Logo
Anzeige
Anzeige

Zum Start des Veranstaltungs-Reigens stehen drei Ausstellungs-Eröffnungen und ein zweitägiges Kunst-Festival mit Party auf dem Programm. Hier die Details.

(ty) In Pfaffenhofen steht laut Stadtverwaltung bekanntlich "der bisher größte Kultur-Sommer" vor der Tür. Die Veranstaltungs-Reihe falle heuer noch umfangreicher und lebendinger aus, wurde aus dem Rathaus angekündigt. Ab dem kommenden Freitag, 12. Juni, und bis 2. August erwarten die Besucherinnen und Besucher rund 40 Veranstaltungen. Der Auftakt des Event-Reigens steht ganz im Zeichen der Kunst. Auf dem Programm stehen drei Ausstellungs-Eröffnungen sowie die Premiere eines neuen, zweitägigen Kunst-Festivals in der City. Nachfolgend die Details zum ersten Kultur-Sommer-Wochenende.

"Gebilde und Gehäuse" von Regina Baierl

Den offiziellen Auftakt des Kultur-Sommers bildet nach Angaben der Verantwortlichen an diesem Freitag, 12. Juni, um 18 Uhr die Eröffnung der Ausstellung "Gebilde und Gehäuse" von Regina Baierl in der Kunsthalle. Die Münchner Künstlerin und Architektin untersuche in ihren Objekten und Räumen elementare Fragen nach dem Wesen von Intimität, Privatheit und Rückzug. Ihre "privaten Gehäuse" und "Studioli" seien eine Werkreihe, bei der alltägliche, ausgediente Möbelstücke transformiert und in begehbare Kleinstarchitekturen verwandelt werden – Objekte und Räume zwischen Skulptur und Architektur. "Türen und Klappen verwandeln sich in Durchgänge oder Tische, kleine Fenster öffnen den Blick nach außen."

Die "Studioli" werden der Ankündigung zufolge in Pfaffenhofen durch Gebilde erweitert: "Eine Leiter, die ins Nichts führt, Stühle, auf prothesenartigen, langen, dünnen Beinchen, ihre Umgebung überragend, erzählen von Beziehungen und Verhältnissen von und zu den Objekten und thematisieren Unerreichbarkeit, Dominanz und Unterwerfung." Baierl lebt und arbeitet in München und Spanien. Seit vielen Jahren zeigt sie ihre Werke in Einzel- und Gruppen-Ausstellungen im In- und Ausland. Von 2017 bis 2023 erhielt sie ein Atelier-Stipendium der Landeshauptstadt München. Die Ausstellung ist bis 12. Juli zu sehen; der Eintritt ist frei. Während der Laufzeit werden Führungen mit der Künstlerin, Film-Abende und Workshops für Kinder angeboten. Nähere Infos gibt es unter diesem Link.

"Übermalungen" von Robert Andreas Drude

Am Samstag, 13. Juni, um 19.30 Uhr wird in der städtischen Galerie im "Haus der Begegnung" am oberen Hauptplatz die Ausstellung "Übermalungen" von Robert Andreas Drude eröffnet. Der Künstler wuchs im Pfaffenhofener Ortsteil Niederscheyern auf, studierte Grafik-Design und arbeitet seit rund 20 Jahren als Concept-Artist in der internationalen Videospiel-Industrie. Die nun bevorstehende Ausstellung kann laut offiziellem Programm bis 12. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten der städtischen Galerie besucht werden – bei freiem Eintritt.

In der städtischen Galerie im "Haus der Begegnung" präsentiert Robert Andreas Drude seine "Übermalungen"; hier ein Ausschnitt aus einem seiner Werke.

Und darum gehts in dieser Bilder-Schau: "Die Motive sind vertraut: in Öl gemalte Berge, Seen, bayerische Landschaften – Bilder, die heute eher in Kellern oder auf Dachböden zu finden sind. Mit den Übermalungen von Robert Andreas Drude kommt jedoch etwas Neues hinzu. Idole des Künstlers, Figuren der Popkultur oder Motive aus der Kunstgeschichte beleben das angestaubte Idyll. Dabei entstehen neue Bildwelten, in denen scheinbar gegensätzliche Motive auf überraschend harmonische Weise zusammenfinden. Der Künstler geht dabei bewusst behutsam vor: Die ursprünglichen Bilder werden nicht verdrängt oder zerstört, sondern um neue Ebenen erweitert. Humor, handwerkliches Können und ein feines Gespür für die vorhandenen Motive prägen seine Arbeiten."

Kunst-Wochenende in der City

Am Samstag, 13. Juni, und am Sonntag, 14. Juni, findet erstmals das "Kunst-Wochenende" in der City von Pfaffenhofen statt. "Das neue Festival widmet sich zwei Tage lang, jeweils von 10 bis 20 Uhr, ganz der bildenden Kunst und macht die Innenstadt zur offenen Ausstellungs-Fläche", heißt es aus dem Rathaus. Wer die dabei gewonnenen Eindrücke gemeinsam ausklingen lassen wolle, sei an beiden Tagen ab 14 Uhr zur Kunst-Party vor dem Rathaus eingeladen – mit Musik, Getränken, Snacks und Gelegenheiten für Gespräche. Das gesamte "Kunst-Wochenende"-Programm gibt es unter diesem Link. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung "Ground Control" von Benedikt Hipp gilt als Highlight des Kunst-Wochenendes. Die Ausstellung im Hungerturm ist an beiden Tagen jeweils von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. (Foto: Benedikt Hipp Mega Grid green, 2023, 240 x 177 x 7,5 cm, Öl und Firnis auf MDF, Courtesy: Nicolas Krupp, Basel, Kadel Willborn, Düsseldorf, nouveauxdeuxdeux, München)

Neben Präsentationen in etablierten Räumen wie der städtischen Galerie, der Rathaus-Galerie, der Kunsthalle oder der Galerie "kuk44" gebe es Offspace-Projekte. Kunst in Ladengeschäften trifft laut Ankündigung auf Interventionen im öffentlichen Raum, offene Ateliers laden zum Eintreten ein, während Vernissagen, Führungen und Künstler-Gespräche den direkten Austausch ermöglichen. "Hier begegnen sich unterschiedlichste künstlerische Positionen – von anerkannten Künstlerinnen und Künstlern über Kultur-Förderpreis-Träger bis hin zu vielversprechenden Nachwuchs aus Pfaffenhofen, der Region und darüber hinaus", so die Stadtverwaltung.

"Zukunft braucht Herkunft" von Bettina Kiebler und Karolin Schumann

Am Sonntag, 14. Juni, um 16 Uhr wird in der Galerie "kuk44" die Duo-Ausstellung "Zukunft braucht Herkunft" von Bettina Kiebler und Karolin Schumann eröffnet. Sie verbindet laut Ankündigung aus dem Rathaus zwei unterschiedliche künstlerische Positionen miteinander: eine digitale, KI-gestützte Porträt-Arbeit und eine analoge, abstrakte Malerei. Im Mittelpunkt stehe der Mensch – seine Emotionen, Erinnerungen und Projektionen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zentrales kuratorisches Element sei das Prinzip des Werks im Verbund. Der Eintritt ist kostenfrei.

"Jede Arbeit entsteht als Paar", erklären die Organisatoren zu der Ausstellung. "Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Begriff. Das digitale Porträt übersetzt diesen Begriff in ein Bild, geprägt von Bildgeschichte, kultureller Erinnerung und visuellen Referenzen. Die abstrakte Malerei antwortet mit Farbe, Struktur, Rhythmus und körperlicher Geste. Beide Werke sind nur gemeinsam lesbar." Kiebler ist Diplom-Designerin und Künstlerin. In ihren KI-gestützten Porträts ("Portraits of Humankind") erforscht sie den Menschen als Träger von Emotion, Erinnerung und Projektion. Schumann ist eine abstrakt arbeitende Künstlerin; sie betreibt einen eigenen Raum für Kunst in der Münchner Maxvorstadt und stellt regelmäßig in München sowie auf Kunstmessen aus.

Der diesjährige "Kultur-Sommer"

Von 12. Juni bis 2. August erwarten die Besucherinnen und Besucher im Rahmen des "Kultur-Sommers" in Pfaffenhofen rund 40 Veranstaltungen. Der Vorverkauf läuft bereits; für viele Events ist der Eintritt aber kostenlos. Das Programm reicht von Open-Airs und Festivals über die Kurzfilm-Nacht, den "Fotogehgrafie"-Wettbewerb, Theater-Aufführungen und ein "Fest der Demokratie" bis hin zu Ausstellungen und erstmals einem Kunst-Wochenende mit Abschluss-Party. Highlights sind die "Langen Nächte der Kunst und Musik", die "Internationale Nacht" und das große "Sommer-Open-Air". Außerdem gibt es mehrere Bürgerpark-Konzerte – und auch die Konzert-Reihe "Memo!" erfährt eine Fortsetzung. Lesen Sie dazu: So groß wie nie: Was der Kultur-Sommer in Pfaffenhofen heuer alles zu bieten hat

"Für die meisten Veranstaltungen ist der Eintritt frei beziehungsweise auf Spenden-Basis", heißt es aus dem Rathaus. Etwaige Tickets gebe es online bei www.okticket.de, im städtischen Kultur- und Tourismus-Büro im "Haus der Begegnung" am Hauptplatz 47, im "Intakt"-Musikinstitut sowie an allen regulären Vorverkaufsstellen. Restkarten gebe es an der Abendkasse. Das gesamte "Kultur-Sommer"-Programm sowie aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf der städtischen Internet-Seite unter diesem direkten Link.  


Anzeige
RSS feed