Die Seniorin fiel am gestrigen Nachmittag auf eine Lügen-Geschichte von Betrügern herein, die sich als Polizeibeamte ausgaben.
(ty) Nach wie vor treiben Kriminelle in der gesamten Region mit so genannten Schock-Anrufen ihr Unwesen, um arglose Menschen um Bargeld und Wertsachen zu bringen – und trotz aller Warnungen haben sie immer wieder Erfolg und kassieren mitunter kräftig ab. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am heutigen Dienstag berichtet, ist gestern eine über 80 Jahre alte Frau aus Ingolstadt auf eine perfide Lügen-Geschichte von Betrügern hereingefallen und hat schließlich rund 50 000 Euro an einen ihr nicht bekannten Mann übergeben. Die Kripo ermittelt und hofft auf Hinweise etwaiger Zeugen.
Den Angaben zufolge bekam die Rentnerin gegen 16.30 Uhr einen Anruf von einem Kriminellen, der sich als Polizist ausgab. Er habe der Seniorin vorgegaukelt, dass deren Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und dass zur Abwendung einer sofortigen Haftstrafe eine hohe Kaution zu zahlen wäre. Die Ingolstädterin habe dann gegen 17 Uhr einem Unbekannten rund 50 000 Euro ausgehändigt. Der Abholer der Beute werde wie folgt beschrieben: etwa 175 Zentimeter groß; zirka 25 Jahre alt; schlank; weiß-beiges T-Shirt; lange, blaue Jeans; Schirmkappe Die Kripo bittet Zeugen, die im Bereich von Kopernikusstraße und Richard-Wagner-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer (08 41) 93 43 - 0 zu melden.
Präventions-Hinweise der Polizei:
- "Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizei-Notruf-Nummer 110 an! Das machen nur Betrüger.
- Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
- Ziehen Sie eine Vertrauens-Person hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
- Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!"





