Markt übergab das Gebäude an die evangelische Kirchen-Gemeinde, von der die Einrichtung betrieben wird. Los gehts im September mit rund 100 Kindern.
(ty) Mit der offiziellen Übergabe der neuen Kindertagesstätte "Kunterbunt" hat in Manching eines der größten kommunalen Hochbau-Projekte der vergangenen Jahre seinen Abschluss erreicht. "Nach rund fünf Jahren Planung und Bauzeit übernimmt die evangelische Kirche als Träger den Betrieb der modernen Einrichtung und wird dort ab September mit rund 100 Kindern starten", heißt es aus dem Rathaus. Die Einrichtung biete Platz für bis zu 124 Buben und Mädchen, perspektivisch könnten sogar bis zu 150 Sprösslinge betreut werden. "Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Betreuungs-Bedarfs in Manching", erklärt die Gemeinde-Verwaltung.
Bereits im April 2021 war mit einem Architekten-Wettbewerb der Startschuss für das Projekt gefallen. Den Wettbewerb gewann das Architektur-Büro Heid und Heid aus Fürth. Nach der Planungs-Phase erfolgte 2022 der symbolische Spatenstich. "Nun ist ein Gebäude entstanden, das Platz für sechs Kindergarten-Gruppen bietet und langfristig die Kinder-Betreuung in Manching sichert", so die Gemeinde-Verwaltung. Das sei ein "Meilenstein für die Kinder-Betreuung" in der Kommune.
Ursprünglich seien Baukosten zwischen sechs und sieben Millionen Euro vorgesehen gewesen. Die tatsächlichen Gesamtkosten belaufen sich laut aktueller Mitteilung nun allerdings auf rund 10,5 Millionen Euro. Ausschlaggebend für diese Entwicklung seien insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die erheblichen Preis-Steigerungen im Bausektor sowie die Folgen des Ukraine-Kriegs gewesen.
"Die Kosten-Entwicklung war für viele Bauprojekte in dieser Zeit eine große Herausforderung", sagt Bürgermeister Klaus Neumayr (CSU). Trotzdem war und ist diese Investition seinen Worten zufolge richtig. "Wir schaffen hier einen Ort, an dem Generationen von Kindern spielen, lernen und aufwachsen können", so das Gemeinde-Oberhaupt. "Das ist eine Investition in die Zukunft unseres Marktes."
"Von Beginn an arbeiteten der Markt Manching und die evangelische Kirchen-Gemeinde eng und vertrauensvoll zusammen", wird in einer Presse-Mitteilung aus dem Rathaus unterstrichen. "Während der Markt Manching die neue Kindertagesstätte errichtet hat und den überwiegenden Unterhalt des Gebäudes übernimmt, wird die evangelische Kirche die Einrichtung als Träger betreiben und das Gebäude anmieten."

Bürgermeister Klaus Neumayr (links) und Architekt Volker Heid (rechst) übergaben an Pfarrer Martin Michaelis symbolisch den Schlüssel für die Kita "Kunterbunt", die von der evangelischen Kirchen-Gemeinde betrieben wird.
Die evangelische Kirchen-Gemeinde betreibe auf ihrem Grundstück bereits heute den einzigen evangelischen Kindergarten im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Mit dem Neubau werde dieses besondere Angebot zukunftssicher weiterentwickelt. Ein wichtiger Beitrag der Kirchen-Gemeinde werde dabei die Bereitstellung eines Teils ihres Grundstücks sein.
Dadurch könne der Garten der neuen Kindertagesstätte mittelfristig erweitert werden und den Kindern noch mehr Platz zum Spielen, Entdecken und Bewegen bieten. Der bisherige Kindergarten bleibe zunächst noch bestehen und werde vorübergehend den Kindergarten "St. Peter" beherbergen, während dessen Gebäude saniert und umgebaut werde. Erst im Anschluss werde das Bestands-Gebäude zurückgebaut.
"Auch in Sachen Nachhaltigkeit setzt die neue Kindertagesstätte Maßstäbe", so die Gemeinde-Verwaltung. Das Gebäude sei in Massiv-Bauweise errichtet und mit einer langlebigen Holzfassade versehen, die zugleich als Witterungsschutz diene. Ein teilweise begrüntes Dach, eine Photovoltaik-Anlage sowie eine umweltfreundliche Wärme-Wersorgung über Erdsonden sorgen den Angaben zufolge für einen energieeffizienten Betrieb.
Dank eines Aufzugs sei das gesamte Gebäude barrierefrei erreichbar. "Für die Sicherheit der Familien wurde zudem eine eigene Hol- und Bring-Zone in Form einer Einbahnstraßen-Regelung geschaffen, die den Verkehrsfluss verbessert und die An- und Abfahrt deutlich sicherer macht", wird abschließend betont.





