Die Arbeitslosen-Quote beträgt aktuell 2,6 Prozent. Für Ingolstadt werden 5,0 Prozent gemeldet, für die gesamte Region 3,4 Prozent.
(ty) "Mit dem Monat Juli beginnt die Sommerzeit. Dies gilt auch für den Arbeitsmarkt", erklärt Johannes Kolb, der Leiter der Agentur für Arbeit in Ingolstadt. Erwartungsgemäß lasse die Dynamik dann etwas nach. Dazu kommt seinen Worten zufolge, dass sich vermehrt junge Menschen arbeitslos melden, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und erst im Herbst mit einer Beschäftigung beginnen können. "In Summe führt dies zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Vor dem Hintergrund der beginnenden Ferien ist auch in den kommenden Wochen nicht von einer sich deutlich ändernden Situation auszugehen", sagt er zur aktuellen Situation in der Region 10.
Zum Stichtag im zu Ende gehenden Juli waren laut heutiger Mitteilung der Arbeitsagentur in der gesamten Region 10 – also im Stadtgebiet von Ingolstadt sowie in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt – insgesamt 10 222 Menschen arbeitslos gemeldet – 154 mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli vor einem Jahr sind es 508 Personen mehr. Die Arbeitslosen-Quote für die gesamte Region betrage aktuell 3,4 Prozent und liege um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr hatte sie bei 3,2 Prozent gelegen.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region 10 sei gegenüber dem Vorjahres-Monat erneut rückläufig. Insgesamt stünden aktuell in der Region 3156 (minus 1,4 Prozent) Beschäftigungs-Möglichkeiten weniger zur Verfügung. Betroffen seien vor allem die Stadt Ingolstadt 2882 (minus 2,8 Prozent) und der Landkreis Eichstätt 948 (minus 2,2 Prozent). Im Kreis Pfaffenhofen gebe es kaum Veränderungen (plus 0,1 Prozent). Der Kreis Neuburg-Schrobenhausen entwickele sich gegen den Trend, hier sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 624 (plus 1,9%).
"Auch kurz nach Aushändigung der Jahres-Abschluss-Zeugnisse stellt sich die Situation am Ausbildungsmarkt in der Region 10 für die Ausbildungs-Suchenden weiterhin günstig dar", teilte die Agentur für Arbeit heute weiter mit. Das Angebot an Ausbildungs-Plätzen ist den Angaben zufolge "sowohl quantitativ als auch qualitativ noch reichlich vorhanden".
"Es herrscht noch eine gute Dynamik bei der Besetzung von Berufs-Ausbildungsstellen und vieles ist noch möglich", fasst Behörden-Leiter Kolb zusammen. "Offen sein für Alternativen" ist seiner Ansicht nach das Gebot der Stunde – und zwar für Schülerinnen und Schüler wie auch für Ausbildungs-Betriebe." Sein Appell lautet: "Wer noch nicht fündig geworden ist, sollte sich umgehend mit den Experten der Berufs-Beratung in Verbindung setzen." Die Kontakt-Aufnahme sei am schnellsten und einfachsten über die Online-Termin-Vergabe unter diesem Link möglich.
Die Lage im Kreis Pfaffenhofen
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen ist im zu Ende gehenden Juli gestiegen. 2058 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind zehn Personen oder ein Prozent mehr als im Juni, aber 34 Personen beziehungsweise zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt aktuell 2,6 Prozent und bleibt identisch zum Vormonats-Wert. Vor einem Jahr standen 2,7 Prozent zu Buche.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit im Kreis Pfaffenhofen in diesem Monat bei 1355 Personen (48 mehr als im Vormonat, aber zwölf weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Job-Center) waren 703 Arbeitslose registriert (38 weniger als im Vormonat, 22 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Job-Center) wurden 34 Prozent aller Arbeitslosen im Landkreis betreut.
Im zu Ende gehenden Monat meldeten sich im Kreis Pfaffenhofen insgesamt 701 Personen arbeitslos. Davon kamen 256 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 689 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 224 eine Erwerbstätigkeit auf. "Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende", betont die Behörde: 218 Stellen wurden im Juli im Kreis Pfaffenhofen neu gemeldet (67 mehr als im Vormonat, 69 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befänden sich damit 990 freie Stellen im Kreis Pfaffenhofen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Job-Center) stieg die Zahl der so genannten Bedarfs-Gemeinschaften im Vorjahres-Vergleich im Kreis Pfaffenhofen um 78 auf nunmehr insgesamt 1318 – das bedeute eine Zunahme um sechs Prozent. Den Angaben zufolge wurden im zu Ende gehenden Juli im Landkreis Pfaffenhofen insgesamt 1706 erwerbsfähige Bürgergeld-Berechtigte betreut, das sind 82 Personen beziehungsweise fünf Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Blick in die Region
Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Ingolstadt ist in diesem Juli gestiegen. 4230 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – 44 Personen mehr als im Juni und 406 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt momentan 5,0 Prozent und bleibt identisch zum Vormonats-Wert. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,6 Prozent.
Auch die Arbeitslosigkeit im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ist im Juli gestiegen. 1818 Personen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – 42 Personen mehr als im Juni und 91 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 3,1 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat-Wert. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichstätt stieg im Juli ebenfalls. 2116 Menschen waren hier zum Stichtag arbeitslos gemeldet – 58 Personen mehr als im Juni und 45 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 2,7 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr betrug sie 2,6 Prozent.





