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Maibaum-Aktion mit Muskelkraft und Feierlichkeiten, Auszeichnungen für zwei Klöppel-Künstlerinnen, erste Sitzung des neuen Gemeinderats.

Maibaum-Tradition

(ty) Mit vereinten Kräften haben die Ernsgadener am gestrigen Freitag an der Schulstraße einen 29 Meter hohen Maibaum in die Senkrechte gehievt. Unter der Federführung des Schützen-Vereins und der Feuerwehr sowie mit Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer hatte die Aktion bereits in den frühen Morgenstunden begonnen. Im Feilenforst wurde ein geeigneter Baum ausgewählt, anschließend vorbereitet und festlich geschmückt. Am frühen Nachmittag versammelten sich viele kräftige Leute, um den Stamm in bewährter Handarbeit aufzurichten. Nach rund 1,5 Stunden konzentrierter Arbeit stand er sicher an seinem Platz.

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Durch das Anbringen der Zunft- und Vereins-Schilder erhielt der neue Maibaum auch sein traditionelles Erscheinungsbild. Nach der Aufstell-Aktion stieg ein vom Schützen-Verein organisiertes Fest und lud zum geselligen Beisammensein ein. Das frühsommerliche Wetter trug zu einer gelungenen Veranstaltung bei. Im Namen der Gemeinde bedankte sich Bürgermeister Karl Huber bei allen Beteiligten für ihren tatkräftigen Einsatz und die hervorragende Organisation. Sein besonderer Dank galt den Schützen und den Floriansjüngern, die die Maibaum-Tradition lebendig halten.

Ausgezeichnete Klöppel-Kunst

(ty) Einen bemerkenswerten Erfolg hat die Gruppe "Ernsgadener Klöppelzauber" kürzlich verbucht: Beim diesjährigen internationalen Kongress des deutschen Klöppel-Verbands, der in Erbach im Odenwald stattfand, überzeugten zwei Teilnehmerinnen aus Ernsgaden mit ihren Arbeiten die Jury und erhielten deshalb Auszeichnungen: Anke Heinz und Birgit Attenberger. Wie die Gemeinde-Verwaltung mitteilt, waren sechs hiesige Vertreterinnen zu dem Kongress gereist. 

Im Wettbewerb mit dem Thema "Weibsbilder" sei Anke Heinz für ihr Werk "Hommage an alle ungenannten Frauen" mit dem ersten Preis bedacht worden. Ihre Arbeit, ein kunstvoll gestalteter Traumfänger in Form des Frauen-Symbols (Foto oben), verbinde zwei- und dreidimensionale Elemente und greife die unterschiedlichen Lebens- und Entwicklungs-Phasen von Frauen auf. Den dritten Preis habe Birgit Attenberger für "Hüterinnen der Kulturen" erhalten. In filigraner Handarbeit habe sie Seide, Baumwolle und Leinen kombiniert, durchwirkt von Perlen und Glanzgarn – entstanden sei eine Weltkarte, auf der Frauen in traditionellen Gewändern verschiedener Kontinente dargestellt seien (Foto unten).

Darüber hinaus seien Werke von Karin Zierer in einer der Ausstellungen vertreten gewesen. "Ihre Collagen aus Papier und Spitze unterstreichen die künstlerische Bandbreite des modernen Klöppelns", heißt es aus dem Rathaus von Ernsgaden. Zierer gelte als treibende Kraft hinter der Entwicklung der Gemeinde "zu einer kleinen Hochburg dieser besonderen Handwerkskunst". Mit großem Engagement führe sie in ihren Kursen immer wieder neue Teilnehmerinnen an das Klöppeln heran und entwickle deren Fähigkeiten in kurzer Zeit auf ein beachtliches Niveau.

Der Klöppel-Kongress stand heuer unter dem Motto "Pariser Spitzen". Er gilt als bedeutender Treffpunkt der europäischen Klöppel-Szene, vereint Ausstellungen, Vorträge und Markthallen sowie ein breites Kursangebot. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Alters-Gruppen reisten aus verschiedenen Ländern an, um sich auszutauschen und weiterzubilden. Wer sich selbst ein Bild von dieser Kunst machen wolle, habe dazu bald Gelegenheit: Ab Herbst werden über die Volkshochschule des Landkreises Pfaffenhofen (VHS) wieder Kurse unter der Leitung von Karin Zierer angeboten. Für Interessierte ohne Vorkenntnisse sei im kommenden Januar ein Schnupper-Kurs geplant.

Erste Sitzung des neuen Gemeinderats

(ty) Nach der jüngsten Kommunalwahl tritt der neue Gemeinderat von Ernsgaden am Dienstag, 5. Mai, zu seiner ersten – konstituierenden – Sitzung zusammen. Diese findet im Gemeindehaus an der Hauptstraße statt, beginnt um 19 Uhr und ist öffentlich. Auf der Tagesordnung stehen die Vereidigung von Rathaus-Chef Karl Huber und der neu gewählten Gremiums-Mitglieder sowie die Beschlussfassung über die Zahl der weiteren Bürgermeister und die entsprechende Wahl. Ferner geht es unter anderem um die Benennung der Fraktions-Sprecher und deren Stellvertreter, um weitere Personalien sowie den Erlass der Geschäftsordnung für den Gemeinderat. Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Heizungs-Anlage in der Schule sollen die Baumeister-, Zimmerer- und Elektro-Arbeiten vergeben werden. 

Karl Huber war bekanntlich bei der Bürgermeister-Wahl ein bemerkenswertes Comeback gelungen: Der 69-Jährige der für die neue Gruppierung "Ernsgaden Miteinander" und die Freien Wähler (FW) ins Rennen gegangen war, errang mit deutlichem Abstand den Sieg vor seiner Konkurrentin Silvia Hartmann (CSU) und eroberte damit den Posten, den er schon viele Jahre lang innehatte. Bereits von 1996 bis 2020 war Huber bekanntlich Rathaus-Chef von Ernsgaden. In den vergangenen sechs Jahren saß er für die "Bürgerliste" im Kreistag und wirkte als Vize-Landrat.  


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