Wie das Gremium seinerzeit nach einem Treffen in Schweitenkirchen entstand, wer ihm bislang vorstand und welche Impulse von ihm ausgingen.
(ty) Die Sportkommission des Kreises Pfaffenhofen feiert heuer ihr 50‑jähriges Bestehen. Darauf hat das Landratsamt heute hingewiesen. Seit der Gründung im Jahre 1976 hatten in den fünf Jahrzehnten nur drei Personen den Vorsitz inne: Max Elfinger (1976 bis 1990), Richard Schnell (1990 bis 2008) und Florian Weiß (2008 bis heute). "Ihre Arbeit hat die Sportlandschaft im Landkreis nachhaltig geprägt und die Interessen der Vereine über Jahrzehnte hinweg gebündelt und vertreten", fasst die Kreis-Behörde zusammen und blickt auf die Geschichte des Gremiums.
Ausgangspunkt war den Angaben zufolge seinerzeit ein Treffen aller Sportvereine in Schweitenkirchen, zu dem Max Elfinger als stellvertretender Vorsitzender des damals gemeinsamen BLSV‑Kreisverbands Ingolstadt‑Pfaffenhofen eingeladen hatte. Aus den intensiven Gesprächen sei noch im Jahr 1973 ein Sportbeirat entstanden – mit dem Ziel, die Vereine zu vernetzen, gemeinsame Anliegen zu formulieren und gegenüber Politik und Verwaltung stärker auftreten zu können.
1976 wurde die Sportkommission offiziell gegründet. Max Elfinger wurde zum Ersten Vorsitzenden gewählt; zu den frühen Mitgliedern zählten Dieter Kante (MBB-SG Manching), Hans Spängler (TSV Reichertshofen), Hans Geist (FSV Pfaffenhofen), Dr. Tritschler (Tegernbach), Fritz Grimm (TSV Jetzendorf) und Franz Goldbrunner (TV Vohburg). Bereits 1977 nahm die Kommission ihre Arbeit mit der ersten Sportl-Erehrung auf: Am 16. April 1977 traf man sich im Sportheim des TSV Rohrbach, 37 Personen nahmen teil, darunter 25 zu ehrende Sportlerinnen und Sportler. Der Anfang war gemacht.
"In den folgenden Jahren etablierte sich die Kommission als feste Größe", so das Landratsamt weiter. "Regelmäßige Gespräche mit dem Landrat, die Beratung zu Zuschüssen für Investitionen in Sportstätten, die Diskussion um Vergütungen für Übungsleiter sowie die Regelung der Nutzung kreiseigener Sporthallen und -plätze prägten die Arbeit." Die Mitglieder-Zahlen in den Vereinen seien gestiegen, und die Kommission habe wesentlich dazu beigetragen, dass Sportförderung und Ehrenamts-Anerkennung im Landkreis an Bedeutung gewannen.
"Personalien und Zusammensetzung des Gremiums veränderten sich im Lauf der Zeit; neue Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Sportarten und Gemeinden kamen hinzu und sorgten dafür, dass die Kommission die Vielfalt des Sports im Landkreis abbildet." Aus der Kommission sei auch die Initiative gekommen, sich vom BLSV-Kreis Ingolstadt zu trennen – 1991 sei ein eigener Kreisverband für Pfaffenhofen aus der Taufe gehoben worden.
Auf Anregung der Kommission seien neue Richtlinien zur Würdigung langjährig ehrenamtlich Tätiger in Sport- und Schützen-Vereinen erarbeitet worden, die später auch für andere Vereine und Organisationen übernommen worden seien. Auch auf Initiative der Sportkommission werde seit 2012 bei jeder Sportler-Ehrung zusätzlich der Sportpreis des Landrats für herausragende Leistungen verliehen. Die Kommission habe sich zudem bei Projekten wie der Einführung der Ehrenamtskarte und der Beschilderung von Radwegen engagiert und auch durch Anträge die Erhöhung der freiwilligen Kreis-Zuschüsse zur Sportbetriebs-Förderung beigetragen.
Landrat Albert Gürtner (FW) würdigt das Sportkommissions-Jubiläum mit einem persönlichen Blick zurück: "Die Sportkommission hat über fünf Jahrzehnte hinweg viel bewegt. Ich erinnere mich noch gut an die erste Sportler-Ehrung in Rohrbach, bei der ich als Teil der 4×100‑Meter‑Staffel des MTV Pfaffenhofen für den zweiten Platz bei der bayerischen Meisterschaft in der B‑Jugend geehrt wurde. Diese Erinnerung zeigt, wie eng Sport, Gemeinschaft und Ehrenamt hier verwoben sind. Dafür danke ich allen, die sich seit 1976 engagieren."
Heute ist die Sportkommission laut Landratsamt "ein unverzichtbarer Partner für Vereine, Verwaltung und Politik im Landkreis Pfaffenhofen". Sie bestehe aktuell aus folgenden Mitgliedern: Florian Weiß, Richard Schnell, Gerlinde Reisner, Hubert Waltl, Anton Edenharter, Ernst Schmid, Gregor Dierl, Marion Dost und Sepp Kirzinger. Die Sportkommission fördere den Austausch, stärke das Ehrenamt und trage dazu bei, dass Sportangebote und -infrastruktur den Bedürfnissen der Menschen vor Ort entsprächen. "Wir blicken mit Stolz auf 50 Jahre engagierte Arbeit zurück und sehen die kommenden Jahre als Chance, die Sportlandschaft im Landkreis weiterhin aktiv mitzugestalten", sagt Florian Weiß.





