PFAS-Belastung: Gutachten des LGL belegt, dass der zulässige Höchstgehalt bei allen Proben statistisch gesichert überschritten wurde.
(ty) Fische aus der "Irschinger Ach" sind weiterhin mit per- und polyfluorierten Alkyl-Verbindungen (PFAS) belastet. Das wurde am heutigen Mittwoch aus dem Landratsamt von Pfaffenhofen bekannt gegeben. Die Behörde beruft sich dabei auf aktuelle Untersuchungs-Ergebnisse einer von ihr selbst veranlassten Fisch-Beprobung. Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel-Sicherheit (LGL) rate weiterhin vom Verzehr von Fischen aus der "Irschinger Ach" ab, erklärt das Landratsamt.
Für die Analyse wurden laut Mitteilung des Landratsamts drei Aiteln in verzehrfähiger Größe sowie unterschiedlichem Gewicht und unterschiedlicher Länge aus der "Irschinger Ach" entnommen und im LGL auf verschiedene PFAS untersucht. "Das Gutachten des LGL belegt, dass der zulässige Höchstgehalt für den PFAS-Gesamtwert bei allen Proben statistisch gesichert überschritten wurde", so die Kreis-Behörde. "Einzelne PFAS‑Verbindungen lagen zwar unterhalb der Bestimmungs- oder Nachweis-Grenze, dennoch waren die Gesamtgehalte deutlich höher als bei früheren Fisch-Untersuchungen in Bayern."
Weiter heißt es: "Durch den regelmäßigen Verzehr von Fischfleisch mit den im vorliegenden Fall festgestellten PFAS-Gehalten wird die von der europäischen Behörde für Lebensmittel-Sicherheit (EFSA) als unbedenklich eingestufte Aufnahme-Menge bereits durch sehr niedrige Verzehr-Mengen überschritten." Zur Einordnung: "Bei den gemessenen Höchstwerten könnte ein erwachsener Mensch nur etwa vier Gramm Fisch pro Woche verzehren, bis die von der EFSA abgeleitete tolerierbare wöchentliche Aufnahme-Menge überschritten wäre."
Das Landratsamt erklärt: "Diese sehr niedrigen Verzehr-Mengen liegen deutlich unter den üblichen Verzehr-Mengen von Fisch-Konsumenten." Abschließend meldet die Pfaffenhfoener Kreis-Behörde: "Da sich PFAS aufgrund ihrer langsamen Ausscheidung im Körper anreichern können, rät das LGL weiterhin vom Verzehr von Fischen aus der Irschinger Ach ab. Das gilt insbesondere für Angler, die potenziell größere Mengen selbst gefangener Fische konsumieren."
Zum Hintergrund: Für das Löschen von Bränden mit Flüssigkeiten, insbesondere Treibstoffen, waren in der Vergangenheit per- und polyfluorierte Alkyl-Substanzen (PFAS) verwendet worden. Auf dem Flugplatz bei Manching war PFAS-haltiger Lösch-Schaum eingesetzt worden.





