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Wichtige Personal-Entscheidungen sind am heutigen Nachmittag in der konstituierenden Sitzung des neuen Kreistags von Pfaffenhofen gefallen.

(ty) In der konstituierenden Sitzung des neuen Kreistags von Pfaffenhofen sind am heutigen Nachmittag wichtige Personal-Entscheidungen getroffen worden. Karl Huber (Bürgerliste), seit Kurzem wieder Bürgermeister von Ernsgaden, ist erneut zum Vize-Landrat gewählt worden. Bereits in den vergangenen sechs Jahren hatte er diesen Posten bekleidet. Zum Dritten Landrat wurde Andreas Aichele (CSU) aus Geisenfeld gewählt. Weiterer Stellvertreter von Landrat Albert Gürtner (Freie Wähler) ist in den nächsten Jahren Georg Ott (CSU), der Rathaus-Chef von Ilmmünster.

Michael Franken, Bürgermeister von Reichertshofen, schlug als Fraktions-Sprecher der "Bürgerliste" offiziell Karl Huber als Kandidaten für das Amt des Zweiten Landrats vor. Weitere Bewerber gab es nicht. Von den 56 abgegebenen Stimmen entfielen in geheimer Wahl dann 53 auf Huber. Er bleibt somit Vize-Landrat des Kreises Pfaffenhofen an der Ilm. Das Wissen, die Erfahrung und die Art von Huber werden quer durch die Parteien geschätzt. Bei der jüngsten Bürgermeister-Wahl in Ernsgaden gelang dem 69-Jährigen, der von der neuen Gruppierung "Ernsgaden Miteinander" (EM) und den Freien Wählern (FW) nominiert worden war, ein bemerkenswertes Comeback. Er setzte sich klar gegen die CSU-Kandidatin Silvia Hartmann durch und kehrte auf den Chef-Sessel im Rathaus zurück. Bereits von 1996 bis 2020 war Huber Gemeinde-Oberhaupt von Ernsgaden.

Für den Posten des Dritten Landrats schlug CSU-Kreisrat Martin Rohrmann seinen Parteifreund Andreas Aichele aus Geisenfeld offiziell vor. Von Seiten der SPD wurde Kerstin Schnapp (Grüne) aus Pfaffenhofen von Markus Käser vorgeschlagen. Schnapp wirkte in den vergangenen sechs Jahren als stellvertretende Landrätin. In offener Abstimmung setzte sich Aichele bei 16 Gegenstimmen durch. Der 50-Jährige arbeitet als Presse-Sprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern-Nord in Ingolstadt. In seiner Heimatstadt bekleidete er in den vergangenen Jahren den Posten des Dritten Bürgermeisters, bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats wurde er vor einigen Tagen zum neuen Vize-Bürgermeister gewählt. Bei der jüngsten Landrats-Wahl hatte sich Andy Aichele, der für die Christsozialen und die neu gebildete "Junge- und Familienliste Landkreis Pfaffenhofen" (JFL/JU) angetreten war, Albert Gürtner in der Stichwahl geschlagen geben müssen.

Als es um den Posten des Vierten Landrats ging, schlug CSU-Mann Rohrmann dann seinen Parteikameraden Georg Ott aus Ilmmünster vor und verwies darauf, dass damit – bezüglich der Landrats-Stellvertreter – auch der Süden des Kreises berücksichtigt wäre. Von den Grünen wurde indes Georg Hammerschmid (SPD) aus Wolnzach vorgeschlagen. In offener Abstimmung setzte sich Ott bei 16 Gegenstimmen durch. Der 40-Jährige war am 8. März erneut zum Bürgermeister seiner Gemeinde gewählt worden. Er trat ohne Gegenkandidaten an und erhielt knapp 86 Prozent der Stimmen. 

Angesichts der heutigen Kandidaten-Vorschläge und der zu Buche stehenden Abstimmungs-Ergebnisse ist davon auszugehen, dass es im neuen Kreistags-Gremium eine Koalition beziehungsweise Zusammenarbeit von CSU, Freien Wählern, Bürgerliste sowie "Junge- und Familienliste" gibt. Damit hätten die Christsozialen die Oppositions-Rolle abgegeben. In den vergangenen sechs Jahren hatte unter der Regie von Landrat Albert Gürtner ein "buntes" Bündnis aus Freien Wählern, SPD, Bürgerliste, Grünen und ÖDP das Sagen. 

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