet worden.
"Rein rechnerisch kommen auf 100 Stellen 85 Bewerber beziehungsweise Bewerberinnen", verdeutlicht die Agentur für Arbeit in Ingolstadt zur derzeitigen Lage auf dem Ausbildungsmarkt in der Region 10. Aktuell seien, so heißt es weiter, insgesamt 1032 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei. Vor allem gesucht werden den Angaben zufolge angehende Kaufleute im Einzelhandel, Verkäuferinnen und Verkäufer, zahnmedizinische Fachangestellte, Kaufleute für Büro-Management sowie Anlagen-Mechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. "Die Chancen für alle, die jetzt noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, stehen damit gut", wird betont.
"Es ist noch nicht zu spät, auch kurz vor dem Ausbildungs-Beginn 2026 noch einen Ausbildungsplatz zu finden", sagt Johannes Kolb, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Ingolstadt. "Wir unterstützen Jugendliche mit unserer Berufs-Beratung und geeigneten Förder-Instrumenten, sodass sie die Fachkräfte von morgen werden." Die Berufs-Berater informierten zum Ausbildungs-Angebot und wüssten, welche Unternehmen noch suchten oder welche Alternativen es zum Wunschberuf gebe. Die Kontaktaufnahme sei am schnellsten und einfachsten über die Online-Termin-Vergabe unter diesem Link möglich.
"Ein Praktikum in den Sommer-Ferien kann zusätzlich Orientierung bieten", heißt es aus der Agentur für Arbeit in Ingolstadt. "Denn so lernt der potentielle neue Auszubildende den Arbeitgeber und den anvisierten Ausbildungs-Beruf besser kennen, was das Risiko eines Ausbildungs-Abbruchs deutlich mindert." Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter diesem Link.
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