Es geht um Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflicht-Versicherungs-Gesetz und Kennzeichen-Missbrauch. Im Raum steht zudem eine Drogen-Fahrt.
(ty) Ein Sachverhalt in Pfaffenhofen, "der ursprünglich wie ein Kleinunfall zwischen geparkten Fahrzeugen bekannt wurde", hat sich laut heutiger Mitteilung der örtlichen Polizeiinspektion am gestrigen Vormittag "sehr schnell zu einem umfangreichen Ermittlungs-Komplex" entwickelt. Gegen einen 22-Jährigen werde jetzt strafrechtlich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, wegen Verstoßes gegen das Pflicht-Versicherungs-Gesetz und wegen Kennzeichen-Missbrauchs ermittelt. Außerdem wird dem jungen Pkw-Lenker das Fahren unter Drogen-Einfluss vorgeworfen. Aber der Reihe nach.
Laut Polizei hatte der 22 Jahre alte Bulgare gegen 9.10 Uhr gemeldet, dass sein am Volksfestplatz in der Kreisstadt abgestellter Mercedes von einem anderen Pkw demoliert worden sei. Dieser sei gegen seinen Wagen gerollt, wodurch ein nicht unerheblicher Sachschaden verursacht worden sei. Bei dem Versuch, seinen Mercedes von dem anderen Auto wegzufahren, sei dieses ein weiteres Mal gegen den Mercedes gerollt. Von den angerückten Streifenbeamten seien während der Aufnahme des Sachverhalts standardmäßig die beiden Fahrzeuge überprüft worden.
Dabei sei festgestellt worden, dass der Mercedes des Bulgaren – der Mann habe keinen festen Wohnsitz in Deutschland – bereits vor fünf Jahren stillgelegt worden sei. Außerdem habe sich gezeigt, dass "die daran montierten Kennzeichen zu einem gänzlich anderen Fahrzeug gehörten". Als von den Beamten nach der Fahrerlaubnis des 22-Jährigen gefragt worden sei, habe dieser eingeräumt, eine solche gar nicht zu besitzen. Da das Verhalten des Mercedes-Lenkers auf den Konsum von Drogen hingedeutet habe, sei ihm noch vor Ort ein freiwilliger Test angeboten worden.
Der Drogen-Test habe dann positiv auf die Abbau-Produkte von THC sowie auf Amphetamine reagiert. Deshalb habe der junge Mann schließlich auch eine Blutentnahme über sich ergehen lassen müssen. Auf ihn kommen jetzt – wie eingangs erwähnt – mehrere Strafanzeigen zu. Sollte sich im Zuge der Labor-Untersuchung die Drogen-Fahrt bestätigen, droht weiterer Ärger. Die missbräuchlich verwendeten Kennzeichen seien von den Gesetzeshütern sichergestellt worden, so ein Polizei-Sprecher. Eine Weiterfahrt des 22-Jährigen sei unverbunden worden.





